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Spielbericht

ALBA BERLIN - EWE Baskets Oldenburg 79:81

Mit Teamgeist und Moral: EWE Baskets gelingt Überraschung in Berlin

05.04.2026

 Bild: Tilo Wiedensohler / camera4

Boxscore

NR Spieler ESZ PKT 2PM 2PA 3PM 3PA FTM FTA DR OR AS ST TO BS PF

Die EWE Baskets Oldenburg haben sich am 28. Spieltag der easyCredit BBL nach enttäuschenden Wochen für spielerische und defensive Fortschritte belohnt. Beim Tabellenzweiten ALBA BERLIN siegte die Mannschaft von Coach Lazar Spasic nach einem starken Endspurt mit 81:79. Durch den Erfolg liegen die Oldenburger nur einen Sieg hinter dem zehnten Tabellenplatz, konnten sich zudem zusätzliche Luft auf die Abstiegsränge verschaffen. Am Montag (13. April) empfangen die EWE Baskets mit den Rostock Seawolves einen Playoff-Kandidaten in der Großen EWE Arena. Alle Spiele der easyCredit BBL gibt es live nur bei Dyn.

Nach Wochen, in denen die Oldenburger die Geduld ihrer Fans auf eine harte Probe gestellt hatten, zeigten die Gäste in Berlin endlich die notwendige Reaktion. Viele Gespräche, die das Trainerteam um Headcoach Lazar Spasic nach der Niederlage gegen Hamburg individuell und als Team geführt hatte, zeigten Wirkung.

Die EWE Baskets präsentierten sich physisch in der Defensive, erlaubten Berlin nur 40 Prozent Wurfquote. Offensiv bewegten die Gäste den Ball deutlich besser, spielten 19 Assists. Zudem zeigten die EWE Baskets Moral: 68:79 stand es weniger als vier Minuten vor dem Ende. ALBA schien eine zuvor ausgeglichene Begegnung auf die eigene Seite zu ziehen. Die Mannschaft jedoch gab nicht auf, Coach Spasic fand mit der Zonenverteidigung den entscheidenden taktischen Kniff und die Oldenburger verdienten sich mit einem 13:0-Lauf den Sieg.

Brian Fobbs wurde mit 25 Punkten zum Topscorer, sammelte dazu fünf Rebounds und vier Assists. Chris Clemons (7 Assists, 3 Steals) erreichte 20 Punkte, 9 davon im letzten Viertel. Dazu punkteten Seth Hinrichs (11 Punkte, 4 Steals, 3 Rebounds) und Nicholas Tischler (10 Punkte, 6 Rebounds) zweistellig. Filip Stanic kam bei seinem Comeback auf zwei Punkte und fünf Rebounds.

Die EWE Baskets, die neben James Woodard auf den angeschlagenen Tomislav Zubcic verzichten mussten, begannen engagiert, zunächst jedoch ohne offensiven Rhythmus. Berlin sammelte die Rebounds ein, spielte daraus schnell und führte schnell zweistellig (15:5). Weil die Distanzwürfe nicht fallen wollten und Reboundvorteile bei den Gastgebern lagen, stand es nach zehn Minuten 11:20.

Mit Beginn des zweiten Viertels setzten die Gäste ihr hohes Engagement auch in erfolgreiche Offensive um. Ob Fobbs per Dreier, Clemons mit gutem Pass zum Dunk für Kyser oder erneut Fobbs, der für seinen energischen Zug zum Korb mit einem Dreipunktspiel belohnt wurde – die EWE Baskets fanden Balance und mit einem 12:0-Lauf die Führung (26:22). Die Gastgeber antworteten mit einem 12:0-Lauf, die Oldenburger jedoch blieben defensiv aufmerksam, sicherten sich Punkte aus Ballgewinnen und Fastbreaks und waren zur Halbzeit im Spiel (37:41).

Das dritte Viertel verlief ausgeglichen. Fobbs und Clemons setzten offensiv Akzente. Die EWE Baskets, bei denen der Distanzwurf ungewöhnlich selten fiel, attackierten den Korb. Nach 30 Minuten stand ein knapper Rückstand (60:62).

Als die Gäste unter dem Berliner Druck Mitte des letzten Viertels kurz die Ballbewegung vernachlässigten und Roberts für ALBA dominierte, schien das Spiel aus den Händen zu gleiten (68:79). Die Oldenburger jedoch fanden den richtigen taktischen Kniff, stellten auf Zonenverteidigung um und brachen damit die Offensive der Gäste. Per Dreier verkürzte Clemons auf 75:79. Es war spürbar, dass die Mannschaft an den Sieg glaubte. Aus starker Ballbewegung generierten die EWE Baskets zunächst den Anschluss durch Hinrichs, bevor Clemons 17 Sekunden vor dem Ende den schweren Dreier zur Führung verwandelte (80:79). Im Anschluss stoppte die Mannschaft von Lazar Spasic die Berliner, Fobbs griff sich den Rebound, der so wichtige Sieg war gesichert.

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Lazar Spasic: (Headcoach EWE Baskets Oldenburg):  „Hinter uns liegen wirklich schwierige sechs Wochen – wir hatten viele Verletzungsprobleme und auch die Stimmung hat darunter gelitten. In den letzten Tagen haben wir aber teamintern viele gute Gespräche geführt und heute als Mannschaft eine starke Reaktion gezeigt. Wir haben endlich wieder physisch agiert und wenn wir so spielen, können wir jedes Team schlagen – egal ob zuhause oder auswärts. Ich hoffe, dass wir diesen Weg weiter beschreiten können und in der Tabelle wieder nach oben klettern. ALBA wünsche ich für das wichtige BCL-Spiel am Mittwoch alles Gute."

Pedro Calles: (Headcoach ALBA BERLIN): „Gratulation an Oldenburg zum Sieg. Wir sind gut ins Spiel gestartet, haben dann aber im weiteren Verlauf etwas den defensiven Fokus verloren. Dazu kamen die vielen Turnover in der zweiten Hälfte. Der 13:0-Lauf der Oldenburger am Ende hat uns dann das Spiel gekostet, auch weil wir offensiv kein Mittel mehr gegen die Oldenburger Zonenverteidigung gefunden haben."