Die EWE Baskets Oldenburg haben einen empfindlichen Rückschlag im Kampf um die Plätze in den Play-Ins und Playoffs hinnehmen müssen. Bei Science City Jena unterlagen die Oldenburger nach einer vor allem in der zweiten Halbzeit indiskutablen Leistung hochverdient mit 75:97. Alle Spiele der easyCredit BBL seht ihr live bei Dyn.
Das Nachholspiel des 21. Spieltags bot den EWE Baskets die Chance, sich in der Tabelle in eine gute Ausgangsposition für den Endspurt der Saison zu bringen. Diese Gelegenheit ließ das Team von Headcoach Lazar Spasic nicht nur fahrlässig ungenutzt, sondern bot in Sachen Körpersprache und Energie vor allem in der zweiten Halbzeit einen irritierenden Auftritt. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte vermochten die Oldenburger ihren Gegner nicht mehr zu stoppen, erlaubten Jena 58 Punkte und stemmten sich nicht ausreichend gegen die Niederlage.
Statistisch fehlte den EWE Baskets, die nur 18 Punkte in der Zone erzielten, jede Durchschlagskraft auf dem Weg zum Korb. Dazu verloren die Gäste das Reboundduell mit 33:43, erlaubten Jena 20 Punkte aus zweiten Chancen.
Zum Topscorer wurde Chris Clemons, der 20 Punkte und vier Assists auflegte. Dazu punkteten Seth Hinrichs (12 Punkte, 8 Rebounds) und Michale Kyser (11 Punkte, 7 Rebounds) zweistellig. Kyser war zudem der einzige Oldenburger mit einem positiven +/- Wert.
Die EWE Baskets hatten zunächst solide begonnen, führten nach Dreiern von Clemons und Hinrichs mit 8:5, obwohl besonders unter dem Korb wenige Abschlüsse fallen wollten. Ein erster Bruch entstand mit der ersten Pause von Chris Clemons, die Oldenburger agierten nun überhastet, luden Jena zu einfachen Punkten ein und lagen mit 12:17 zurück.
Der Start ins zweite Viertel glückte erneut: Kyser und Clemons verwandelten aus der Distanz, Tischler blockte am eigenen Brett, Hinrichs verwandelte trotz eines Fouls und Tucker verwandelte von der Dreierlinie. Dann bewies Clemons ein gutes Auge und fand Kyser unter dem Korb. Statt auf diesen soliden Start (28:21) aufzubauen, erlaubten sich die EWE Baskets Unkonzentriertheiten, kassierten einen 0:8-Lauf und ließen Jena in Führung gehen. Ein Dreipunktspiel von Clemons sorgte wenigstens dafür, dass die Gäste nur mit 37:39 zurücklagen.
Im dritten Abschnitt bewegten die Oldenburger den Ball zunächst gut, fanden wie Jena bessere Optionen als in der ersten Halbzeit und führten nach einem Korbleger von Clemons mit 48:47. Nun begann Jena aus der Distanz zu treffen, und die EWE Baskets reagierten mit Unsicherheiten und unnötigen Ballverlusten. Bank sorgte per Dreier für den zweistelligen Rückstand (53:63). Die Gäste versuchten, über den Distanzwurf zu antworten, trafen jedoch nicht. Bei 13 Punkten Rückstand vor dem letzten Viertel war klar, dass es eines starken Comebacks bedurfte.
Jena jedoch war nicht mehr zu stoppen und verwandelte doppelt aus der Distanz (74:55). Nun fehlte bei den EWE Baskets spürbar der Glauben an ein Comeback sowie die notwendige Energie und Körpersprache für ein Aufbäumen. Stattdessen gab es die auch in der Höhe verdiente Niederlage.