Nach fünf Siegen in Serie in der easyCredit BBL haben die EWE Baskets Oldenburg einen Rückschlag hinnehmen müssen. Bei den MLP Academics Heidelberg unterlag die Mannschaft von Head Coach Lazar Spasic mit 78:80 und konnte die Aufholjagd in der Tabelle nicht fortsetzen. Alle Spiele der easyCredit BBL seht ihr live bei Dyn.
Die letzte Konsequenz und Konzentration, die das Team in den letzten Spielen ausgezeichnet hatte, brachten die Oldenburger in Heidelberg nicht auf das Parkett. Ausdruck dessen waren nicht nur 18 Ballverluste, sondern auch nur elf Assists. Den aggressiven Heidelbergern gelang es zu oft, die Ballbewegung der EWE Baskets zu stoppen. Die Gäste drückten ihren Gegner mit 41 Prozent zwar erneut auf eine niedrige Wurfquote, dafür gingen die Gastgeber für 29 Freiwürfe an die Linie.
Brian Fobbs wurde mit 25 Punkten und sieben Rebounds zum Topscorer. Chris Clemons kam auf 20 Punkte und spielte dazu drei Assists. Mit James Woodard (11 Punkte) kam jedoch nur ein weiterer Akteur auf eine zweistellige Ausbeute.
Heidelberg begann wie eine Mannschaft, die sich der prekären Situation bewusst war, agierte physisch und bis in die Haarspitzen motiviert, verwandelte die ersten drei Distanzwürfe und provozierte Oldenburger Fehler. Auf Seiten der Gäste fand offensiv nur Clemons in die Begegnung, ein schneller zweistelliger Rückstand war die Folge (7:18). Bis zum Ende des ersten Viertels hatten die EWE Baskets fünf Ballverluste gesammelt und lagen 21:32 zurück.
Nun fand die Mannschaft von Lazar Spasic besser in die Begegnung, hielt körperlich dagegen und fand offensiv bessere Lösungen. Nach einem Dreipunktspiel von Zubcic und einem Distanztreffer von Woodard war der Rückstand auf sechs Punkte verkürzt (36:42). Oldenburg attackierte nun besser die Zone und Clemons brachte seine Mannschaft auf zwei Zähler heran (42:44). Heidelberg antwortete nach einer Auszeit mit einem 7:0-Lauf bis zur Halbzeit.
Clemons aus der Distanz und im Anschluss mit dem Pass zum offenen Dreier für Tischler die EWE Baskets kamen verbessert aus der Kabine, bewegten auch den Ball flüssiger durch die eigenen Reihen und sicherten sich wichtige Offensivrebounds. Der Ausgleich schien eine Frage der Zeit, Chancen, dem Spiele eine Wende zu geben, blieben jedoch liegen und Heidelberg nahm die Führung mit in das letzte Viertel (61:67).
Früh im letzten Abschnitt fand Clemons Kyser für den Dunk und hatte kurze Zeit später die Chance auf den Ausgleich. Der Dreier rollte jedoch heraus, Heidelberg antwortete und setzte sich wieder ab (66:73). Die EWE Baskets kämpften sich immer wieder in Schlagdistanz, unnötige Ballverluste, überhastete Abschlüsse aus der Distanz und abgegebene Offensivrebounds verhinderten jedoch immer wieder das Comeback. Nachdem Fobbs auf 73:76 verkürzt hatte, erhielten die Oldenburger noch eine Chance: Das Einwurfplay funktionierte jedoch nicht, der Ball ging ohne Berührung eines Spielers wieder ins Aus und Heidelberg ließ sich den Sieg an der Freiwurflinie nicht mehr nehmen.