Unterschiedliche Gefühlswelten erlebten die Baskets Juniors am vergangenen Spieltag. Während die JBBL auch im Achtelfinale führt, sich den Auftaktsieg gegen die BG Zehlendorf (79:60) sicherte und die Serie am kommenden Sonntag entscheiden kann, muss die NBBL im Achtelfinale in ein entscheidendes drittes Spiel. Am Montagabend unterlagen die Oldenburger beim Team BonnRhöndorf in einem Thriller mit 75:76.
Ihrer Favoritenrolle gerecht wurden die Baskets Juniors in der JBBL. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit machte wie bereits die gesamte Saison die starke Defensive den Unterschied, die Zehlendorf in den zweiten 20 Minuten nur 20 Punkte erlaubte. Die Oldenburger erzwangen 31 Ballverluste und erlaubten den Gästen nur elf Prozent Dreierquote. Weil das Reboundduell mit 51:42 (26 Offensivrebounds) an die Gastgeber ging und diese so 15 Ballbesitze mehr verzeichneten, fielen viele leicht vergebene Chancen unter dem Korb nichts ins Gewicht.
Paul Brake (18 Punkte) wurde zum Topscorer und sammelte dazu neun Steals. Samuel Shchepotkin kam auf 15 Punkte, sieben Rebounds und vier Assists. Eine überragende Partie bot Moritz Schmidt (11 Punkte, 14 Rebounds, 6 Assists, 5 Steals).
Die Oldenburger hatten zunächst viele Chancen am Korb nicht genutzt und lagen 4:13 hinten. Ein 11:0-Lauf bog die Partie zum Viertelende jedoch um (25:20). Das zweite Viertel verlief ausgeglichen. Zehlendorf blieb auch deshalb im Spiel, weil der Dreier bei den Baskets Juniors nicht fallen wollte (2 von 12).
Für die Entscheidung sorgte die deutlich konsequentere Defensive in der zweiten Halbzeit, die den Gästen nur acht Punkte im dritten Viertel erlaubte. Mit einem 22:8 bauten die Gastgeber den Vorsprung auf 15 Punkte aus und verwalteten diesen Vorteil im letzten Viertel.
„Wir haben in der ersten Halbzeit unsere Chancen nicht so konsequent genutzt. In der Kabine haben wir gesagt, dass wir konsequenter verteidigen und Zehlendorf unter 30 Punkten halten wollen, haben im Anschluss nur noch 20 Punkte zugelassen. In Berlin erwartet uns eine schwere Aufgabe, aber wir wollen ins Viertelfinale einziehen“, so Headcoach Dimitrios Polychroniadis.
Die NBBL muss auf den Heimnimbus setzen und weiterhin im Rickey Paulding Junior Center ungeschlagen bleiben, um das Viertelfinale zu erreichen. In einer extrem ausgeglichenen Partie erlaubten sich die Oldenburger am Montagabend in Bonn zu viele Ballverluste (23) und konnten das Reboundduell nicht wie in der ersten Partie souverän gewinnen. So hatten die Gastgeber mehr Abschlüsse.
Finn Stühlmeyer (18 Punkte, 10 Rebounds) wurde in Bonn zum Topscorer. Djordje Klaric (13 Punkte, 6 Rebounds, 4 Assists), Luca Mevius (11 Punkte, 5 Rebounds, 5 Assists) und Noah Wendland (10 Punkte, 5 Rebounds, 4 Assists) punkteten zweistellig.
Die Gastgeber hatten mit aggressiver Defensive besser begonnen, führten schnell 7:0 und bauten den Vorsprung bis zum Ende des Viertels auf 23:13 aus. Es sollte der größte Abstand in einer erneut sehr ausgeglichenen Begegnung werden. Die Baskets Juniors fanden in der Folge besser zum eigenen Spiel und brachten Rhythmus in die eigene Offensive. Mit 24 Punkten im zweiten Viertel verkürzten die Gäste auf 37:41.
Im dritten Abschnitt verpassten die Baskets Juniors immer wieder Gelegenheiten, der Begegnung eine Wende zu geben. Es war erst ein 5:0-Lauf zum Start des letzten Viertels, der Hoffnung gab, die Serie bereits in Bonn beenden zu können (59:58) und auch drei Minuten vor dem Ende führten die Oldenburger (68:66). Ein 0:9-Lauf schien die Begegnung gegen die Gäste zu entscheiden, die jedoch selbst mit einem Lauf in der letzten Minute ausglichen und Moral zeigten (75:75). Bonn traf in der Folge nur einen Freiwurf, die Oldenburger jedoch verpassten die letzte Chance auf den Erfolg. Die Serie kehrt ins Rickey Paulding Junior Center zurück.