Die kurze Unterbrechung im Pflichtspielprogramm der EWE Baskets Oldenburg endet an diesem Samstag, 14. Februar, mit einem wichtigen Auftritt vor heimischem Publikum. Um 20 Uhr ist Tipoff zur Partie gegen einen direkten Tabellenkonkurrenten, die MHP RIESEN Ludwigsburg; am Donnerstag waren nur noch wenige Resttickets im Vorverkauf verfügbar. Wer keine Karte mehr abbekommt, kann das Spiel dennoch verfolgen: Alle Spiele der easyCredit BBL und im BBL Pokal werden live bei Dyn übertragen.
Am vergangenen Wochenende waren die EWE Baskets spielfrei, während die MHP RIESEN daheim gegen die BMA365 Bamberg Baskets gefordert waren. Die Mannschaft des finnischen Headcoaches Mikko Riipinen musste sich nach zwischenzeitlichem 30-Punkte-Rückstand schließlich mit 74:86 geschlagen geben. Die Barockstädter gehen folglich als Tabellenneunter mit 20:16 Punkten in den Spieltag, die EWE Baskets als Elfter mit 16:20. Allein dieser Fakt unterstreicht die Bedeutung des Aufeinandertreffens in der großen EWE ARENA, in der hoffentlich viele Fans unter dem Motto #OLinGELB in der entsprechenden Farbe ihr Team unterstützen.
Die Unterstützung von den Rängen ist gewiss notwendig. Denn auf dem Parkett dürfte den Oldenburgern eine große Herausforderung ins Haus stehen, schließlich ist der Ludwigsburger Kader hochwertig und tief besetzt. An erster Stelle zu nennen ist ein Trio aus Akteuren, die im Schnitt mindestens 15 Punkte pro Partie erzielen: Traveon Buchanan (16,9 PPG), Stef Smith (16,1) und Elijah Hughes (15,2). Diese drei erhalten von Trainer Riipinen entsprechend die meiste Einsatzzeit. Während auch Babacar Sane (10,1 PPG) zweistellig punktet, besticht der 40-jährige Yorman Polas Bartolo mit enormer Routine sowie defensiver Entschlossenheit und liefert mit durchschnittlich 8,3 Zählern und 4,1 Rebounds überaus verlässliche Werte.
Fester Bestandteil der RIESEN-Rotation sind darüber hinaus Brandon Tischler, Zwillingsbruder des Oldenburgers Nicholas, der erfahrene Big Man Jonas Wohlfarth-Bottermann, der von einer Verletzung genesene Toms Skuja sowie der vor einigen Wochen nachverpflichtete Gavin Schilling. Aber auch die Akteure, die rein statistisch oft eher unauffällig daherkommen, liefern individuelle Qualität – beispielsweise der zuletzt mit viel Spielzeit belohnte Julis Baumer, Lenny Anigbata, Maxwell Dongmo Temoka oder Johannes Patrick, Sohn des ehemaligen RIESEN-Trainers John Patrick.
Während der Saison haben in Darnell Edge, Booker Coplin und James Murray-Boyles bereits drei Spieler mit ausländischem Pass den Club verlassen, neben Schilling gab es in Toms Skuja und dem inzwischen nach Vechta weitergezogenen Coplin noch weitere nachträgliche Verpflichtungen. Aktuell pausieren muss Center Keeshawn Kellman, der sich eine Verletzung zugezogen hat und dessen 6,8 Punkte und 6,8 Rebounds den Ludwigsburgern fehlen.
Mikko Riipinen, der auch als Headcoach der schwedischen Nationalmannschaft aktiv ist, stand den EWE Baskets übrigens bereits einmal als Spieler gegenüber: In einer Partie der EuroChallenge musste er sich 2011 den damals vom Ex-Oldenburger Paul Burke trainierten Norrköping Dolphins überdeutlich mit 61:106 geschlagen geben; Riipinen kam in der kleinen EWE ARENA in knapp 20 Minuten Einsatzzeit auf zwei Punkte. An das Hinspiel der laufenden Saison gegen die MHP RIESEN haben die Oldenburger derweil keine guten Erinnerungen: In einer überaus zähen Partie verloren sie am 7. Spieltag mit 59:65.