Die EWE Baskets Oldenburg geraten im Kampf um den Einzug in die Postseason der easyCredit BBL weiter ins Hintertreffen. Am Samstagabend unterlag die Mannschaft von Headcoach Lazar Spasic mit 85:95 bei den NINERS Chemnitz und liegt nun zwei Siege hinter den Sachsen, die auf dem zehnten Platz rangieren. Bereits am Mittwoch (20 Uhr) empfangen die Oldenburger die Veolia Towers Hamburg in der Großen EWE Arena. Alle Spiele der easyCredit BBL seht ihr live bei Dyn.
In einer Partie, die angesichts der Tabellensituation eine richtungsweisende Bedeutung für die Oldenburger hatte, waren es mehrere Minuten im zweiten Viertel, in denen die EWE Baskets ihre Struktur verloren, die am Ende den Unterschied machten. Nach einem 0:15-Lauf und zwischenzeitlich 21 Punkten Rückstand kurz vor der Halbzeit kämpften die Gäste sich in Chemnitz noch einmal heran, verkürzten im letzten Viertel auf fünf Punkte Rückstand, konnten dem Spiel keine Wende geben, verteidigten am Ende zumindest den direkten Vergleich.
Dabei waren es aus den letzten Wochen bekannte Probleme, die den Erfolg kosteten. Das Reboundduell verloren die Gäste mit 25:36, erlaubten Chemnitz 72 Prozent Trefferquote aus Nah- und Mitteldistanz. Dazu verloren die Oldenburger, die phasenweise den Ball gut bewegten, in den entscheidenden Momenten das Teamspiel und versuchten mit Einzelaktionen den Erfolg zu erzwingen.
Chris Clemons (25 Punkte) wurde zum Topscorer. Brian Fobbs erreichte 16 Punkte, vier Rebounds und vier Assists, Michale Kyser (12 Punkte, 6 Rebounds) punktete ebenfalls zweistellig.
Ohne Filip Stanic (Leistenverletzung) und James Woodard (Fußverletzung) begann die Begegnung zunächst ausgeglichen und auf Seiten der EWE Baskets spektakulär. Clemons bediente Michale Kyser per Alley-oop, dann verwandelte Michale Kyser aus der Distanz (7:4). Für Chemnitz waren es die Big Men Sow und Yebo, die erste Akzente setzten, für Oldenburg verwandelte Tucker nach einem Offensivrebound von Schroeder aus der Distanz.
Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel, in dem die Gäste von der Dreierlinie trafen und Chemnitz unter dem Korb dominierte, fanden die Gastgeber ihren Distanzwurf. Zunächst ließen die Oldenburger Yebo zuviel Raum an der Dreierlinie, dann verwandelten die Sachsen vier weitere Dreier. Aus einem ausgeglichenen Spiel wurde binnen weniger Minuten ein Rückstand von 19 Punkten, weil die defensive Intensität nicht passte und offensiv Struktur und Teamplay verloren gingen. Nach zwischenzeitlich 21 Punkten Rückstand (30:51), war beim Stand von 35:53 klar, dass es eine herausragende zweite Halbzeit benötigen würde.
Mitte des dritten Viertels begannen die EWE Baskets tatsächlich, den Rückstand abzubauen. Starke Aktionen von Tischler und Lofton und eine erfolgreiche Coaching-Challenge von Lazar Spasic, die zu einem unsportlichen Foul führte, sorgten dafür, dass der Rückstand auf zwölf Punkte schrumpfte. Zwischenzeitlich verkürzte Clemons gar auf 63:73. Unnötige Fehler ließen das Defizit nach 30 Minuten jedoch wieder auf 14 Zähler anwachsen.
Zumindest Moral bewiesen die Gäste, die nun deutlich intensiver den Korb attackierten an diesem Abend, zogen Chemnitz mit verschiedenen Verteidigungsvarianten zudem zwischenzeitlich offensiv den Zahn. Hinrichs aus der Distanz, dazu Fobbs und Lofton mit Zug zum Korb, die EWE Baskets kamen auf 76:81 heran. Nun jedoch trafen die Oldenburger offensiv schlechte Entscheidungen, verpassten auch offene Würfe und ließen die Chance liegen, das Spiel enger zu machen. Chemnitz schüttelte sich, gab mit einem Dreipunktspiel von Sow und einem Dreier von Newman die Antwort und entschied die Begegnung.