Für die Baskets Juniors lagen Freude, Hoffnung und Enttäuschung am Wochenende nah beieinander. Die JBBL besiegte im ersten Viertelfinale die Metropol YoungStars in einem Offensivspektakel mit 105:92 und darf von der dritten Teilnahme am Top4 in Berlin in Serie träumen. Währenddessen unterlag die NBBL der RASTA Academy in Vechta mit 57:78 und scheidet nach einer starken Saison damit im Viertelfinale aus.
Die ganze Saison über konnte die JBBL sich auf die Defensive verlassen, am Sonntag war es die Offensive, die ein Spiel auf hohem Niveau entschied. Bereits zum vierten Mal in dieser Saison gewannen die Oldenburger gegen die YoungStars. Am Freitag (19.30 Uhr) können die Baskets Juniors mit einem Auswärtssieg den Einzug in das Top4 perfekt machen.
Den Unterschied machte eine herausragende Offensivleistung. Die Gastgeber spielten 26 Assists und verwandelten 56 Prozent der Versuche aus dem Feld, obwohl der Dreier nicht fallen wollte. Dazu ging das Reboundduell mit 49:31 an die Oldenburger.
Sam Shchepotkin überragte mit 33 Punkten, sieben Rebounds, fünf Assists und vier Steals. Paul Brake erreichte 20 Punkte, sechs Rebounds und vier Assists. Dazu kratzte Moritz Schmidt am Triple Double (17 Punkte, 10 Rebounds, 8 Assists).
Nach einem ausgeglichenen ersten Abschnitt setzte sich die Mannschaft von Headcoach Dimitrios Polychroniadis mit einem starken zweiten Viertel (32:22) auf 55:43 zur Halbzeit ab. Nach Wiederbeginn knüpften die Oldenburger an die Leistung an, erhöhten auch den defensiven Druck und setzten sich bis auf 76:52 ab. Metropol jedoch gab nicht auf, verkürzte noch einmal in den einstelligen Bereich und lag nach 30 Minuten nur 83:76 zurück. Im letzten Abschnitt behielten die Baskets Juniors jedoch die Nerven und feierten den Sieg.
Den Erfolg des Gegners anerkennen mussten die Baskets Juniors in der NBBL. Vor allem offensiv fehlte den Oldenburgern die Durchschlagskraft. Nur 27 Prozent der Würfe aus dem Feld und 17 Prozent der Distanzwürfe verwandelten die Baskets Juniors, erlaubten sich 29 Ballverluste. Johnell Katatumba wurde mit 17 Punkten zum Topscorer. Nemanja Prodanic kam auf elf Punkte, Finn Stühlmeyer verbuchte ein Double Double (10 Punkte, 13 Rebounds).
Schnell lagen die Gäste in Vechta 16:7 zurück, hatten erst mit zwei Dunks von Stühlmeyer das Gefühl, langsam im Spiel anzukommen (12:17). Trotz bereits zehn Ballverlusten im ersten Viertel kamen die Oldenburger zurück und führten 20:18. Vechta jedoch hatte die Antwort, drehte mit einem 18:7-Lauf die Partie, auch weil auf Seiten der Baskets Juniors kein Dreier in der ersten Halbzeit fallen wollte.
Im dritten Viertel blieb das Bild ähnlich, Vechta verwandelte Dreier, Oldenburg hatte große Probleme. Der Rückstand nach 30 Minuten betrug 18 Punkte und wuchs früh im letzten Abschnitt auf über 20 Punkte (44:66). Die Hoffnung auf ein drittes Spiel im Rickey Paulding Junior Center erfüllte sich nicht.