Die EWE Baskets Oldenburg haben einen erfolgreichen Pflichtspielstart gefeiert und sich den Einzug in die zweite Runde des Netto BBL Pokals gesichert. Bei den MLP Academics Heidelberg siegte die Oldenburger in einer umkämpften und physischen Partie dank einer starken Defensivleistung mit 82:63. Im Achtelfinale wartet auf die Fans mit dem Heimspiel gegen die Telekom Baskets Bonn nun ein Klassiker. Alle Informationen zum Ticketverkauf und zur Terminierung folgen in den kommenden Tagen.
Gegen die erfahrenen Heidelberger, die mehr als 800 BBL-Spiele Erfahrung auf das Parkett brachten, wurde es das erwartet hart umkämpfte Spiel. Während die Oldenburger in der Offensive weiterhin Feinschliff benötigen, ließ die Mannschaft von Headcoach Milenko Bogicevic die wenigsten Punkte aller Teams der ersten Pokalrunde zu. Vor allem in der entscheidenden Phase packten die EWE Baskets zu, erlaubten in den letzten 14 Minuten der Partie nur noch elf Punkte zu (39:11).
Die Oldenburger erzwangen 15 Ballverluste, hielten Heidelberg bei 42 Prozent Wurfquote und entschieden auch das Rebounduell (38:27) deutlich für sich. Zum überragenden Mann auf dem Parkett wurde Nate Johnson, der 28 Punkte (4 Assists, 3 Rebounds) auflegte. Dazu punkteten Jeremy Roach (15 Punkte, 4 Assists), Nicholas Tischler (14 Punkte, 3 Rebounds) und Demajeo Wiggins (13 Punkte, 10 Rebounds) zweistellig.
Die EWE Baskets begannen mit der nötigen Konsequenz, führten nach einem Steal von Tischler schnell mit 6:2. Die Defensive war von Beginn an präsent, offensiv wollte nicht alles gelingen. Nate Johnson übernahm die Offensive, erzielte 12 Punkte im ersten Abschnitt. Dann setzte Roach wichtige Impulse, traf einen Dreier nach starker Ballbewegung und bediente Johnson mit dem Backdoor-Pass (14:7). Ein Tischler-Dreier erhöhte auf 17:9. Als Roach die erste Pause erhielt, verloren die Oldenburger zunächst den Rhythmus und luden Heidelberg mit drei Ballverlusten in die Begegnung ein (17:14). Nach zehn Minuten führten die Gäste mit 22:16.
Den Start in das zweite Viertel verschliefen die EWE Baskets, kassierten unnötige Treffer aus der Distanz und hatten keinen offensiven Rhythmus. Gutes Offensivrebounding, starke Einzelaktionen und Freiwürfe sorgten für die knappe Führung nach 20 Minuten.
Im dritten Abschnitt sah es zunächst nicht nach einem erfolgreichen Abend aus. Champion legte für die Gastgeber einen herausragenden Start hin und die EWE Baskets sahen sich Mitte des dritten Abschnitts mit acht Punkten Rückstand konfrontiert. Oldenburg jedoch zog defensiv noch einmal an und hatte Nate Johnson in den eigenen Reihen, der 12 Punkte im dritten Viertel auflegte und dabei schwere Dreier verwandelte. Zudem fand Johnson nun auch Wiggins besser, der per Dunk abschloss. Nach 30 Minuten führten die Gäste mit 60:55.
Die Heidelberg hofften auf das Comeback, fanden nun gegen die Verteidigung der Oldenburger jedoch kein Mittel mehr, zudem gingen gegen die Physis der Gäste die Kräfte aus. Immer wieder war es nun Wiggins, der entweder per Offensivrebound abräumte oder von den Mitspielern gefunden wurde. Als Johnson den Center zum Dunk und zu seinem bereits neunten Punkt des letzten Viertels bediente (75:61) war die Begegnung entschieden.