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EWE Baskets Oldenburg - RASTA Vechta

Heimspiel gegen Vechta: EWE Baskets wollen nachlegen

07.03.2026

 Text: Torben Rosenbohm / Foto: Christian Becker

Boxscore

NR Spieler ESZ PKT 2PM 2PA 3PM 3PA FTM FTA DR OR AS ST TO BS PF

Es war ein überaus stimmungsvoller Abend in der großen EWE ARENA in Oldenburg. Erst regnete es zu Beginn des Heimspiels gegen die Telekom Baskets Bonn Hunderte Teddys von den mit 6.335 Fans ausverkauften Rängen, dann bezwangen die EWE Baskets Oldenburg ihren Rivalen aus dem Rheinland mit 98:94. Ein ausgesprochen wichtiger Sieg, der bewies, dass die Niedersachsen mit Recht ihre Ambitionen auf eine Postseason-Teilnahme immer wieder betonen. Durch den Erfolg verbesserten die Schützlinge von Trainer Lazar Spasic ihre Bilanz auf 20:22 Punkte – eine bemerkenswerte Entwicklung nach dem enttäuschenden Saisonstart mit 2:16 Zählern.

Den ersten Erfolg gegen Bonn nach zuvor neun Niederlagen am Stück kann das Team allerdings nicht lange genießen, denn schon an diesem Sonntag, 8. März, geht es in der easyCredit Basketball Bundesliga weiter. Ab 18 Uhr steigt in der großen EWE ARENA das Nordduell gegen RASTA Vechta. Für die beiden Konkurrenten, deren Arenen gerade einmal knapp 50 Fahrradkilometer auseinanderliegen, ist es bereits das dritte Aufeinandertreffen in der laufenden Saison: Auf dem Weg zum BMW TOP FOUR bezwangen die Oldenburger RASTA zunächst im Pokal-Viertelfinale mit 72:69, später ließen sie in der Liga ein deutliches 96:79 folgen.

Wir wissen: Dreimal ist Oldenburger Recht!

Die Idee, nahezu selbstverständlich den dritten Pflichtspielsieg gegen Vechta bejubeln zu dürfen, könnte sich allerdings als Trugschluss erweisen. Die Mannschaft von Headcoach Christian Held, der einst viele Jahre in Oldenburg aktiv war, zeigte sich am Freitagabend überwiegend in glänzender Verfassung. Gegen Science City Jena schüttelten die RASTA-Korbjäger einen Fehlstart rasch aus den Kleidern und setzten sich schließlich überdeutlich mit 101:64 durch. Höchst eindrucksvoll ging bei diesem Erfolg Tevin Brown zu Werke, der 30 Punkte erzielte, dabei sieben von acht Dreiern traf und zudem dank sieben Rebounds, zwei Steals und nur einem Ballverlust einen beeindruckenden Effektivitätswert von 36 erzielte.

Für Vechta war es ein dringend benötigtes Erfolgserlebnis, denn der zuletzt negative Trend hatte den Club immer näher an die Abstiegsplätze herangeführt. Mit nun acht Siegen haben sich die Held-Schützlinge immerhin ein kleines Polster von drei Siegen Vorsprung auf Heidelberg und Braunschweig verdient.

Im Kader sorgen fünf Spieler im Schnitt für zweistellige Punkteausbeuten: Alonzo Verge (18,6 PPG), Tevin Brown (15,8), Tommy Kuhse (13,6), TJ Bamba (11,0) und Tibor Pleiß (10,2). Zu diesem Kreis hinzugesellen könnte sich auch Malik Parsons, der vor wenigen Tagen nachverpflichtet wurde und sich beim Erfolg gegen Jena gleich mit zwölf Punkten und sechs Rebounds mühelos einfügte. Dass RASTA in der Tabelle nicht dort steht, wo man gemessen an der Qualität angesiedelt sein sollte, beweist ein Blick auf den restlichen Kader: Akteure wie Lloyd Pandi, Philipp Herkenhoff, Booker Coplin, Lars Thiemann, Joschka Ferner oder Luc van Slooten sorgen für ordentliche bis gehobene Bundesliga-Klasse und für eine tiefe Rotation. Coach Held hat (theoretisch) die Qual der Wahl, denn sieben Spieler besitzen einen ausländischen Pass. Gegen Jena mussten allerdings Bamba und Coplin verletzt pausieren; auch Ferner war nicht einsatzfähig.

Die EWE Baskets sollten gewarnt sein vor einem Gegner, dem im Saisonendspurt noch einiges zuzutrauen ist. Im Vorverkauf gibt es für das Nachbarschaftsduell noch wenige Resttickets, Dyn überträgt wie gewohnt live. Arne Malsch kommentiert aus der großen EWE ARENA.



Tabelle

PL TEAM PKT
8VET-CONCEPT Gladiators Trier57.1
9MHP RIESEN Ludwigsburg52.4
10EWE Baskets Oldenburg47.6
11SKYLINERS45.5
12NINERS Chemnitz45.5
13RASTA Vechta36.4

Nächstes Spiel

So, 08.03.2026, 18:00 Uhr
EWE Baskets Oldenburg vs. RASTA Vechta

Stimmen zum Spiel

Lazar Spasic (Headcoach EWE Baskets Oldenburg): „Das Team aus Vechta hat sich verändert, ohnehin lassen wir uns von unseren beiden Siegen gegen RASTA nicht blenden. Wir kennen ihre Stärken, müssen aber auch mit neuen Ideen rechnen. Für uns sind zwei Prinzipien anhaltend wichtig: Es gilt, möglichst alle Spieler in der Offensive einzubinden, und beim Rebound besser zu arbeiten.“


Players to watch

Der ehemalige RASTA-Akteur zeigte gegen Bonn eine starke Vorstellung. Ihm gelangen zehn Punkte bei perfekter Quote aus dem Feld (4/4), zudem griff er sich neun Rebounds.
Mit seinen Punkten hielt er Oldenburg gegen Bonn im Spiel, als es noch nicht ganz rund lief. Am Ende standen bei ihm stark 24 Punkte und sieben Assists zu Buche.
Der Guard kam gegen seinen Ex-Club aus Bonn auf 20 Punkte und erwischte einen Sahnetag von der Dreierlinie – sechs seiner acht Versuche senkten sich in den Korb der Telekom Baskets.