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Die Liga kurz vor der Halbzeit: Viel Spannung im Mittelfeld

13.01.2026

 Text: Torben Rosenbohm / Foto: Ulf Duda

Die Saison 2025/26 in der easyCredit Basketball Bundesliga steht kurz vor ihrer Halbzeit. Am Wochenende steht der 16. Spieltag auf dem Programm, eine Woche später ist dann bereits die Hinrunde beendet (zumindest formell, denn das ein oder andere Team muss noch Begegnungen nachholen).

Sowohl ganz oben als auch ganz unten haben sich einige Clubs inzwischen – je nach Ausgangslage – zur Freude oder zum Ärger der Beteiligten vergleichsweise fest eingenistet. Das Spitzenquartett ist seit Wochen im Prinzip unverändert: Während der FC Bayern Basketball seine Dominanz ausspielt (14-1 Siege), folgen die Fitness First Würzburg Baskets (11-4), ALBA BERLIN (10-5) und der überraschend starke Aufsteiger Trier (9-5) mit ordentlichem Abstand.

Breites Mittelfeld

Das breite Mittelfeld wird angeführt von ratiopharm ulm (9-6), das zwischendurch massiv vom Erfolgspfad abgekommen war, sich mittlerweile aber wieder berappelt hat. Dahinter tummeln sich diverse Clubs, die teilweise ebenfalls einen Wechsel aus Positiv- und Negativ-Läufen durchwandert haben.

Zwei Mannschaften ragen aus diesem Mittelfeld heraus: der SYNTAINICS MBC (7-8), der zuletzt fünfmal am Stück verlor, und die EWE Baskets Oldenburg (6-9), die sich nach einem kapitalen Fehlstart mit inzwischen fünf Siegen in Serie längst als ernst zu nehmender Anwärter auf die Postseason-Plätze zurückmelden konnten. Vier Erfolge Vorsprung auf die Abstiegszone weisen die Oldenburger inzwischen auf, nur noch drei Siege Rückstand sind es aktuell auf den Tabellenvierten Trier (das noch ein Nachholspiel in Hamburg im Rückstand liegt).

Am Tabellenende bleibt die Lage vor allem für die Veolia Towers Hamburg (2-10) und die MLP Academics Heidelberg (2-13) prekär, doch auch die Basketball Löwen Braunschweig (4-11) und Aufsteiger Science City Jena (5-9) sind mit Blick auf den Trend der letzten zehn Spiele – kein Team aus dem Keller konnte mehr als drei von zehn Begegnungen gewinnen – in Gefahr.

Neue Spieler

An einigen Standorten gab es weitere personelle Veränderungen. Beim FC Bayern Basketball beispielsweise musste zunächst Headcoach Gordon Herbert nach einer Negativserie in der EuroLeague weichen, er wurde durch Svetislav Pesic ersetzt. Und auch im Kader gab es einen Wechsel: Ex-NBA-Profi Spencer Dinwiddie und der Club einigten sich auf eine Vertragsauflösung, für ihn wurde der 27-jährige Nenad Dimitrijevic verpflichtet. Trier ersetzte den nach Spanien abgewanderten ehemaligen Oldenburger Eli Brooks durch Steven Ashworth, Jena holte in Uchenna Iroegbu und William McNair Jr. gleich zwei Neue – und der kommende Oldenburger Gegner Heidelberg nahm Ryan Mikesell unter Vertrag, der in der Vorsaison für den Club in der easyCredit BBL brilliert hatte.

Blick auf die Zahlen

Individuell gibt es ligaweit einige Akteure, die bislang herausragen. Der beste Punktesammler ist aktuell Vechtas Alonzo Verge Jr., der im Schnitt 20,9 Punkte erzielt, gefolgt von Triers Jordan Roland (19,0) und Kevin Yebo von den NINERS Chemnitz (18,2). Oldenburgs Chris Clemons ist mit 17,6 Zählern pro Partie Siebter.

In Sachen Effektivität liegt Frankfurts Jaedon LeDee mit einem Durchschnittswert von 21,3 vorn, gefolgt von Verge Jr. (18,1) und Yebo (17,8). Chris Clemons ist auch hier unter den Top Ten: Sein Wert von 16,7 beschert ihm den neunten Rang.

Aus Sicht der EWE Baskets ist aber natürlich der Blick auf die vergangenen fünf Spiele spannend, denn der Aufschwung unter dem neuen Trainer Lazar Spasic macht sich nicht nur in der Tabelle, sondern auch bei den individuellen Leistungen bemerkbar. Herausragendes Beispiel dafür ist Nicholas Tischler, der mit einem durchschnittlichen Effektivitätswert von 20,6 die gesamte easyCredit BBL anführt!