Unsere Geschichten des Spiels presented by Öffentliche Oldenburg: #ICYMI - eine Abkürzung aus der Social-Media-Welt: „In Case You Missed It“ bedeutet übersetzt: „Falls Du es nicht mitbekommen hast.
Der Sieg bei ALBA BERLIN am Ostersonntag war eine Befreiung und von enormer Bedeutung für die EWE Baskets. Bei sechs verbleibenden Spielen beträgt der Vorsprung auf Heidelberg nun fünf Siege. Mit einem Sieg gegen Rostock könnten die früh in der Saison gestarteten Abstiegssorgen zur Seite gelegt werden. Zudem beträgt der Rückstand auf den zehnten Rang weiterhin nur einen Erfolg. Noch wichtiger als für den Blick auf die Tabelle war der Sieg, um ein Zeichen zu setzen, dass die Mannschaft nach schweren Wochen weiterhin kämpft und den Umschwung erreichen wollte.
- Manchmal sind es kleine taktische Entscheidungen, die das Spiel entscheidend beeinflussen. In einem Spiel, das gleich mehrfach längere Läufe auf beiden Seiten sah, gerieten die Oldenburger durch einen dieser Läufe Mitte des letzten Viertels zweistellig in Rückstand.
Die bereits in den letzten Wochen immer wieder eingestreute Zonenverteidigung mit einem Big Man, der oben an der Dreierlinie verteidigt, jedoch griff schnell, brachte die Gastgeber um Rhythmus, Ballbewegung und Selbstvertrauen und war die defensive Basis, auf der die Oldenburger ihr 13:0-Comeback zum Sieg bauen konnten.
Überhaupt zeigten die EWE Baskets eine ansprechende Verteidigungsleistung, hielten ALBA bei 40,3 Prozent Wurfquote und unter 80 Punkten. Es war erst die zweite Mannschaft, die seit Anfang Februar gegen Oldenburg unter 80 Punkten blieb.
- Aber auch offensiv zeigte das Team von Coach Lazar Spasic eine deutliche Steigerung, bewegte vor allem den Ball besser, ohne dabei die Ballkontrolle zu vernachlässigen. 19 Assists waren die beste Ausbeute seit dem Spiel gegen Ludwigsburg. In den neun Spielen im Anschluss kamen die Oldenburger nie über 16 Assists hinaus.
- Zwei Probleme blieben in Berlin. Eines, das Rebounding, besteht die gesamte Saison und hatte sich in der schwierigen Zeit zuletzt verstärkt. Auch hier gilt: Das letzte gewonnene Reboundduell liegt zu lange zurück. Zuletzt kam den EWE Baskets zudem die Treffsicherheit aus der Distanz etwas abhanden. Seit dem FIBA-Break haben die Oldenburger ihren Saisonschnitt von der Dreierlinie nur einmal übertroffen und liegen nun in der BBL in dieser Kategorie nur noch auf dem zweiten Platz hinter Bayern München.