Umjubelter Start in den Doppelspieltag: Die EWE Baskets Oldenburg setzten sich am Freitagabend in der easyCredit Basketball Bundesliga gegen die Telekom Baskets Bonn durch. Beim 98:94 avancierte Chris Clemons mit 24 Punkten zum Topscorer in einer offensivfreudigen Begegnung, in der zudem Nicholas Tischler mit einem neuen persönlichen BBL-Bestwert auf 21 Punkte kam und Brian Fobbs 20 Zähler erzielte. 6.335 Zuschauer sorgten für eine erneut ausverkaufte große EWE ARENA, deren Kapazität zuletzt um 135 zusätzliche Stehplätze erweitert worden war.
Die Partie war gerade einmal 14 Sekunden alt, als sie nach Punkten des Bonners Jeff Garrett zum ersten Mal unterbrochen wurde. Das allerdings geschah aus einem erfreulichen Grund: Beim ersten Teddy-Toss der Clubgeschichte flogen Hunderte Plüschtiere auf das Parkett, die nun an eine karitative Institution weitergegeben werden. In der Folge waren es zunächst die Gäste, die mit der Empfehlung des dritten Tabellenplatzes nach Oldenburg gereist waren. Die Rheinländer ließen das Spielgerät temporeich durch die eigenen Reihen laufen und stellten die EWE Baskets vor größere Probleme. Das zwischenzeitliche 5:13 markierte schließlich den höchsten Rückstand der Hausherren, die sich bis zur ersten Viertelpause allerdings bis auf 20:22 heranarbeiten konnten.
Bis zur 14. Minute lagen die Gäste in Front, dann allerdings erhöhten die Schützlinge von Headcoach Lazar Spasic zunehmend die Intensität in der Verteidigung und zwangen Bonn zu einigen schlechten Entscheidungen. Vor allem Chris Clemons und Brian Fobbs sorgten für Begeisterung auf den Rängen, mit ihren Treffern aus der Distanz hatten sie großen Anteil daran, dass die EWE Baskets beim Gang in die Kabinen eine 50:48-Führung auf der Anzeige des neuen Videowürfels unter dem Arenadach betrachten durften. Bemerkenswert war derweil die Treffsicherheit der Bonner aus dem Zwei-Punkte-Bereich: 16 von 17 Versuchen hatte die Mannschaft von Trainer Marko Stankovic in der ersten Halbzeit im Oldenburger Korb versenkt.
Im dritten Viertel wurde es emotional, als die EWE Baskets sich mit einem 0:8-Lauf der Gäste konfrontiert sahen und in dieser Phase nicht mit allen Entscheidungen auf dem Parkett einverstanden waren. Der Rückenwind durch die nun überaus lautstarke Kulisse zeigte Wirkung: Die Oldenburger zeigten sich gleichermaßen angestachelt wie beflügelt und rissen die Partie mit einem 9:0-Lauf an sich. Ein 73:69 zum Ende des Abschnitts war der Lohn der Mühen. Mit Blick auf den Statistikbogen fielen nach 30 Minuten vor allem zwei Vergleiche auf: Die Gastgeber trafen exzellent aus der Distanz (10/17), die Bonner deutlich zu wenig (5/25). Dafür waren die Telekom Baskets bei den Rebounds überlegen: 30:16 lautete die Bilanz aus ihrer Sicht.
Im Schlussviertel setzten die EWE Baskets den Trend aus der Distanz munter fort, insbesondere der Ex-Bonner Brian Fobbs hatte sichtlich Spaß von der Dreierlinie: Sein Treffer zum 84:72 (35.) war sein sechster erfolgreicher Versuch. In der entscheidenden Phase des Abends probierten die Bonner zwar noch einmal alles, um die Angelegenheit in ihre Richtung zu drehen, doch die Oldenburger brachten den wichtigen Sieg – samt direktem Vergleich – im Rennen um die Postseason nach Hause.
Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht: Bereits an diesem Sonntag, 8. März (18 Uhr), treffen die EWE Baskets in der großen EWE ARENA auf RASTA Vechta. Mit einem Sieg könnten die Oldenburger ihre Bilanz auf 22:22 Punkte ausgleichen und ihre Ambitionen, die Saison über die reguläre Saison hinaus zu verlängern, deutlich untermauern. Es gibt noch wenige Resttickets im Vorverkauf, die Partie wird zudem live bei Dyn übertragen – Arne Malsch kommentiert.