Die EWE Baskets Oldenburg haben die Play-Ins in der easyCredit BBL verpasst: Beim Titelverteidiger FC Bayern München Basketball unterlagen die Oldenburger am Sonntagnachmittag verdient mit 67:77. Durch die Resultate in den anderen Arenen rutschte die Mannschaft von Headcoach Lazar Spasic auf den elften Tabellenplatz ab. Von ihren Fans verabschieden werden die Oldenburger sich am Dienstagabend. Weitere Details werden am Montag veröffentlicht.
Eine von fehlender Kontinuität in den Leistungen geprägte Saison findet damit ein enttäuschendes Ende. Nach einem kapitalen Fehlstart in die Spielzeit stabilisierte der im Dezember zum Headcoach beförderte Lazar Spasic die Mannschaft zumindest über längere Phasen, die Hypothek des 1:9-Start konnten die Oldenburger nicht mehr korrigieren.
Die Niederlage gegen die beste deutsche Mannschaft war letztlich nicht der ausschlaggebende Punkt für das frühe Saisonende, doch auch am letzten Spieltag kamen die EWE Baskets nicht über eine ordentliche Leistung hinaus und konnten bekannte Schwächen nicht verstecken. Das Reboundduell ging mit 27:40 verloren, aus elf zweiten Chancen generierten die Gastgeber zehn zusätzliche Punkte. Dazu wurden die Oldenburger im Spielverlauf zu statisch in der Offensive, spielten nur zehn Assists.
Chris Clemons wurde mit 20 Punkten zum Topscorer, kam auf vier Rebounds und drei Assists. Dakarai Tucker erzielte 13 Punkte, Nicholas Tischler erreichte neun Punkte, Michale Kyser kam auf acht Zähler.
Die Oldenburger hatten ohne James Woodard (Fußverletzung) und Tomislav Zubcic (familiäre Gründe) in München antreten müssen und lagen schnell 2:9 zurück. Es war Chris Clemons, der sein Team mit fünf Punkten in Serie in die Partie holte. Ein Dreipunktspiel von Lofton und ein gute herausgespielter Dreier von Tucker verstärkten den Eindruck, dass die EWE Baskets an Sicherheit gewonnen hatten. Acht weitere Zähler von Tucker sorgten für das 20:19 nach zehn Minuten.
Weiterhin trafen die Gäste stark aus der Distanz: Kyser, Tischler und zwei Mal Clemons erhöhten auf 32:24. Bayern jedoch fand zur Spielkontrolle zurück, nutzte Fehler der Oldenburger, um Tempo ins Spiel zu bringen und führte nach 20 Minuten knapp (39:36).
Die leichten, aber doch spürbaren Vorteile der Bayern setzten sich auch im dritten Abschnitt fort. Über einen Dunk von Hinrichs und einen Fastbreak im Alleingang durch Fobbs verkürzten die Oldenburger trotz eines schwachen Starts in das dritte Viertel noch einmal auf 45:49. Auch Stanic setzte Akzente unter dem Korb. Beim Stand von 51:58 nach 30 Minuten bestand noch Hoffnung auf ein Comeback.
Statt des nötigen guten Starts in das dritte Viertel verloren die EWE Baskets jedoch völlig den offensiven Rhythmus, blieben mehrere Minuten ohne Punkte und lagen nach einem 0:9-Lauf 51:67 zurück. Noch einmal bäumten sich die Gäste auf, näher als sieben Punkte kamen die Oldenburger jedoch nicht heran. Es blieb nur der Blick in die anderen Arenen. Chemnitz verlor überraschend in Braunschweig, Trier jedoch drehte die Partie gegen den MBC in der zweiten Halbzeit, verdiente sich die Play-Ins und schob die EWE Baskets auf den elften Platz.