Unsere Geschichten des Spiels gegen die ROSTOCK SEAWOLVES presented by Öffentliche Oldenburg: #ICYMI - eine Abkürzung aus der Social-Media-Welt: „In Case You Missed It“ bedeutet übersetzt: „Falls Du es nicht mitbekommen hast.
Vor allem taktisch erlebten die Fans in der Großen EWE Arena eine anspruchsvolle Begegnung, in der beide Mannschaften offensiv in Phasen große Probleme hatten, defensiv jedoch starke Leistungen zeigten.
- Der Blick auf Statistiken musste die Fans der EWE Baskets nach den letzten Wochen mit einem mulmigen Gefühl in die Partie gegen Rostock gehen lassen. Das in absoluten Zahlen beste Reboundteam der BBL traf auf die EWE Baskets, die in diesem Bereich den letzten Platz belegen und in zuletzt die Duelle deutlich verloren.
Gegen Rostock zeigten die Oldenburger eine deutliche Steigerung, verloren das Duell nur mit 40:44, in der zweiten Halbzeit war es nahezu ausgeglichen (21:22).
- Im Blickpunkt standen auch die taktischen Anpassungen im Spielverlauf. Besonders im ersten Viertel fanden die Rostocker immer wieder eine leichte Option gegen die Pick&Roll-Verteidigung. Die Gäste bedienten aus dem Short Roll immer wieder Owen Klassen und Andy van Vliet, die von dort mit ihren Passfähigkeiten offene Abschlüsse generierten. 12 Punkte erzielte Rostock in den ersten zehn Minuten, 20 waren es zur Halbzeit.
Die EWE Baskets stellten ihre Pick&Roll-Verteidigung um, gingen von Hedge in Show und teilweise die Switch-Defense, schnitten das Inside-Spiel der Gäste ab. Nach 22 Abschlüssen aus Nah- und Mitteldistanz zur Halbzeit folgten nur noch sechs weitere Versuche nach Wiederbeginn. Rostock erzielte in der zweiten Halbzeit nur noch zwei Punkte in der Zone. Die Dysbalance von nur sechs Zweiern und 24 Dreiern in der zweiten Hälfte wurde zu einem der Gründe für den Sieg.
- Die Ballbewegung war im Oldenburger Spiel gegen Rostock nicht gut, die Ballkontrolle hingegen auf hohem Niveau. Nur sieben Ballverluste produzierten die EWE Baskets gegen den durchaus hohen Druck der Rostocker, die geringste Zahl seit Lazar Spasic als Headcoach übernommen hat.
Ein Grund dafür war sicher die herausragende Leistung von Chris Clemons, der nicht nur sehr effiziente 28 Punkte (10 von 18 FG), dazu sechs Rebounds bzw. Assists auflegte, sondern sich keinen Ballverlust leistete. Der zweithöchste Effektivitätswert seiner Saison war die Folge.