Das erste Pflichtspiel der Saison ist direkt eines, in dem es um Weiterkommen oder Ausscheiden geht. Am Sonntag (18 Uhr) müssen die EWE Baskets Oldenburg zum Abschluss der ersten Runde des Netto BBL Pokals bei den MLP Academics Heidelberg antreten. Mit einem Sieg dürften die Oldenburger sich nicht nur auf den Klassiker gegen die Telekom Baskets Bonn, sondern auch auf ein Heimspiel im Achtelfinale des Pokalwettbewerbs freuen. Alle Spiele der easyCredit BBL und des Netto BBL Pokals seht ihr live bei Dyn. Die Fans der EWE Baskets können die Partie zudem gemeinsam beim Public Viewing im Schirrmann’s verfolgen.
Rund um das Trainingszentrum der EWE Baskets waren die Anspannung und der noch einmal erhöhte Fokus vor dem Pokalduell in Heidelberg über die Trainingswoche spürbar. Nach gut fünf Wochen Vorbereitung, in der die Mannschaft intensiv und konzentriert arbeitete, aber vor allem den Eindruck einer großen Homogenität und guten Teamchemie vermittelte, wird dies in Heidelberg auf den Prüfstein gestellt.
Die zwei Siege gegen Hamburg am vergangenen Wochenende gaben Selbstvertrauen und einen ersten Eindruck, wie die EWE Baskets auftreten wollen: Intensive Verteidigung, großer Einsatz und hohe Teamorientierung zeichneten die Mannschaft aus, die gleichzeitig offensiv noch größeres Potenzial zur Steigerung offenbarte. In Heidelberg gilt es nun, mit den Tugenden des Teams und einer offensiven Steigerung den Erfolg mitzunehmen.
Bei der Rückkehr von Marcel Keßen an seine alte Wirkungsstätte fehlen wird Le'tre Darthard, dessen Verletzung sich als weniger schwerwiegend als befürchtet erwies, der aber dennoch mehrere Wochen fehlen wird.
In Heidelberg treffen die EWE Baskets auf einen Gegner, der nicht wie ein typisches ProA-Team wirkt. Die Academics, die nach dem überraschenden Abstieg aus der BBL als klarer Aufstiegsfavorit gelten müssen, verbinden viel Erfahrung gerade auf den deutschen Positionen mit viel Qualität.
Spieler wie Kapitän Paul Zipser, Kevin McClain, Niklas Würzner, Erol Ersek und die neu nach Heidelberg gekommenen Lorenz Brenneke und Joschka Ferner würden nicht nur eine solide deutsche Rotation in der BBL ergeben. Sie sorgen auch dafür, dass über 800 Spiele Erfahrung in der BBL im Heidelberger Kader stehen.
Dazu verpflichteten die Heidelberg bewiesen Qualität aus der ProA. Spielmacher Chuck Harris stand mit den Kreisbau Kirchheim Knight im Finale und trifft damit am Sonntag auf seinen ehemaligen Teamkollegen Tylan Pope. Rebounds und Energie erhalten die Gastgeber von Cantia Rahming, der aus Bayreuth kam und auch Center Nick Nick Muszynski, der zuletzt in Belgien überzeugte, präsentierte sich bereits stark in der ProA. Einzig Forward Frank Champion hat von den Leistungsträgern keine Erfahrung in BBL oder ProA, deutete in Finnland (22,7 Punkte, 9 Rebounds) sein Potenzial an.