Die EWE Baskets Oldenburg sind zwei Spieltage vor dem Saisonende weiterhin mitten im Kampf um die Play-Ins der easyCredit BBL. Am Samstagabend siegten die Oldenburger nach einer kämpferisch starken Teamleistung mit 98:95 bei den VET-Concept Gladiators Trier. In der Tabelle steht die Mannschaft von Headcoach Lazar Spasic damit auf dem elften Tabellenplatz punktgleich mit dem Tabellenzehnten ROSTOCK SEAWOLVES. Am Freitag (20 Uhr) sind die Basketball Löwen Braunschweig zu Gast in der Großen EWE Arena. Alle Spiele der easyCredit BBL seht ihr live bei Dyn.
Es war ein Thriller, der in die Crunchtime der Saison passt und erst mit dem letzten Angriff entschieden wurde, den die Oldenburger stark verteidigten. Entscheidend für den Sieg der Gäste war das starke Teamspiel. Trier unternahm alles, um Chris Clemons aus dem Spiel zu nehmen, die Mannschaft bewegte den Ball jedoch gut, spielte 20 Assists, dazu erzielten sechs Spieler mehr als zehn Punkte. Gemeinsam mit 22 Punkten aus zweiten Chancen machte auch die starke Dreierquote (42%) den Unterschied.
Nicholas Tischler stellte mit 21 Punkten (4 Rebounds) seinen persönlichen Bestwert in der BBL ein, auch Brian Fobbs erzielte 21 Punkte, spielte dazu fünf Assists. Mit Chris Clemons (18 Punkte, 4 Rebounds, 3 Assists), Dakarai Tucker (14 Punkte, 80 Prozent Dreierquote), Michale Kyser (12 Punkte, 5 Rebounds) und Seth Hinrichs (10 Punkte, 7 Rebounds, 4 Assists) punkteten vier weitere Spieler zweistellig.
Die EWE Baskets mussten neben James Woodard (Fußverletzung) auch auf Tomislav Zubcic verzichten, der mit der Aussicht, erneut Vater zu werden, in Oldenburg blieb. Nach einer kurzen Phase des Abtastens gehörte das erste Viertel den Gästen. Hinrichs band mehrfach Fobbs für den Dreier ein, dazu reboundeten die Oldenburger gut und führten nach einem Distanztreffer von Tischler zweistellig (18:6). Dazu spielte die Mannschaft von Lazar Spasic schnell aus Ballgewinnen. Bis auf 23:6 wuchs der Vorsprung nach einem weiteren Dreier von Fobbs, der elf Punkte im ersten Viertel erzielte, im Anschluss verkürzte Trier auf 25:13 nach zehn Minuten
Bis zum 30:16 von Brian Fobbs behielten die Gäste die Spielkontrolle. Es war ein Konzentrationsfehler von Tucker, der zum unsportlichen Foul führte, mit dem das Momentum langsam zu Trier wechselte. Die Gastgeber begannen die Dreier zu treffen, den Oldenburgern unterliefen im Bemühen, eine Antwort zu geben, sieben Ballverluste im zweiten Viertel und Trier kam durch einen Dreier von King schließlich auf 35:34 heran. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte das Duell zwischen Clemons und Roland nicht stattgefunden. Beide Scorer standen bei null Punkten. Nachdem zuvor auch leichte Chancen nicht fallen wollten, war es ein Zirkuswurf von Clemons von der Dreierlinie, der den Bann brach. Die Begegnung ging ausgeglichen in die Halbzeit (43:43).
Im dritten Viertel hatten die EWE Baskets weiterhin Probleme, die Offensive der Gäste zu bremsen, fanden in Dakarai Tucker jedoch einen Scorer, der nicht zu stoppen war. Vier Dreier und zwei Freiwürfe verwandelte Tucker, nahm sich nach 14 Punkten mit unglücklichen Fouls jedoch wieder aus dem Spiel. 67:70 stand es nach 30 Minuten.
Früh im letzten Viertel macht es den Eindruck, als könnten die EWE Baskets die Spielkontrolle übernehmen. Dreier Clemons, Block Stanic, Tischler mit Zug zum Korb, Dunk Hinrichs – die Gäste fanden vielfältige Optionen und setzten sich nach einem Offensivrebound von Clemons, der zum Dreier von Tischler führte, wieder etwas ab (81:75). Knapp vier Minuten vor dem Ende wuchs der Vorsprung auf acht Zähler. Zwei Dreier von Yakchali stellten zwei Minuten vor dem Ende jedoch wieder auf Ausgleich (87:87). Es waren kämpferische Aktionen, die letztlich für den Sieg sorgten: Tischler sicherte sich einen wichtigen Steal, den Fobbs zum 91:87 vollendete, dann war Kyser doppelt mit Offensivrebound zur Stelle und vollendete. In der letzten Verteidigungssequenz erlaubten die EWE Baskets nur noch einen Notwurf, der den Korb und damit den Ausgleich verfehlte.