Die JBBL der Baskets Juniors hat den dritten Finaleinzug in Serie beim RSM Ebner Stolz Jugend-TOP4 denkbar knapp verpasst. Mit der großartigen Unterstützung von über 100 mitgereisten Eltern, Familien und Fans kämpften die Oldenburger sich nach einem deutlichen Rückstand wieder ins Spiel, verloren am Ende durch einen Gamewinner von Team Baskets Bonn / Köln RAG wenige Sekunden vor dem Ende mit 83:85.
Die Fans in der Sömmeringhalle in Berlin erlebten ein Halbfinale, das keinen Verlierer verdient hatte. Nicht immer hochklassig präsentierte die Partie sich erwartungsgemäß, schließlich erlebten alle Spieler zum ersten Mal die große Bühne und doch fighteten beide Teams stark. Dies galt besonders für die Baskets Juniors. Während die Bonner ein Stück mehr Spielstruktur fanden, wollte bei den Oldenburgern vieles nicht gelingen, Einsatz, Teamgeist, Defensive und viel Moral brachten das Team von Headcoach Dimitrios Polychroniadis dennoch nah an den Erfolg.
Die Oldenburger ließen Chancen liegen, verwandelten nur 12 von 19 Freiwürfen und nur acht Prozent der Dreier, erlaubten sich dazu 26 Ballverluste. Es waren eine sich immer weiter steigernde Defensive, hohes Tempo und überragendes Rebounding, die fast den Erfolg brachten. 62:30 Rebounds sammelten die Baskets Juniors, sicherten sich 27 zweite Chancen.
Sam Shchepotkin musste viel Last im Aufbau tragen, kam am Ende auf 29 Punkte, acht Rebounds und drei Assists. Paul Brake erreichte 20 Punkte und acht Rebounds, Moritz Schmidt sicherte sich mit 12 Punkten und 12 Rebounds das Double-Double. Auch Ricards Nkojs Eale griff sich 12 Abpraller.
Der Start in das Halbfinale war verheißungsvoll. Einem Dreier von Shchepotkin folgte Brake, der den Korb stark attackierte. 8:4 stand es nach wenigen Minuten, nun jedoch begann der Bonner Verteidigungsdruck Wirkung zu zeigen. Die Abschlüsse wurden schwerer, die Ballverluste nahmen zu, Bonn glich aus und ging mit einem 10:0-Lauf in Führung (12:20). Die Baskets Juniors zeigten jedoch eine Reaktion, kamen trotz der hohen Foulbelastung ihrer Leistungsträger wieder heran. Stark herausgespielte Punkte von Norrenbrock sorgten für den Ausgleich (21:21).
Die Baskets Juniors jedoch blieben etwas unkontrolliert, leisteten sich Ballverluste, die Bonn mit etwas mehr Struktur bestrafte. Immer weiter setzten sich die Rheinländer ab, kamen über 30:21 und 38:28 zur 46:35-Halbzeitführung. Zu diesem Zeitpunkt waren die Oldenburger trotz vieler vergebener Freiwürfe und nur elf Prozent Dreierquote nur noch im Spiel, weil sie herausragend reboundeten.
Die Baskets Juniors kämpften, setzten einzelne Highlights wie einen Block von Nkojs-Eale oder einen akrobatischen Korbleger von Brake. Als Shchepotkin auf 51:57 verkürzte, hatte Bonn die Antwort mit dem Dreier. Der Kampfgeist und das Momentum jedoch begannen auf die Oldenburger Seite zu wechseln. Schmidt kam besser zum Korb, Brake schloss nach einem eigenen Block den Fastbreak ab. Der Rückstand nach 30 Minuten blieb jedoch zweistellig.
Zu Beginn des letzten Viertels erhöhten die Baskets Juniors noch einmal Tempo und Intensität. Um jeden Ball wurde gefightet und Bonn zeigte Wirkung. Mehrere starke Aktionen von Schmidt verkürzten auf 72:73. Im Anschluss warf sich Decker auf einen freien Ball, bediente vom Boden Norrenbrock für den freien Abschluss. Brake traf schließlich gar für die Führung. Für Bonn war in der dramatischen Schlussphase Idbihi mit einem Dreipunktspiel zur Stelle (78:80). Brake und Decker sorgten mit starken Abschlüssen am Brett für das 83:82. Idbihi jedoch verwandelte weniger als zwei Sekunden vor dem Ende zum 85:83 für Bonn, der letzte Wurf der Baskets Juniors verfehlte das Ziel.
Stimme zum Spiel:
Dimitrios Polychroniadis: (Headcoach Baskets Juniors):”Das war ein toller Kampf meiner Jungs. Wir waren mehrmals dran, das Spiel zu kippen, sind in Führung gegangen, haben es aber nicht ausbauen können. Wenn der letzte Wurf entscheidet, ist es eine Mischung aus Qualität und Glück – so ist Basketball. In der ersten Halbzeit haben wir die Penetration nicht gut verteidigt, es danach deutlich besser gemacht. Wir haben überragend gereboundet und uns damit im Spiel gehalten. Es war ein großer Kampf und die Jungs sind in der Kabine jetzt sehr enttäuscht. Wer hätte vor der Saison gedacht, dass wir hier stehen würde und die Art und Weise, wie wir die ganze Saison und heute gearbeitet haben, darf uns stolz machen!