Die EWE Baskets Oldenburg sind an diesem Sonntag, 5. April, in der easyCredit Basketball Bundesliga ab 15 Uhr bei ALBA BERLIN gefordert. Nach dem Hinspiel und dem Halbfinale beim BMW TOP FOUR ist es bereits das dritte Aufeinandertreffen der beiden Clubs in der laufenden Saison. Dyn überträgt wie gewohnt live, Arne Malsch meldet sich ab 14:45 Uhr aus der Hauptstadt.
Höchst unterschiedlich verliefen die vorangegangenen Aufeinandertreffen. Im Hinspiel feierten die Oldenburger dank eines Dreiers von Chris Clemons einen 76:73-Erfolg, der inmitten eines Aufwärtstrends nach dem Trainerwechsel lag; es war Anfang Januar der vierte Sieg in Folge. Ernüchterung herrschte derweil nach dem Pokal-Halbfinale, als die EWE Baskets beim 78:98 gegen ALBA chancenlos waren. In der Folge gingen fünf von sieben Spielen in der Liga verloren.
In der Tabelle liegen die Rivalen weit auseinander. Berlin ist mit 19:7-Siegen Zweiter hinter München, die Oldenburger (11:16-Siege) gehen als 14. des Klassements in den Spieltag. Zwar weisen sie aktuell nur zwei Niederlagen mehr auf als Chemnitz auf dem letzten Play-In-Platz, allerdings auch nur vier Siege mehr als Heidelberg auf einem Abstiegsrang. Immerhin sieben Spiele stehen für die Niedersachsen in der regulären Saison noch an.
Berlin hat sich in der laufenden Saison in allen Wettbewerben als höchst ambitioniert gezeigt, denn nicht nur in der easyCredit BBL mischt der Club aus der Hauptstadt unter den Besten mit. Im Pokal erreichten die Schützlinge des ehemaligen Oldenburger Trainers Pedro Calles durch den Sieg über Oldenburg das Finale (wo sie gegen Bamberg knapp unterlagen), in der Basketball Champions League stehen sie im Viertelfinale und kämpfen gegen Unicaja Malaga um den Einzug ins Final Four in Badalona. Im ersten Spiel der „Best-of-Three-Serie“ gab es eine 69:72-Niederlage, die Chance auf den Ausgleich bietet sich am kommenden Mittwoch in Berlin.
Headcoach Calles setzt auf einen tief besetzten Kader, in dem zahlreiche Spieler Verantwortung übernehmen können und aus dem kein Akteur übermäßig herausragt. Topscorer ist der nach einer längeren Handverletzung zurückgekehrte Isländer Martin Hermannsson (13,3 PPG), der dem Team mit viel Umsicht eine große Portion Struktur verleiht. Im Schnitt zweistellig punkten zudem Jack Kayil (12,0), Justin Bean (11,4) und Malte Delow (10,0).
Aber auch hinter diesem Quartett lauert viel Qualität: Moses Wood, der langjährige Oldenburger Center Norris Agbakoko, Defensivspezialist Jonas Mattisseck, Sam Griesel, Alex O’Connell, J’Wan Roberts oder der Ex-Oldenburger Bennet Hundt sorgen dafür, dass ALBA viel rotieren kann, ohne einzelne Akteure mit zu viel Spielzeit zu überlasten. Wer jeweils in der Starting Five steht, lässt sich schwerlich prognostizieren, denn auch in dieser Hinsicht tauscht Calles munter durch. Einzig Mattisseck, der in 25 von 26 Spielen zur Startformation gehörte, steht eigentlich immer zu Beginn der Partie auf dem Parkett.
Ob den Oldenburgern, die unter der Woche daheim gegen Hamburg mit 77:96 unterlagen, am Ostersonntag bei ALBA, das seinen Fokus aktuell natürlich auch auf das internationale Geschäft richtet, ein Überraschungscoup glücken kann? Der vorerst letzte Sieg in Berlin gelang 2021 beim 89:81.