Wer auf der Suche nach Gewissheiten ist – und die sind im Sport bekanntlich stets nur vorläufig und nie endgültig –, wird in der easyCredit Basketball Bundesliga nach dem nominellen Ende der Hinrunde nur sporadisch fündig. Los geht es schon einmal damit, dass nicht einmal die Hälfte der Clubs nach dem 17. und damit letzten Hinrundenspieltag tatsächlich schon 17 Spiele bestritten hat.
Was also ist gewiss? Nun: Der große Favorit auf den ersten Platz nach der regulären Saison beispielsweise wird dieser Erwartungshaltung bis dato überzeugend gerecht. Der FC Bayern Basketball ziert mit 16 Siegen und nur einer Niederlage die Tabellenspitze. Es scheint gewiss zu sein, dass die Süddeutschen von dieser Position nur sehr schwer zu verdrängen sind.
Im Rest des Klassements herrscht das, was sich Basketballfans gemeinhin wünschen: Spannung. Rang zwei (ALBA BERLIN, 12-5) und Rang zehn als letzter Play-In-Platz (SKYLINERS, 8-9) sind gerade einmal vier Siege voneinander entfernt. Dahinter tummeln sich zahlreiche Teams mit sieben Erfolgen, darunter die EWE Baskets Oldenburg, die sich mit sechs Siegen aus den vergangenen sieben Spielen in eine gänzlich andere Situation befördert haben als zuvor. Seit Lazar Spasic die Verantwortung als Headcoach übernommen hat, geht es für die Niedersachsen stetig bergauf.
Zwei Kellerkinder siegen
Im prekären Bereich der easyCredit BBL, von dem sich die Oldenburger möglichst rasch noch weiter (und gern endgültig) entfernen wollen, ist zuletzt einiges in Bewegung geraten. Die Veolia Towers Hamburg und die MLP Academics Heidelberg haben ihr Personal umfassend (Hamburg) beziehungsweise punktuell (Heidelberg) angepasst und mit zwei Siegen in Folge den Druck auf die Konkurrenten erhöht.
Nach fünf Niederlagen in Folge sind die Basketball Löwen Braunschweig inzwischen bis auf den letzten Platz durchgereicht worden, auch der SYNTAINICS MBC als momentaner Tabellen-Vierzehnter ist nach sieben aufeinanderfolgenden Niederlagen in Turbulenzen geraten. In dieser Woche wurde beschlossen, dass Headcoach Marco Ramondino seine Arbeit nicht mehr fortführt; zunächst wird er durch Sportdirektor und Ex-Coach Silvano Poropat ersetzt. Nächster Gegner der Wölfe aus Weißenfels sind an diesem Freitag übrigens die EWE Baskets (Tipoff um 20 Uhr, live bei Dyn).
Pokalwochenende in München
Und dann rückt langsam ein erstes Saisonhighlight näher. Am 21./22. Februar steigt im Münchner SAP Garden das TOP FOUR um den BBL Pokal. Hier messen sich zunächst am Samstag um 16 Uhr der FC Bayern Basketball und die BMA365 Bamberg Baskets (16 Uhr), um 19:30 Uhr treffen schließlich die EWE Baskets Oldenburg auf ALBA BERLIN. Die beiden Sieger spielen dann am Sonntag den neuen Pokalsieger und damit den Nachfolger des SYNTAINICS MBC aus, der im Jahr 2025 bewies, dass eine Gewissheit dann doch noch hinzukommt: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze …