Unsere Geschichten des Spiels presented by Öffentliche Oldenburg: #ICYMI - eine Abkürzung aus der Social-Media-Welt: „In Case You Missed It“ bedeutet übersetzt: „Falls Du es nicht mitbekommen hast."
Eine Wende, wie es sie auch im Basketball selten gibt, erlebten die EWE Baskets gegen die NINERS Chemnitz. Aus einem Rückstand gegen einen bis zu diesem Zeitpunkt starken Gegner wurde im letzten Viertel eine Demonstration der eigenen Stärke, die auch den eigenen Fans zu verdanken war.
- Acht Sekunden waren im letzten Viertel gespielt, da gerieten die EWE Baskets nach einem Dreier von Minchev mit sieben Punkten in Rückstand. Wenig deutete zu diesem Zeitpunkt trotz einer Leistungssteigerung auf die Wende des Spiels hin.
Es folgte ein 25:1-Lauf, der aus einem 59:66 binnen knapp sieben Minuten ein 84:67 machte. Während es sich bis zum 64:66 noch wie harter Kampf anfühlte, rollte im Anschluss eine Lawine über die Gäste hinweg.
Für das Momentum sorgten dabei die Fans: Umstrittene Entscheidungen plus technische Fouls ließen die Emotionen kurzzeitig überkochen, im Anschluss herrschte Playoff-Atmosphäre und das Team ließ sich tragen. Ein Dreier von Brian Fobbs, viele Ballgewinne und spektakuläre Alley oops, die große EWE Arena erlebte einen Rausch.
- Wie so oft zuletzt zeigte sich dabei, was Coach Spasic immer wieder betont: Alles startet in der Defensive. Wirkten die Oldenburger in der ersten Halbzeit noch lückenhaft, änderte sich das Bild im Anschluss.
Nur 25 Punkte erlaubten die EWE Baskets in der zweiten Halbzeit, erzwangen mehr als 15 Ballverluste und erlaubten nur noch knapp über 30 Prozent Wurfquote aus dem Feld.
76,5 Punkte gaben die EWE Baskets in den acht Partien unter Lazar Spasic im Schnitt nur ab. Ein Wert, den über die gesamte Saison nur Bayern München unterbietet (71,4).
- Der Dreier fiel gegen Chemnitz nicht (31,3 Prozent), dafür fanden die Oldenburger den Weg unter den Korb, verwandelten 74 Prozent der Abschlüsse aus Nah- und Mitteldistanz und erzielten 46:20 Punkte in der Zone.