Die EWE Baskets Oldenburg bleiben im Rennen um die Postseason. Dank einer kämpferisch überzeugenden Leistung setzten sich die Schützlinge von Trainer Lazar Spasic mit 81:79 gegen die ROSTOCK SEAWOLVES durch. Mit 13:16-Siegen bleiben die Oldenburger auf Tuchfühlung zu den Play-In-Plätzen, fünf Spiele stehen für sie in der regulären Saison noch auf dem Programm. Eine überragende Vorstellung bot vor 6.335 Zuschauern in der einmal mehr ausverkauften großen EWE ARENA Chris Clemons, der sein Team mit 28 Punkten zum wichtigen Sieg führte.
Nachdem Center Filip Stanic bereits Ostersonntag sein Comeback nach längerer Verletzungspause gegeben hatte, kam er nun auch erstmals seit dem 24. Januar wieder auf heimischem Parkett zum Einsatz. James Woodard bestritt zudem seine erste Partie seit dem 14. Februar. Headcoach Spasic hatte entsprechend die Qual der Wahl und ließ Tomislav Zubcic als siebten ausländischen Akteur pausieren, in die Starting Five beorderte er Chris Clemons, Kyle Lofton, Nicholas Tischler, Seth Hinrichs und Michale Kyser.
Nach zunächst beiderseitig nervösem Start lieferten sich die beiden Mannschaften vorübergehend einen munteren Austausch an Punkten, allerdings entwickelte sich die Angelegenheit bis zum Ende des ersten Viertels zu einer durchaus holperigen Veranstaltung. Beide Seiten haderten mit ihrer Ausbeute aus dem Feld, und nachdem Brian Fobbs den möglichen Treffer mit der Sirene verpasst hatte, leuchtete ein 14:15 von der Anzeigetafel. Offensiv entstammten die ersten zehn Minuten der Kategorie Magerkost.
Im zweiten Viertel wurden die Quoten Stück für Stück besser. Chris Clemons war es per Dreier vorbehalten, beim 24:23 der erste Spieler des Abends zu sein, der eine zweistellige Punkteausbeute aufwies. Gäste-Trainer Przemyslaw Frasunkiewicz bat sein Personal in der 15. Minute zur Auszeit; eine Maßnahme, die schnellen Erfolg zeigte und wiederum Oldenburgs Headcoach Spasic dazu zwang, seinerseits eine Unterbrechung zur Besprechung einzufordern. 38:38 hieß es schließlich zur Halbzeitpause in einer Begegnung, die im Bereich Kampf eine Menge Anschauungsmaterial bot.
Kaum überraschend setzte sich dieser Trend auch nach dem Seitenwechsel fort. Um jeden Ballbesitz wurde verbissen gerungen, während etwaige spektakuläre Highlights Mangelware blieben. Immerhin setzten sich die EWE Baskets in der 27. Minute auf sechs Punkte ab (56:50), doch die Freude darüber hielt nur kurz an. Sehenswert wurde es dann aber doch noch mal – und wie: Michale Kyser versenkte einen Put-Back-Dunk nach einem Fastbreak und verkürzte pünktlich mit dem Ende des Abschnitts auf 62:63.
Die Oldenburger erwischten schließlich den besseren Start ins abschließende Viertel, Chris Clemons schaltete in den Übernahmemodus und führte sein Team mit sieben Punkten in Folge zum 75:69. Eine Frasunkiewicz-Auszeit war die logische Folge, aus der Rostock wild entschlossen herauskam und mit einer 9:0-Serie auf die starke Oldenburger Phase antwortete. Zwei Dreier von TJ Crockett krönten den Run, der die SEAWOLVES mit 78:75 in Führung brachte. Der Rest war Drama: Tischler traf per umjubeltem Dreier (80:78), Kassim Nicholson versenkte nur einen von zwei Freiwürfen, Brian Fobbs tat es ihm gleich – und DeAndre Lansdowne vergab den möglichen Gamewinner für die Gäste aus der Distanz.
Den nächsten Schritt in Richtung Postseason wollen die EWE Baskets am kommenden Samstag, 18. April, unternehmen, wenn sie um 18:30 Uhr bei den BMA365 Bamberg Baskets antreten. Dyn überträgt wie gewohnt live.