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Spielbericht

EWE Baskets Oldenburg - Veolia Towers Hamburg 77:96

Bittere Niederlage: EWE Baskets unterliegen Hamburg deutlich  

01.04.2026

 Bild: Ulf Duda

Boxscore

NR Spieler ESZ PKT 2PM 2PA 3PM 3PA FTM FTA DR OR AS ST TO BS PF

Die EWE Baskets Oldenburg haben in der easyCredit Basketball Bundesliga einen weiteren herben Rückschlag erlitten. Vor 6.335 Zuschauern in der wie gewohnt ausverkauften großen EWE ARENA unterlagen die Niedersachsen den Veolia Towers Hamburg deutlich mit 77:96 und kassierten dabei die inzwischen vierte Niederlage in Folge. Leonard Thorpe avancierte bei den Gästen mit 27 Punkten zum Topscorer des Abends, bei den Oldenburgern führte Chris Clemons mit 14 Zählern ein Sextett an, das zweistellig punktete.

 

Viel Zeit für Verbesserungen bleibt nicht, denn bereits am Sonntag, 5. April, sind die EWE Baskets erneut gefordert: Am 28. Spieltag gastieren sie ab 15 Uhr in der Uber Arena bei ALBA BERLIN um den Ex-Oldenburger Norris Agbakoko. Dyn überträgt die Partie wie gewohnt live, Arne Malsch kommentiert aus der Hauptstadt.

 

Mit einer veränderten Starting Five gingen die EWE Baskets in das wichtige Duell mit den Gästen aus Hamburg: Kyle Lofton, Brian Fobbs, Nicho Tischler, Tomislav Zubcic und Michale Kyser standen von Beginn an auf dem Parkett, Chris Clemons verblieb zunächst auf der Bank. Nach einem offensivgeprägten Start, in dem beide Teams mit guten Wurfquoten überzeugten, übernahmen zunehmend die Towers mit den ehemaligen Oldenburgern Niklas Wimberg und Kenny Ogbe das Kommando. Ein furioser 18:0-Lauf sorgte für Jubel in den eigenen Reihen und Entsetzen beim heimischen Publikum. Nur dank einer kurzen ordentlichen Phase hielten die Hausherren den Schaden – bedingt – in Grenzen (13:26).

 

Zu kurz fielen in der Folge die guten Momente auch im zweiten Viertel aus, in das Oldenburg zwar solide mit fünf Punkten von Clemons startete, dann aber die Kontrolle endgültig verlor. Hamburg fand stets passende Antworten, so ließ Ogbe nach einem Dreier von Fobbs unmittelbar einen eigenen Treffer aus der Distanz folgen. Nachdem Seth Hinrichs beim letzten Wurf vor dem Gang in die Kabinen geblockt wurde, begleitete verständlicher Unmut des Publikums das Team vom Parkett. 35:58: ein niederschmetternder Zwischenstand.

 

Mit Beginn der zweiten Halbzeit schickte Headcoach Lazar Spasic Ralph Hounnou auf das Parkett. Der 24-Jährige bestach direkt mit großer Energie und weckte offenkundig auch bei seinen Kollegen den Willen, sich gegen die drohende Schmach zu wehren. Fraglos waren viele Phasen des dritten Viertels ein echtes Lebenszeichen, allerdings war das in der Gesamtbetrachtung des Abends viel zu wenig. So sorgte das 59:66 zwar für ein deutliches Plus in Sachen Stimmung auf den Rängen, doch die große Wende fand bis zum Ende des Abschnitts nicht statt (62:71). In den Köpfen der Spieler und Fans blieb eine Frage hängen: Was wäre möglich gewesen, wenn Dakarai Tucker seinen Dreier aus der Ecke in letzter Sekunde getroffen hätte?

 

Den Ausgang eines Spiels entscheidet allerdings nicht der Konjunktiv, sondern das reale Geschehen auf dem Parkett. Und dort lieferten die finalen zehn Minuten des Abends nur zu Beginn einen ausgeglichenes Austausch an Punkten, bevor die Veolia Towers spätestens mit dem 87:70 die ohnehin nur noch minimalen Restzweifel an ihrem Auswärtssieg beseitigten. Die EWE Baskets, die erneut ohne die verletzten Filip Stanic und James Woodard antraten, mussten eine verdiente Niederlage akzeptieren, die es nun rasch aufzuarbeiten gilt. Die nächste Hürde bei ALBA – nach dem Hinspiel und dem Pokalhalbfinale markiert die Partie das dritte Aufeinandertreffen in dieser Saison – ist zweifelsohne eine hohe.

 

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PL TEAM PKT

Nächstes Spiel

So, 05.04.2026, 15:00 Uhr
ALBA BERLIN vs. EWE Baskets Oldenburg

Stimmen zum Spiel

Lazar Spasic (Headcoach EWE Baskets Oldenburg): “Glückwunsch an Hamburg, sie waren in allen Bereichen des Spiels die bessere Mannschaft. Wir haben nur im dritten Viertel wie eine Mannschaft ausgesehen, als wir angefangen haben, Defense zu spielen und physisch zu sein. Zehn Minuten waren in Ordnung und das war alles. Wir müssen reden, einige Dinge ausmerzen und einen Weg finden, wieder zu unserer Spielweise zu finden.“

Benka Barloschky (Headcoach Veolia Towers Hamburg): “Wir sind natürlich unfassbar glücklich über den Sieg. Ich habe sehr großen Respekt vor Oldenburg. Das ist hier eine unglaublich schwere Halle, Oldenburg hat sehr viel individuelle Qualität und kann an jedem Tag sehr gut werden. Wir haben sie heute in der ersten Halbzeit nicht ins Spiel kommen lassen, haben den Sturm im dritten Viertel überlebt, haben im letzten Viertel wieder zum Spiel gefunden und am Ende souverän gewonnen. Das ist ein großer Schritt in der Entwicklung der Mannschaft!“