Der Traum der EWE Baskets Oldenburg vom zweiten Pokalsieg ist geplatzt. Im zweiten Halbfinale des BMW TOP FOUR 2026 erreichten die Oldenburger nicht ihr gewohntes Niveau und mussten sich ALBA BERLIN verdient mit 78:98 geschlagen geben.
Mit durchaus großen Hoffnungen waren die EWE Baskets nach München gereist, erlebten gegen ALBA BERLIN jedoch einen enttäuschenden Abend. In zu vielen Aspekten des Spiels agierten die Oldenburger nicht solide genug. Im Vordergrund steht dabei das Rebounding, das die EWE Baskets gegen das aggressive Tagging Up der Berliner, nie kontrollieren konnten und das Reboundduell mit 24:52 verloren. Dazu bewegte das Team von Lazar Spasic den Ball gegen den hohen Berliner Druck nicht gut genug, kam nur auf 14 Assists. Schließlich agierten die Oldenburger defensiv nicht konsequent genug, mussten zu häufig zu Fouls greifen, erlaubten ALBA viele Freiwürfe und gerieten in Foulprobleme.
Chris Clemons wurde mit 29 Punkten zum Topscorer, spielte drei Assists und gab vier Rebounds. Dazu punkteten Tomislav Zubcic (12 Punkte, 3 Rebounds), Brian Fobbs (10 Punkte, 3 Assists) und Michale Kyser (10) zweistellig.
Angeführt von 350 mitgereisten Fans begannen die EWE Baskets zunächst defensiv gut, ließen kaum Wurfoptionen für ALBA BERLIN. Einem Block von Michale Kyser folgte ein Dreier von Chris Clemons, der direkt einen zweiten Dreier folgen ließ, für das 6:2 sorgte und auch zum 11:7 aus der Distanz traf. Für die Wende in Richtung der Berliner sorgten dann gleich mehrere Faktoren. Das Team von Pedro Calles erzielte mit dem Druck über das ganze Feld Wirkung, dominierte den Rebound (2:11) im ersten Viertel und kam an die Freiwurflinie (10 Freiwürfe). Zwei Dreier von O'Connell stellte auf 13:22 aus Oldenburger Sicht, die nach zehn Minuten zweistellig in Rückstand gerieten (18:29).
Chris Clemons war es, der zunächst per erfolgreichen Abschlusses trotz Fouls und Floater im zweiten Viertel Akzente setzte, sich dann jedoch mit dem dritten Foul auf die Bank verabschieden musste. In der Folge hatten die Oldenburger eine ihrer stärkten Phasen. Die Defensive machte den Berlinern nun Probleme, Kyser vollendete mehrmals erfolgreich und dann fielen auch die Dreier von Fobbs und Tischler. Die EWE Baskets waren voll im Spiel, hatten auf 36:38 verkürzt und ließen mehrfach die Chance liegen, die Führung zu übernehmen. Als dies nicht gelang und dazu große Foulprobleme kamen, setzte sich ALBA zur Halbzeit wieder auf 46:38 ab.
Dazu kam das Team im Anschluss nicht wie erhofft aus der Kabine, ließ Spannung vermissen, wollte offensiv das Comeback zu sehr erzwingen und wurde mit Ballverlusten bestraft. Nach einem 3:13-Start waren die Berliner fast auf 20 Punkte davongezogen (41:59). Die EWE Baskets ließen sich jedoch nicht hängen, sondern versuchten den defensiven Druck zu erhöhen. Acht Punkte von Zubcic drückten den Rückstand in den einstelligen Bereich (53:62). In dieser Phase schmerzten die zugelassenen Offensivrebounds. Einen davon griff sich der starke Agbakoko, Delow verwandelte aus der Distanz. So blieb es nach 30 Minuten bei zehn Punkten Rückstand.
Es hätte eines besonderen Comebacks bedurft, dies jedoch blieb aus. Erneut misslang der Start ins Viertel. Einzig, als die EWE Baskets auf Zonenverteidigung umstellten und damit defensiv Wirkung entfalteten, keimte kurz Hoffnung auf, offensiv fehlte jedoch der Rhythmus.