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Schlagzeilen der EWE Baskets

Weitere Planung der Saison-Fortführung: EWE Baskets beantworten die sechs wichtigsten Fragen

05.05.2020

 Foto: Ulf Duda

Ob die Saison 2019/2020 in der easyCredit BBL zu Ende gespielt werden kann, hängt von vielen Faktoren ab. Wie die politisch Verantwortlichen den dringenden Wunsch der Basketball-Familie beurteilen werden, die Saison über ein Turnier mit zehn Teams im Juni zu beenden, ist hierbei maßgeblich.

 

Die Nachrichtenlage und der Diskussionsstand zu einigen Themen verändern sich laufend und in kurzen Abständen. Nachdem die BBL am gestrigen Montag mit München den Standort für das geplante Turnier bekanntgegeben hat, ergreifen die EWE Baskets Oldenburg nun die Gelegenheit, um einen Überblick zu geben und Fragen zu beantworten, die uns in diesen Tagen erreichen.

 

Warum ist das 10er-Turnier so wichtig?

Wir wollen spielen und wir müssen spielen! Wenn seitens der Politik eine Freigabe für die Fortsetzung der Saison kommt, dann wird dieser Weg von Experten beurteilt worden sein, auf deren Urteil wir uns verlassen. Die politisch Verantwortlichen steuern Deutschland besonnen und mit viel Umsicht in dieser Krise. Das schafft nicht nur bei uns Vertrauen. Wir planen dieses Turnier, denn wir haben eine Verantwortung für unsere Sportart, für unsere Spieler, für unsere Beschäftigten, für unsere Partner, für unsere Fans und auch für viele unserer zahlreichen sozialen Projekte, die seit Jahren einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Nur unter der Annahme höchster Sicherheitsvorkehrungen für die Spieler und aller weiteren teilnehmenden Personen wird dieser Plan verfolgt und ist eine unabdingbare Grundvoraussetzung für die Durchführung. Die Hürden und Widerstände in der Umsetzung müssen wir in Kauf nehmen, weil nach Abwägung aller Fakten ein Abbruch weitreichende und möglicherweise irreparable Folgen hätte. Zudem setzen wir darauf, uns in der Krise selbst zu helfen. Es geht bei dem Turnier nicht um das Generieren zusätzlicher Einnahmen sondern um die Sicherung entgangener Einnahmen. Der Schaden für die BBL und die Clubs ist jetzt schon immens. Wir wollen weiteren Schaden abwenden. Und deshalb: Wir wollen spielen und wir müssen spielen!

 

Worauf kommt es beim Hygiene-Konzept des Turniers an?

Zentraler Austragungsort sowie Spielbetrieb unter Quarantäne – das sind wichtigsten Unterschiede zwischen dem Konzept der Fußball Bundesliga und dem der BBL. In München werden sich die Spieler und Coaches samt Betreuerstab aller zehn Teams unter Quarantäne-Bedingungen aufhalten, damit die größtmögliche Sicherheit für alle Beteiligten hergestellt wird. Aufenthaltsorte für die Teams sind ausschließlich Team-Hotel und Arena. Der Transport wird mit eigens dafür abgestellten Shuttle-Bussen gewährleistet. Während eines Punktspiels werden inklusive beider Teams ca. 80 Personen zugelassen, die für die Durchführung der Partie unerlässlich sind (u.a. Spieler, Coaches, Betreuer, Schiedsrichter, Zeitnehmer, Anschreiber). Diejenigen Personen, die außerhalb des Spielbetriebes nicht Teil der Quarantäne sind, werden mit einem ausreichenden Abstand zu anderen Funktionsträgern und Protagonisten platziert.

 

Warum unterstützen wir die Standort-Vergabe nach München?

Die EWE Baskets hatten eine Bewerbung für den Standort Oldenburg ebenfalls in Erwägung gezogen, nach Prüfung der Ausschreibungs-Unterlagen und Auflagen jedoch zurückgezogen. Wie in unserer Mitteilung vom 30. April hierzu bereits beschrieben, waren wir zu einer Bewerbung nur bereit, wenn wir auch angesichts eines hohen Zeitdrucks der Ausschreibung mit 100-prozentiger Überzeugung wirklich hinter allen Detailfragen einen Haken hätten machen können. Die BBL hat den Bewerbungsprozess aus Sicht der EWE Baskets der Bedeutung und der Tragweite angemessen und mit großem Verantwortungsbewusstsein durchgeführt. Jeder der Bewerber hat aus unserer Sicht einen guten Job gemacht. Das Konzept und die letztlich überzeugende Bewerbung aus München hat unsere vollste Unterstützung. Wir sind sicher, dass München der geeignete Standort für die Durchführung dieses Turniers sein wird. Eine wichtige Voraussetzung für die Durchführung ist die Quarantäne-Bedingung, unter denen dieses Turnier stattfinden soll. Das hätte für jeden Standort – ob dieser nun relativ hohe Fallzahlen oder eher geringe Fallzahlen aktuell aufweist - gegolten und ist unabdingbar. Oder anders ausgedrückt: Ein Standort mit vergleichsweise geringen Fallzahlen hätte dieselben Sicherheitsstufen und Quarantäne-Bedingungen herstellen müssen.

 

 

Wie soll der Trainings- und Spielbetrieb ablaufen?

Sobald die Freigabe für die Durchführung des Turniers erteilt wird, werden die zehn teilnehmenden Teams eine zweiwöchige Trainingsphase als Vorbereitung auf das Turnier einplanen. Der genaue Turniermodus wird derzeit in einer Arbeitsgruppe unter Beteiligung der Club-Sportdirektoren geplant. Was jetzt schon feststeht: Es wird eine Aufteilung in zwei Gruppen à fünf Teams geben. Die Verteilung der Teams wird über einen Koeffizienten festgelegt. Das und wie der Deutsche Meister sowie die Startplätze für die europäischen Wettbewerbe im weiteren Turnierverlauf ermittelt werden, wird von der BBL zu gegebener Zeit kommuniziert.

 

 

Warum sollten diejenigen, die dem Turnier kritisch gegenüberstehen, uns dennoch mit Solidaritäts-Tickets und Rückerstattungsverzicht weiterhin unterstützen?

In diesen schweren Zeiten sind außergewöhnliche Maßnahmen und Wege nötig, um als Club weiterhin zukunftsfähig zu bleiben. Wir sind in einem dauernden Krisen-Modus und -Management und gehen jeden Schritt mit Bedacht. Wir arbeiten mit großer Hingabe daran, dass dieser Club diese schwere Krise übersteht. Dabei sind sowohl die Unterstützung der Fans mit Solidaritäts-Tickets und Verzicht auf Rückerstattung von Tickets als auch die Fortführung der Saison extrem wichtige Maßnahmen, auf die wir angewiesen sind. Beides dient einer sogenannten Einnahmensicherung und nicht etwa als zusätzliche Einnahme. Wir haben die Solidaritäts-Tickets nicht ins Leben gerufen, um die Teilnahme an dem Turnier zu finanzieren. Aus unserer Sicht unterstützt die Turnier-Teilnahme vielmehr die Sinnhaftigkeit und den Wirkungsgrad der Soli-Tickets und den Rückerstattungsverzicht, weil es um die Zukunft der EWE Baskets und den Fortbestand des Clubs geht. Wir verstehen die Skepsis von einigen von Euch, wollen Euch aber auch erklären, wie wir gemeinsam mit Euch diese Krise bewältigen wollen – und nur mit Eurer Unterstützung können wir es schaffen! Darauf bauen wir!

 

 

Ist es unmoralisch, dass Profi-Clubs Testkapazitäten für sich beanspruchen dürfen?

Die EWE Baskets haben hierzu eine klare Haltung: Sollten wir aufgrund knapper Test-Ressourcen anderen Menschen Tests, die diese dringender benötigen als wir, „wegnehmen“, so wäre das auch aus unserer Sicht tatsächlich stark zu hinterfragen. Allerdings hat sich bei den Test-Kapazitäten die Lage in den letzten Wochen deutlich zum Positiven verändert. Mittlerweile ist es vielmehr so, dass hunderttausende Test-Möglichkeiten pro Woche ungenutzt bleiben. Aus den Laboren kommen Meldungen, dass ausreichend Ressourcen vorhanden seien und die Tests aus dem Profi-Sport keine Belastung für das System und andere Menschen darstellen würden. Siehe hierzu auch exemplarisch diesen Artikel auf spiegel.de, der sich bereits am 28. April mit dem Thema beschäftigt hat:

https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-deutschland-laesst-hunderttausende-testmoeglichkeiten-ungenutzt-a-a803dc38-d93c-42b8-82ef-7c0bfcf416f9

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