Der Positivlauf der EWE Baskets Oldenburg setzt sich fort: Das 76:73 (36:36) gegen den Tabellendritten ALBA BERLIN ist der vierte Erfolg in Serie in der easyCredit Basketball Bundesliga. Vor 6.200 Zuschauern in der wie gewohnt ausverkauften EWE ARENA gelang es beiden Teams, sich jeweils einmal deutlich abzusetzen – um sich am Ende doch noch ein dramatisches Finale zu liefern. Tomislav Zubcic avancierte mit 15 Punkten zum Topscorer der Hausherren, bei den Gästen erzielte Justin Bean 20 Zähler.
Die EWE Baskets erwischten bei ihrer Rückkehr in die EWE ARENA nach zuvor drei Auswärtssiegen am Stück einen unglücklichen Start. Während sie in der Offensive ihre ersten Würfe vergaben, sammelten die Gäste munter Punkte. 0:10 hieß es nach einem Dunk des ehemaligen Oldenburgers Norris Agbakoko, als Trainer Lazar Spasic seine Mannschaft zur ersten Auszeit bat. Seine Schützlinge hatten sichtlich Probleme mit der intensiven Verteidigung der Berliner; mehrmals gelang es erst kurz vor Ablauf der acht Sekunden, den Ball über die Mittellinie zu transportieren. Mit 20:11 ging der Abschnitt schließlich an ALBA.
Die Sorgen der Hausherren wurden zunächst noch einmal deutlich größer, als Berlin seinen Schwung ungebremst mit ins zweite Viertel nahm und sich schließlich bis auf 29:13 absetzte. Da sich der zuvor exzellent aufgelegte Jonas Mattisseck in der 13. Minute mit seinem zweiten Foul auf die Bank verabschiedete, büßte das Team von Headcoach Pedro Calles, der bis November 2024 Trainer der EWE Baskets war, aber zunächst einen Schlüsselfaktor auf dem Parkett ein. Fortan bestimmten die Oldenburger das Geschehen, legten einen 23:7-Lauf auf das heimische Parkett und glichen dabei dank eines Dreiers von Dakarai Tucker zum Seitenwechsel aus (36:36).
In einer zunehmend emotional geführten Partie ging es im dritten Viertel mit Vorteilen für die EWE Baskets weiter. In der Verteidigung legten sie noch einmal zu und fanden mit guter Ballbewegung mehr und mehr Optionen in der Offensive. Die Gäste suchten vergeblich nach Lösungen: Nach einem Dreier von Nicholas Tischler zum 51:43 (25.) nahm Calles eine Auszeit, auf die ein Dunk von Tischler folgte. Mit 28:14 entschieden die Niedersachsen das Viertel für sich, eine 64:50-Führung war der Lohn für die gesteigerte Intensität.
Eine Vorentscheidung war dieser Vorsprung allerdings mitnichten. Berlin zwang Spasic mit vier schnellen Punkten zur Auszeit nach nur 58 Sekunden, doch jetzt hatte ALBA die Begegnung mit einem Mal fest in der Hand. Die Gäste punkteten munter weiter, kamen zu einem 16:0-Lauf und lagen entsprechend in der 36. Minute wieder in Führung (66:64). Erst nach 5:51 Minuten im Schlussabschnitt erlöste Nicholas Tischler die EWE Baskets per Korbleger. Das Ende war dramatisch, eine 73:69-Führung der Oldenburger konterten die Berliner 21,6 Sekunden vor dem Ende mit dem Ausgleich.
Chris Clemons, zuvor bei sieben Versuchen aus dem Feld ohne Treffer geblieben, legte sich Ball und Gegenspieler zurecht – und traf 0,7 Sekunden vor der Schlusssirene zum 76:73. Jack Kayil wurde in der verbleibenden Zeit keinen guten Wurf mehr los – der vierte Sieg in Folge für die EWE Baskets, die sich mit einer Bilanz von 5-9 endgültig in Richtung Tabellenmittelfeld orientieren, war unter Dach und Fach.