Die EWE Baskets Oldenburg haben nicht an die beiden Siege zuletzt anknüpfen können und geraten im Kampf um die Play-Ins weiter ins Hintertreffen. Beim Pokalsieger BMA365 Bamberg Baskets unterlagen die Oldenburger auch in der Höhe verdient mit 61:83. Alle Spiele der easyCredit BBL seht ihr live bei Dyn.
In Bamberg erwartete die Mannschaft von Lazar Spasic das momentan formstärkste Team der Liga, gegen das es eine Leistung am oberen Limit benötigt hätte. Den Oldenburgern gelang dies in Franken vor allem offensiv zu keinem Zeitpunkt. Dazu hatten die Gäste immer wieder Phasen, in denen die nötige Physis und der nötige Fokus fehlten.
So zeigten die EWE Baskets eine der schwächsten Offensivleistungen der Saison, verwandelten nur 33 Prozent der Würfe aus dem Feld, erlaubten sich 15 Ballverluste und nutzten nur drei von 25 Dreiern. Bamberg gelang es herausragend, Chris Clemons aus dem Spiel zu nehmen, der zunächst überhaupt nicht zum Abschluss kam, keinen Rhythmus fand und am Ende bei einem Treffer bei elf Versuchen aus dem Feld stand. So blieben das gewonnene Reboundduell (41:36) und die in Phasen ordentliche Defensive, die Bamberg bei 43 Prozent Wurfquote hielt, nur Randnotizen.
Bran Fobbs (11 Punkte, 3 Rebounds, 3 Assists) wurde zum Topscorer. Michale Kyser (10 Punkte, 7 Rebounds) und Kyle Lofton (10 Punkte, 4 Rebounds) punkteten ebenfalls zweistellig. Filip Stanic (8 Punkte, 9 Rebounds) schrammte in seinem 200. BBL-Spiel am Double-Double vorbei.
Die Oldenburger hatten gut in die Partie gefunden, erspielten sich gegen den defensiven Druck der Bamberger zunächst immer wieder gute Lösungen, bedienten Kyser für den freien Wurf aus der Mitteldistanz und den zum Korb cuttenden Tischler für den Dunk. Bis zum Stand von 14:14 bewegten die EWE Baskets sich auf Augenhöhe. Mit den ersten Wechseln folgte offensiv der Bruch im Spiel, bis zum Ende des ersten Viertels war kein Dreier gefallen und Bamberg führte mit 20:14.
Oldenburg hatte nun den Faden verloren, spielte den Bambergern, die offensiv ins Tempo fanden, mit Fehlern in die Karten. Einen viertelübergreifenden 0:15-Lauf beendete erst Fobbs mit Steal und Korbleger (16:29). Stabilisieren konnten sich die Gäste dennoch nicht. Sinnbildlich dafür war ein Ballverlust von Clemons, der zum Dreier von Balint führte (16:35). Überhaupt verstanden es die Gastgeber herausragend Clemons, der sich zudem ein drittes Foul abholte, aus dem Spiel zu nehmen. Oldenburg spielte nun bessere Defensive, verkürzte über starke Aktionen von Lofton trotz nur eines verwandelten Dreiers in der ersten Halbzeit auf 31:41.
Durchaus mit Hoffnung durften die Gäste also aus der Kabine kommen, Bamberg jedoch setzte die Akzente, abgesehen von einem Alley-oop von Woodard auf Tischler, verloren die EWE Baskets sich ohne Struktur in Einzelaktionen und lagen schnell 35:56 zurück. 21 Punkte Rückstand, die angesichts der offensiven Harmlosigkeit 15 Minuten vor dem Ende eine Vorentscheidung bedeuteten. Oldenburg fand mit einem 6:0-Lauf etwas offensiven Rhythmus, die Gastgeber behielten jedoch stets die Spielkontrolle. Im Schlussabschnitt konnten die EWE Baskets den Rückstand nicht mehr unter 14 Punkte drücken und Bamberg nicht gefährden.