Die EWE Baskets Oldenburg haben sich einen enorm wichtigen Erfolg in der easyCredit BBL über 40 Minuten buchstäblich erkämpft. Bei den MHP RIESEN Ludwigsburg gewannen die Oldenburger am Sonntagnachmittag mit 74:72 und kletterten mit ausgeglichener Bilanz zurück in die Play-In-Ränge. Alle Spiele der easyCredit BBL gibt es live bei Dyn.
In einer von Defensive, viel Kampf, aber auch fehlendem Rhythmus geprägten Partie setzten sich die Oldenburger mit großem Zusammenhalt, starker Verteidigung und dank einer starken Vorstellung des Rückkehrers Nate Johnson durch, konnten die Negativserie von fünf Niederlagen in Folge brechen. Die EWE Baskets hielten die Gastgeber bei 38 Prozent Wurfquote, reboundeten im letzten Viertel stark und gestalteten das Reboundduell so nahezu ausgeglichen (41:42). Über einige Phasen bewegte die Mannschaft von Headcoach Milenko Bogicević den Ball zudem besser, kam auf 17 Assists, leistete sich jedoch auch 17 Ballverluste.
Nate Johnson wurde mit 28 Punkten zum Topscorer, sammelte dazu bei seinem Comeback vier Rebounds und vier Assists und verwandelte sechs von neun Dreierversuchen. Mit Johnson auf dem Parkett bleiben die EWE Baskets damit ohne Pflichtspielniederlage. Jeremy Roach kam auf 13 Punkte und drei Assists, dazu erzielte Demajeo Wiggins (11 Punkte, 12 Rebounds) ein Double-Double.
Die EWE Baskets starteten engagiert, aber mit einigen unnötigen Ballverlusten und mehreren guten Wurfversuchen, die wieder aus dem Korb rollten. Den entscheidenden Kick für das Oldenburger Spiel gab Rückkehrer Nate Johnson, der keinerlei Anlaufzeit benötigte. Drei Dreier binnen weniger Momente machten aus einem 5:11 ein 14:13. Die Gäste bewegten nun den Ball gut. Momirov bediente Wiggins, der kurze Zeit später aus dem Short Roll den cuttenden Hinrichs für den Korbleger bediente. Johnson sorgte mustergültig von Roach bedient für das 22:19 nach zehn Minuten
Darthard legte fünf Zähler zum Start ins zweite Viertel nach und erhöhte auf 27:19. Zwei Oldenburger Schwächen setzten sich jedoch fort: Unnötige Ballverluste und abgegebene Offensivrebounds gaben Ludwigsburg mehr Wurfchancen und diese nutzten sie nun besser. Nach dem Ausgleich der Gastgeber hatten Johnson mit dem vierten Dreier des Spiels und Roach trotz eines Fouls die Antwort. Probleme hatten die Oldenburger mit Jonas Wohlfarth-Bottermann, der sich mehrere zweite Chancen sicherte. Weil defensiv Darthard blockte und auf der anderen Seite erneut Roach trotz eines Fouls verwandelte, nahmen die Gäste eine Führung (44:39) mit in die Halbzeit.
Nach Wiederbeginn übernahmen die Oldenburger vorerst das Kommando. Zunächst kam Roach fast tänzerisch leicht zum Korb, dann sorgte Wiggins mit zwei Freiwürfen für die zweistellige Führung. Johnson verwandelte seinen sechsten Dreier im achten Versuch (57:46). Vor allem mit eigenen leichten Fehlern und zugelassenen Offensivrebounds brachten die Gäste Ludwigsburg jedoch wieder ins Spiel.
Im letzten Viertel wurde schnell deutlich, dass der Sieg über Mentalität und Verteidigung gehen würde. Mit schwindenden Kräften ging auch der offensive Rhythmus verloren. Roach sorgte mit einem wichtigen Dreipunktspiel für das 64:62, Oldenburg setzte sich wieder leicht ab und führte nach einem Dreier von Momirov (71:65). In den letzten Minuten fanden die EWE Baskets nicht mehr die offensiven Lösungen, das Spiel über die Linie zu bringen, der Fokus und die Defensive stimmten jedoch. Nachdem Ludwigsburg in der letzten Minute durch Leggett zum Ausgleich kam, sicherte sich Wiggins im Anschluss einen wichtigen Offensivrebound, ließ die Chancen an der Freiwurflinie jedoch liegen. Erneut warfen sich die Gäste mehrfach nach dem Offensivrebound. Der Ball landete schließlich bei Johnson, der gefoult wurde und an der Freiwurflinie sicher zum 74:72 verwandelte. Auch den letzten Angriff der Ludwigsburger verteidigten die Gäste stark und nahmen den wichtigen Sieg mit nach Oldenburg.