Wohin geht die Reise der vielen Clubs im breiten Tabellenmittelfeld der easyCredit Basketball Bundesliga? Das ist eine der Fragen vor dem Endspurt der regulären Saison. Mittendrin stecken zwei Teams, die am Montag, 13. April, ab 20 Uhr in der großen EWE ARENA aufeinandertreffen: Die EWE Baskets Oldenburg, mit 12:16-Siegen 14. im Klassement, empfangen die ROSTOCK SEAWOLVES, mit 14:12-Siegen Tabellenneunter.
Noch gibt es Tickets für das reizvolle Duell gegen die Ostseestädter, die in Center Owen Klassen und Guard Dominic Lockhart zwei ehemalige Oldenburger auf das Parkett bringen (Robin Amaize, der dritte Ex-Akteur der EWE Baskets, fällt seit Saisonbeginn verletzt aus). Erhältlich sind die Karten im Online-Vorverkauf.
Die EWE Baskets sorgten am vergangenen Wochenende für große Erleichterung, als ihnen ein 81:79-Coup bei ALBA BERLIN gelang. Dank des zwölften Saisonsiegs (elf davon gelangen unter Regie von Headcoach Lazar Spasic) weisen die Niedersachsen inzwischen fünf Erfolge Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf. Angesichts von 16 Niederlagen erscheint die Ausgangslage hinsichtlich der Postseason derweil als durchaus kniffelig, doch faktisch weisen die Oldenburger nur einen Sieg Rückstand auf den zehnten Tabellenplatz auf.
Mit einem Erfolg gegen Rostock könnten die EWE Baskets vor heimischer Kulisse entsprechend den Grundstein legen für einen entschlossenen Schlussspurt, allerdings treffen sie auf einen Gegner, der sich im Rennen um die Saisonverlängerung nicht ausbremsen lassen möchte. Den SEAWOLVES gelangen zuletzt zwei Siege in Folge, was nach holperiger Zwischenphase auch dringend notwendig war.
Der polnische Headcoach Przemyslaw Frasunkiewicz, im zweiten Jahr bei den Rostockern an der Seitenlinie verantwortlich, verfügt trotz der Langzeitausfälle Robin Amaize und Oshane Drews über einen tief besetzten Kader, in dem zahlreiche Akteure spielentscheidende Impulse liefern können. Topscorer ist der aus Braunschweig gewechselte Shooting Guard TJ Crockett, der durchschnittlich 16,9 Punkte pro Partie erzielt. Ebenfalls zweistellig punkten D’Shawn Schwartz (13,2 PPG), Andy Van Vliet (10,5) und Lukasz Kolenda (10,0).
Während der kurz vor Ende der Wechselfrist verpflichtete Phillip Greene bei seinem ersten Einsatz gleich mit 13 Punkten überzeugte, steuern auch die Routiniers DeAndre Lansdowne und Owen Klassen sowie Elias Baggette, Bent Leuchten, Sid-Marlon Theis und Dominic Lockhart als Teil der festen Rotation verlässliche Leistungen bei. Im März wurde zudem der ProB-Spieler Jalen Page aus der Seawolves Academy mit einer Bundesliga-Lizenz ausgestattet, Jordan Bowden hingegen fällt mit einer Verletzung bis Saisonende aus.
Eine statistische Besonderheit rückt am Montag in den Fokus: Rostock ist das beste Reboundteam der Liga (41,2), Oldenburg das schlechteste (32,5). Im Hinspiel feierten die SEAWOLVES übrigens einen deutlichen Sieg, der etwaige Überlegungen hinsichtlich des direkten Vergleichs beeinflusst: Beim 94:77 gaben die Hausherren kein Viertel ab.
Dyn überträgt ab 19:45 Uhr live, Kommentator in Oldenburg ist wie gewohnt Arne Malsch.