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Die Bayern kommen: Auftakt der ProB-Playoffs in Westerstede

08.04.2026

Text: Torben Rosenbohm / Foto: Dennis Leskys

Nach einer starken regulären Saison in der Barmer 2. Basketball Bundesliga ProB Nord stehen für Aufsteiger Baskets Juniors TSG Westerstede jetzt die Playoffs an. In der ersten Runde kommt es zu einem reizvollen Vergleich zweier Bundesliga-Talentschmieden: Die Niedersachsen treffen als Dritter aus dem Norden auf den Sechsten aus dem Süden, den FC Bayern Basketball II.

Los geht es an diesem Samstag, 11. April, um 19 Uhr in der Westersteder Hössenhalle. Eintrittskarten für die erste Partie der Best-of-Three-Serie (zwei Siege zum Weiterkommen nötig) sind im Online-Vorverkauf erhältlich. Die Verantwortlichen rechnen mit großem Interesse an diesem Duell gegen die ambitionierte Zweitvertretung des EuroLeague-Clubs aus der bayerischen Landeshauptstadt. Spiel zwei steigt am Freitag, 17. April, in München; eine mögliche entscheidende Partie drei fände wiederum am 19. April in Westerstede statt.

Das junge Team der Baskets Juniors (16:10-Siege) verdiente sich die Teilnahme an der Meisterrunde gleich in der ersten Saison nach dem Aufstieg in die dritthöchste deutsche Spielklasse mit vielen überzeugenden Leistungen. Von Beginn an baute sich die Mannschaft unter Regie von Headcoach Artur Gacaev einen komfortablen Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf und vermied auf diesem Weg jedes Bangen um den Klassenverbleib. Dank eines famosen Endspurts mit acht Siegen aus den letzten zehn Spielen der regulären Saison gelang schließlich auch die Sicherung des Heimvorteils in der ersten Playoffrunde.

Und auch individuell gab es bemerkenswerte Entwicklungen: So avancierte Jon’il Fugett mit 23,4 Punkten pro Partie zum Topscorer der ProB Nord, mit 6,0 Assists zum drittbesten Passgeber und mit einem Durchschnittswert von 19,6 zum fünfteffektivsten Akteur. Bleibenden Eindruck hinterließen nicht nur Leistungsträger wie Beni Fungula oder Doppellizenzler Colin Schroeder, sondern insbesondere auch noch jüngere Spieler wie Simon Kohlhoff, Johann Helwig oder Ore Ewert.

Beim Nachwuchs des FC Bayern Basketball (12:12-Siege) deutete der Trend der abschließenden Wochen in der Hauptrunde hingegen in die entgegengesetzte Richtung; nur drei der letzten zehn Begegnungen wurden gewonnen, durch ein deutliches 95:69 in Langen sicherte sich das Team aber noch den sechsten Platz. Für Oldenburg und München ist diese Konstellation natürlich mit einigen Reisestrapazen verbunden, zwischen der Westersteder Hössenhalle und dem BMW Park in München liegen rund 800 Buskilometer.

An der Seitenlinie gab es bei den Bayern im Verlauf der Saison eine Veränderung. Emir Mutapcic hatte das ProB-Team zunächst als Headcoach betreut, wechselte dann aber nach der Rückkehr von Svetislav Pesic zu den Profis erneut als Assistenztrainer in das BBL-Team. Für ihn übernahm Luca Palumbo, der unter anderem von einem höchst namhaften Mann unterstützt wird: Ex-Nationalspieler Danilo Bartel ist Assistenztrainer. Und auch im Team tauchen zwei bekannte Namen auf: Luka Pesic ist der Enkel von Trainerlegende Svetislav, der Youngster kam bislang zehnmal zum Einsatz, und Gob Gabriel ist der Bruder von Wenyen, der in der easyCredit BBL und EuroLeague für den Club aufläuft.

Vier Spieler aus dem Münchner Team kamen im Verlauf der Saison bereits bei den Profis zu Spielminuten: Nikolas Sermpezis (18,1 PPG in der ProB, allerdings seit Januar nicht mehr eingesetzt), Niko Jerkic (11,0), Nicolas Kodjoe (8,0) und Kilian Fischer (4,4). Neben Jerkic und Kodjoe kommen auch Andrija Susic (9,8), Marco Frank (9,5), Giovanni Calamita (9,2) und Ágúst Kjartansson (8,5) auf mindestens acht Punkte im Schnitt. Kilian Dück und Caspar Vossenberg laufen in dieser Woche für die deutsche U-18-Nationalmannschaft beim traditionellen Albert-Schweitzer-Turnier auf.

Artur Gacaev, Headcoach der Baskets Juniors, sagt: „Bayern hat viele junge Spieler im Team, das sieht im Grunde ähnlich aus wie bei uns. Die Mannschaft arbeitet allgemein beim Rebound und insbesondere beim Offensivrebound sehr gut. Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe – zwar ist es ein Vorteil, dass wir zuerst zu Hause spielen, aber einen Favoriten kann ich in dieser Serie nicht erkennen. Wir sind Neuling, Bayern kennt die Liga schon länger, daher haben wir großen Respekt. Es dürfte eine harte und enge Serie werden.“

Die Youngster der Baskets Juniors TSG Westerstede hoffen auf entsprechende Unterstützung von den Rängen, schließlich sind die Playoffs eine verdiente Belohnung für die überaus gelungene Hauptrunde.

Alle Spiele der ProB werden live bei Sporteurope.TV im Stream übertragen.