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Schlagzeilen der EWE Baskets

Offener Brief an Ministerpräsident Weil und die Bürgerinnen und Bürger

15.09.2021

 Hermann Schüller, geschäftsführender Gesellschafter der EWE Baskets Oldenburg (Foto: Ulf Duda)

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Weil,

sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger Niedersachsens,

 

wir, die EWE Baskets Oldenburg, richten uns mit diesem Offenen Brief an Sie und die Öffentlichkeit.

 

Als Club der Basketball Bundesliga mit einer 6.000er Arena und 4.000 Dauerkartenkunden blicken wir mit Sorge der niedersächsischen Corona-Verordnung entgegen, sollte es ab dem 23. September 2021 erneut zu einem Hin und Her bei der Auslegung und in der Folge zu einem echten Wettbewerbsnachteil gegenüber Clubs in anderen Bundesländern führen. Die Saison der Basketball Bundesliga beginnt am 23. September 2021. Deshalb möchten wir bereits zu diesem Zeitpunkt um eine Klarstellung bitten, da die Ticketbuchungen und operativen Vorbereitungen für das erste Saisonspiel inklusive dahinterstehender Logistik jetzt (!) erfolgen müssen.

 

Der Presseinformation vom Dienstag, 14. September, war zu entnehmen, dass mit dem Status 2G nunmehr ohne Abstand und ohne Maske auch bei Sportveranstaltungen geplant werden könne. Nachdem jetzt alle Erwachsenen und Jugendliche ab 12 Jahren ein Impfangebot wahrnehmen konnten, entfällt in der Tat für Geimpfte und Genesene die Grundlage für eine weitere Einschränkung der Freiheitsrechte und beispielsweise die Limitierung der Zuschauerzulassung. Aus dem Grund bitten wir um eine schriftliche Bestätigung, dass eine Vollauslastung bei 2G ab 23. September 2021 zulässig sein wird.

 

Tatsächlich wurde uns aus Ihrem Innenministerium, Herr Ministerpräsident, wie auch aus dem Sozialministerium bestätigt, dass die Lesart der bis 22. September gültigen Coronaverordnung nach §10 es als eine Option zulässt, auch tatsächlich bis zu 5.000 Zuschauer (Status 3G) in eine Halle mit Hygiene- und Lüftungskonzept zu den Spielen einzulassen. Da hierbei am Sitzplatz der Abstand unterschritten würde, müsste in dem Fall jedoch durchgängig eine Maske getragen werden. Für uns nicht nachvollziehbar, wurde dann eine E-Mail an die Gesundheitsämter versendet und FAQs veröffentlicht, dass diese Option (kein Abstand, dann Maske am Platz) explizit für Sportveranstaltungen nicht möglich sein soll.

 

Rund um uns herum in anderen Bundesländern ist das aber bereits umgesetzte Praxis. Eine Wettbewerbsverzerrung, gegen die wir jetzt auch gerichtliche Schritte einleiten würden, sollte dieser final formulierte Ausschluss aus der Staatskanzlei nicht klarstellend zurückgezogen werden. Insbesondere, wenn es entgegen der Ankündigung auch trotz 2G-Status ab 23. September doch keine Vollauslastung (oder zumindest 5.000 Zuschauer) für Sportveranstaltungen indoor geben sollte.

 

Wir sind auf der einen Seite froh, mit Unterstützung unserer Sponsoren, Fans und natürlich der staatlichen Hilfen, die vergangenen eineinhalb Jahre ohne Zuschauer durchgestanden zu haben, sähen aber bei Ablehnung der o.g. Optionen die Verhältnismäßigkeit der Vorgaben jetzt als nicht mehr gegeben. Erklärbar wäre es zudem auch tatsächlich niemanden, blickt man beispielsweise allein auf die vollbesetzten DB-Züge, in denen derzeit einander unbekannte Menschen ohne 3G-Vorgabe eng an eng sitzen. Es besteht dort zwar Maskenpflicht - die Maske darf aber sogar zum Essen und Trinken abgenommen werden. Akzeptanz fußt auch auf Nachvollziehbarkeit und Verhältnismäßigkeit.

 

Deshalb sollten folgende drei Optionen für Sportveranstaltungen wie unsere wählbar sein:

 

3G mit Abstand einander unbekannter Personen am Platz, ohne Maske (automatische Limitierung der Anzahl).

3G ohne Abstand einander unbekannter Personen am Platz, mit Maske (keine Limitierung der Anzahl).

2G ohne Abstand einander unbekannter Personen am Platz, ohne Maske (keine Limitierung der Anzahl).

 

Mit sportlichen Grüßen,

 

Hermann Schüller

Geschäftsführender Gesellschafter

 

Regina Kulms

Kaufmännische Geschäftsführerin

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