Deutlich ersatzgeschwächte EWE Baskets Oldenburg haben ihren Erfolgslauf in der easyCredit BBL nicht fortsetzen können. Mit der deutlichen 72:101 Niederlage bei ratiopharm ulm verpassten die Oldenburger zudem eine geglückte Generalprobe für das BMW TOP FOUR. Im Halbfinale des Pokalwettbewerbs trifft die Mannschaft von Lazar Spasic am Samstag (19 Uhr) in München auf ALBA BERLIN.
Den EWE Baskets gelang es in Ulm nicht, den personellen Ausfällen zu trotzen. Obwohl Michale Kyser und Dakarai Tucker es im Warm Up versuchten, kam das Duo schließlich wie Filip Stanic angeschlagen nicht zum Einsatz. Bei allen drei Spielern bleibt es abzuwarten, ob sie beim TOP FOUR im Kader stehen können. James Woodard hingegen, der Anfang der Woche Vater wurde, reist nach München nach.
Spürbar wurden die Ausfälle vor allem unter dem Korb, so verloren die Oldenburger das Reboundduell mit 31:47, gaben 20 Offensivrebounds ab und erlaubten Ulm 24 Punkte aus zweiten Chancen. Gleichzeitig erzielten die EWE Baskets nur 16 Punkte in der Zone, verwandelten nur 29 Prozent der Wurfversuche aus Nah- und Mitteldistanz.
Chris Clemons zeigte eine überragende Partie, erzielte 37 Punkte und traf acht von zwölf Wurfversuchen aus der Distanz. Zusätzlich kam jedoch nur noch Nicholas Tischler (10 Punkte, 3 Rebounds) auf eine zweistellige Ausbeute.
Besonders im ersten Viertel hatten die Oldenburger große Probleme, sich auf die veränderte Formation, Ralph Hounnou und Joel Harms begannen gar in der Starting Five, einzustellen. Sieben Ballverluste erlaubten sich die Gäste, fanden keinen Rhythmus und lagen schnell 2:11 zurück. Über bekannte Plays im Post gewann das Team etwas Sicherheit, Ulm jedoch lief aus allen Bereichen heiß, setzte sich mit einem 18:0-Lauf auf 31:8 ab.
Nun fanden die EWE Baskets langsam Zugriff auf die Partie, fanden größere Sicherheit in der Offensive. So traf Hounnou aus der Distanz zum 23:42. Dennoch standen die Gäste zur Halbzeit erst bei drei Assists, bewegten den Ball nicht mit dem gewohnten Rhythmus. Weil es ohne die beiden etatmäßigen Center nicht gelang, die Zone und das Rebounding zu kontrollieren, war der Rückstand zur Halbzeit weiterhin bei 20 Punkten.
Das dritte Viertel gehörte dann Chris Clemons, der aus allen Positionen heiß lief und im Alleingang dafür sorgte, dass die Gäste nicht noch deutlicher in Rückstand gerieten. Es war höchst spektakulär, was der Spielmacher, der 20 der 23 Oldenburger Punkte erzielte, auf das Parkett zauberte. Allein: Die EWE Baskets konnten die Ulmer nicht stoppen und den Rückstand so nicht verkürzen.
Früh im letzten Abschnitt war die Begegnung entschieden, der Blick ging in Richtung Kräfteschonung für das TOP FOUR in München. Dort gilt es am Samstag gegen Berlin.