Zwei Spieltage vor dem Ende der regulären Saison in der easyCredit Basketball Bundesliga haben die EWE Baskets Oldenburg noch immer die Chance auf die Qualifikation für die Play-Ins. Um diesem Ziel weitere Nahrung zu geben, ist ein Heimsieg am Freitag, 8. Mai (20 Uhr, große EWE ARENA), gegen die Basketball Löwen Braunschweig notwendig. Wenige Eintrittskarten gibt es im Online-Vorverkauf, Dyn überträgt ab 19:45 Uhr live.
Dass die Oldenburger (Bilanz 15-17) noch immer im Rennen um die Postseason sind, haben sie vor allem einer herausragenden Phase zu verdanken, die mit dem Hinspiel in Braunschweig begann: Das überzeugende 93:68 war der Start zu einer Serie von acht Siegen aus neun Spielen. Diese Entwicklung führte die EWE Baskets aus den Tiefen des Tabellenkellers heraus, und auch aktuell zeigt der Trend nach oben: Auf eine ärgerliche Schwächephase mit vier Niederlagen am Stück folgten zuletzt vier Siege aus den vergangenen fünf Partien.
Für die Basketball Löwen, in der Vorsaison noch Hauptrunden-Dritter, ist die Situation derweil noch deutlich prekärer. Mit einer Bilanz von 9-23 weisen die Braunschweiger zwei Siege Rückstand auf den rettenden 16. Platz auf, den vor den beiden verbleibenden Hauptrundenspielen Science City Jena einnimmt (11-21). Die Rechnung ist – mit einer Einschränkung – einfach: Verlieren die Löwen in Oldenburg, ist der sportliche Abstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA besiegelt. Der K.-o.-Schlag könnte sie allerdings auch schon am Abend vor der Partie ereilen: Falls Jena in Heidelberg siegt, sind die Braunschweiger nicht mehr zu retten. Es wäre ein herber Rückschlag für die Südost-Niedersachsen, bei denen Welt- und Europameister Dennis Schröder als Hauptgesellschafter engagiert ist.
Im Verlauf der Saison haben die Verantwortlichen um Geschäftsführer und Sportdirektor Nils Mittmann einiges unternommen, um dem drohenden Gang in die Zweitklassigkeit zu entgehen. Anfang Februar trennte sich der Club von seinem griechischen Headcoach Kostas Papazoglou, nach einer kurzen Interimsphase unter Regie von Liviu Calin übernahm schließlich der Spanier Ramon Diaz. Während das Team in der easyCredit BBL von Saisonbeginn an unter Druck stand, war im BBL Pokal nach dem Achtelfinale Schluss (64:99 in München). Im FIBA Europe Cup kamen die Löwen mit einer Bilanz von 3-3 nicht über die Gruppenphase hinaus.
Und auch im Kader sollten Nachverpflichtungen die Wende einleiten: Nacheinander wurden Center Simi Shittu sowie die Guards Kaza Kajami-Keane und Bryant Crawford nach Braunschweig geholt, derweil Grant Sherfield den Club verließ. Die Löwen setzten in den vergangenen Wochen tatsächlich zu einem energischen Endspurt an, vier der vergangenen sechs Spiele wurden gewonnen (davor setzte es allerdings 13 Niederlagen in 14 Partien).
Offensiv geben vier Spieler den Ton an: Crawford (15,3 PPG), Shittu (14,3), David N’Guessan (13,7) und Kajami-Keane (13,4) kommen im Schnitt auf zweistellige Punktezahlen. Wertvolle Beiträge leisten unterdessen drei deutsche Akteure mit jeweils mindestens fünf Punkten pro Partie: Ferdinand Zylka, Joshua Obiesie und Benny Schröder. Schmerzhaft sind für die Schützlinge von Ramon Diaz die verletzungsbedingten Ausfälle von Barra Njie (9,6 PPG) und Luka Scuka (9,2).
Derweil wird den Oldenburgern auch am Freitag James Woodard aufgrund einer Verletzung fehlen. Der US-Amerikaner wird die Partie entsprechend von hinter der Bande verfolgen. Das wiederum bleibt Srdjan Klaric, Geschäftsführer Sport, genau wie schon in Trier verwehrt: Mit drei gebrochenen Rippen und einer Schulterverletzung nach einem Unfall muss er sich weiterhin zu Hause auskurieren.