Mit einem starken letzte Viertel (28:12) haben die EWE Baskets Oldenburg sich einen eminent wichtigen Erfolg in der easyCredit Basketball Bundesliga gesichert. Bei den SKYLINERS in Frankfurt siegte das Team von Headcoach Lazar Spasic schließlich mit 79:73, verteidigte den zehnten Tabellenplatz. Bereits am Mittwoch (18.30 Uhr) sind die Oldenburger bei Science City Jena gefordert. Alle Spiele der easyCredit BBL seht ihr live bei Dyn.
30 Minuten wirkte das Bemühen der EWE Baskets, gegen einen direkten Konkurrenten einen Schritt in Richtung Play-Ins und Playoffs zu machen, zäh und vor allem offensiv ohne Rhythmus. An einem Tag, an dem die starken Scoring-Guards lange nicht zu ihrem Spiel fanden, bewiesen die Oldenburger jedoch Resilienz, gaben auch nach einem zweistelligen Rückstand nicht auf und belohnten sich mit einem starken letzten Viertel. Dort fielen vier der insgesamt nur fünf Dreier der Gäste, die zudem besser verteidigten und den Weg an die Freiwurflinie erzwangen.
Insgesamt mussten die EWE Baskets einen ungewöhnlichen Weg zum Erfolg finden. Während Chris Clemons und Brian Fobbs lange keinen Rhythmus fanden, waren es Michale Kyser (16 Punkte, 8 Rebounds) und Tomislav Zubcic (16 Punkte, 6 Rebounds), die Verantwortung übernahmen. Vor allem im letzten Abschnitt waren dann auch Brian Fobbs (14 Punkte, 3 Rebounds, 3 Assists) und Nicholas Tischler (14 Punkte, 6 Rebounds, 3 Steals), die das Team anführten.
Die EWE Baskets, die weiterhin auf Filip Stanic und James Woodard verzichten mussten, zudem Seth Hinrichs mit Magenproblemen nur knapp zwei Minuten spielte, begannen mit einer veränderten Starting Five, Tucker, Lofton und Zubcic standen neben Clemons und Kyser zu Spielbeginn auf dem Parkett. Zünden wollte diese Formation zunächst jedoch nicht. Auf beiden Seiten begann das Spiel zerfahren, die ersten sieben Oldenburger Würfe fanden das Ziel nicht. Tomislav Zubcic aus dem Post erwies sich als die erste verlässliche Option (5:4), die auch im Spielverlauf immer wieder funktioniert. Gleichwohl waren es hart erkämpfte Punkte, wie nach Offensivrebound von Schroeder, die das Team auf das Scoreboard brachten.
11:18 stand es nach zehn Minuten und die Begegnung glitt noch weiter aus den Händen. Offensiv fiel in der gesamten ersten Halbzeit kein Distanzwurf, defensiv sorgte Pape immer wieder für Probleme. Bis auf 13 Punkte wuchs der Rückstand (23:36), bevor die EWE Baskets über Offensivrebounds und den starken Kyser Schadensbegrenzung betrieben und zur Halbzeit auf sieben Punkte verkürzten.
Die ersten Akzente im dritten Viertel setzten die Gastgeber: Einem Dreier von Pape ließ Johnson einen krachenden Dunk folgen. Dennoch wirkten die Gäste präsenter, verwandelten durch Zubcic den ersten Dreier und kämpften sich über Freiwürfe auf 51:53 heran. Kleine Nachlässigkeiten und ausgelassene Chancen verhinderten die Wende und nach einem Dreier von Zeeb und einem 0:11-Lauf war der Rückstand kurz nach Beginn des letzten Viertels wieder bei 13 Punkten.
Die EWE Baskets jedoch zeigten Moral, fanden plötzlich den Distanzwurf und kamen über Dreier von Clemons, Tischler und Fobbs heran (62:64). Statt jedoch weiter den Erfolg weiter von der Dreierlinie zu suchen, verließen sich die Gäste auf die Defensive. Clemons und Tischler kamen jeweils nach Ballgewinnen im Fastbreak zum Erfolg. Frankfurt kam kaum noch in die gewünschten Plays und Abschlusssituationen, während die Oldenburger den Weg an die Freiwurflinie fanden und dort in Führung gingen. Für den entscheidenden Moment sorgte Nicholas Tischler, der sich 25 Sekunden vor dem Ende den Offensivrebound sicherte und von der Freiwurflinie auf vier Punkte Vorsprung erhöhte.