Die Erfolgsserie der EWE Baskets Oldenburg in der easyCredit Basketball Bundesliga geht ungebremst weiter: Am Samstagabend setzte sich die Mannschaft von Headcoach Lazar Spasic mit 91:84 (47:41) gegen den SYNTAINICS MBC durch und feierte vor 6.200 Zuschauern, denen kurz vor Tipoff die Vertragsverlängerung mit James Woodard bis Saisonende präsentiert worden war, den fünften Erfolg am Stück. Nicholas Tischler avancierte dabei mit 19 Zählern zum Topscorer der Hausherren, bei denen gleich fünf Spieler zweistellig punkteten. Bei den Gästen, die zum fünften Mal in Folge in der Liga als Verlierer vom Parkett gingen, beeindruckte Spencer Reaves mit 27 Punkten.
Die vorangegangenen vier Siege in Folge hatten bei den Oldenburgern für eine große Portion Selbstbewusstsein gesorgt, entsprechend optimistisch startete das Team in die Aufgabe gegen die Gäste aus Sachsen-Anhalt. Colin Schroeder war wie schon zuvor gegen ALBA in die Startformation aufgerückt, während nicht nur der seit Langem verletzten Kyle Lofton aussetzen musste, sondern auch Filip Stanic (Zerrung). Beide Teams starteten mit hohem Engagement in die Begegnung, fanden aber zunächst nicht den optimalem Rhythmus. Für die optischen Highlights sorgten im ersten Viertel die EWE Baskets mit zwei sehenswerten Alley-oop-Dunks, bei denen jeweils Seth Hinrichs seinen Teamkollegen Michale Kyser präzise bediente. 23:18 hieß es nach zehn Minuten.
Im zweiten Viertel erspielten sich die Oldenburger phasenweise Vorteile, die sie bis zur 16. Minute kurzfristig auf zehn Zähler davonziehen ließen (42:32). Insbesondere ein Akteur des SYNTAINICS MBC, bei dem RJ Gunn und Khyri Thomas fehlten, hatte allerdings einiges dagegen, zu diesem frühen Zeitpunkt vorentscheidend in Rückstand zu geraten: Spencer Reaves. Der Guard traf in kurzer Zeit zwei Dreier und sorgte dafür, dass die Partie aus Weißenfelser Sicht knapp blieb (41:47).
Headcoach Spasic hatte in der Halbzeitpause durchaus Themen, die angesprochen werden mussten, denn die Gefahr, ein Ende der Siegesserie zu erleben, war spürbar. Tatsächlich kamen die EWE Baskets fokussierter aus der Kabine, profitierten zunächst von zwei Distanztreffern durch den erneut glänzend aufgelegten Nicholas Tischler und bauten ihren Vorsprung Stück für Stück aus. Ein zwischenzeitlicher 12:0-Lauf entzückte die Oldenburger Fans, kurz vor Ende des dritten Viertels war die höchste Führung der Hausherren erreicht (67:48). Ein Dreier von – natürlich – Reaves (zu diesem Zeitpunkt sein sechster bei sieben Versuchen) sorgte für einen Stimmungsaufheller bei der Mannschaft von Trainer Marco Ramondino, allerdings war der Rückstand vergleichsweise deutlich (58:71).
Alles unter Kontrolle also aus Oldenburger Sicht? Keinesfalls, wie der Verlauf des vierten Viertels zeigen sollte. Zwar riss ein weiterer Alley-oop-Dunk, diesmal von Topscorer Tischler, die Fans von ihren Sitzen, doch die Weißenfelser waren in der Folge mit spürbar mehr Rückenwind unterwegs. Zwei Auszeiten innerhalb kurzer Zeit seitens Spasic waren notwendig, doch selbst die zielgerichtete Ansprache seines Personals brachte die EWE Baskets zunächst noch nicht wieder in die Spur. 77:72 lagen sie in der 36. Minute noch vorn, nach einem Dreier des starken Akeem Vargas (10 Punkte) hieß es nur noch 81:77 – die Partie hatte ein aus Oldenburger Sicht unangenehmes Maß an Spannung erreicht. Am Ende brachten sie den Sieg dann aber doch über die Ziellinie und verbesserten ihre Bilanz auf 6-9; der Anschluss ans Tabellenmittelfeld ist geschafft.
Weiter geht es für die EWE Baskets am Freitag, 16. Januar (20 Uhr), bei den MLP Academics Heidelberg. Alle Spiele der easyCredit BBL und im BBL Pokal gibt es live nur bei Dyn.