Umjubeltes Happy End nach schwierigen 30 Minuten: Drei Viertel lang hatten die EWE Baskets Oldenburg zum Abschluss der Hinrunde in der easyCredit Basketball Bundesliga ihre liebe Mühe mit den NINERS Chemnitz, bevor sie im Schlussabschnitt die Rakete zündeten. Die Gastgeber verwandelten hier einen 59:63-Rückstand in einen 89:72-Sieg und sorgten in der mit 6.200 Zuschauern zum 54. Mal in Folge ausverkauften großen EWE ARENA für eine stimmungsvolle Atmosphäre.
Der verdiente Erfolg, bei dem Brian Fobbs mit 18 Punkten zum Topscorer avancierte, war doppelt wertvoll, denn er gelang gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die begehrten Postseason-Plätze. Durch den Sieg zogen die Oldenburger mit den Chemnitzern nach Punkten gleich und haben endgültig Tuchfühlung aufgenommen mit den Play-In-Plätzen. Nach einem Saisonstart mit 1:9 Siegen haben die Schützlinge von Trainer Lazar Spasic ihre Bilanz inzwischen auf 7-10 deutlich verbessert.
Während die NINERS auf Kaza Kajami-Keane, John Newman III und Amadou Sow verzichten mussten, kehrte bei den EWE Baskets Filip Stanic nach seiner Zerrung zurück in den Kader. Der Start in die Partie gelang zunächst den Oldenburgern deutlich besser, als sie sich unter anderem dank eines Dreiers von Geburtstagskind James Woodard und eines sehenswerten Alley-oop-Dunks von Michale Kyser bis auf 17:7 absetzten und Gästetrainer Rodrigo Pastore zu einer ersten Auszeit zwangen. Im Anschluss präsentierten sich die Gäste deutlich verbessert und übernahmen Schritt für Schritt das Kommando. Bis zum Ende des Viertels glichen sie zum 23:23 aus.
Und auch in den zweiten zehn Minuten setzten die Chemnitzer die Akzente, ließen sich ihren Rhythmus auch nicht durch eine Spasic-Auszeit nehmen und lagen nach einem 35:13-Zwischensprint mit 42:30 vorn. Bis zur Halbzeitsirene hielten die Hausherren den Schaden allerdings im überschaubaren Bereich (39:47), sahen sich aber mit jeweils drei Fouls gegen Chris Clemons und den Ex-Chemnitzer Nicholas Tischler konfrontiert. Nicht nur die zu diesem Zeitpunkt schwache Ausbeute aus der Distanz (2/11) lieferte Headcoach Spasic einiges an Gesprächsmaterial für die dringend notwendige Pause.
Im dritten Viertel waren die EWE Baskets deutlich sichtbar bemüht, mit intensiverer Verteidigung das gegnerische Spiel entschlossen zu stören. Das gelang tatsächlich, sodass kluge offensive Ideen und gleichzeitige Stopps in der Defense das Ergebnis weiter verknappten. Tomislav Zubcic stellte per Layup zum Ende des Viertels auf 59:63 und sorgte unter den heimischen Fans für wachsenden Optimismus, einen kniffeligen Abend doch noch zu einem positiven Ende zu bringen.
Und eben das sollte gelingen. Die Fans waren aufgrund der einen oder anderen undurchsichtigen Situation auf dem Spielfeld endgültig auf Betriebstemperatur, während ihre Mannschaft den Schlüssel für einen Erfolg gefunden hatte. Die Defensive war nun auf Topniveau, die Offensive rollte über die NINERS hinweg – und die notwendige Physis sorgte dafür, dass die verzweifelten Versuche der Gäste, die Begegnung noch einmal auf ihre Seite zu ziehen, ungerührt an den EWE Baskets abprallten. Zwei spektakuläre Alley-oop-Anspiele auf Michale Kyser und ein weiteres auf Tischler waren schließlich die optischen Höhepunkte in einem beeindruckenden letzten Viertel, mit dem die Oldenburger ihre Aussichten für die zweite Hälfte der regulären Saison deutlich verbesserten.
Weiter geht es für die EWE Baskets am kommenden Freitag, 30. Januar, um 20 Uhr beim SYNTAINICS MBC. Dyn überträgt wie gewohnt live. Das nächste Heimspiel steht dann erst am Samstag, 14. Februar, um 20 Uhr gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg an.