Ein Doppelspieltag steht in dieser Woche in der easyCredit Basketball Bundesliga auf dem Programm. Die EWE Baskets Oldenburg sind dabei zunächst am Mittwoch, 1. April (20 Uhr, große EWE ARENA, Tickets im Vorverkauf), gegen die Veolia Towers Hamburg gefordert, bevor am Sonntag, 5. April (15 Uhr, Uber Arena), die Auswärtspartie bei ALBA BERLIN auf dem Programm steht. Alle Spiele gibt es wie gewohnt live bei Dyn, aus Oldenburg kommentiert Dominik von Burchard.
Oldenburg und Hamburg begegnen sich in unterschiedlicher Gemütslage. Während die EWE Baskets beim 85:95 in Chemnitz einen herben Dämpfer hinnehmen mussten, setzten sich die Hamburger daheim deutlich gegen München durch (96:81). Beide Kontrahenten stecken tabellarisch im Mittelfeld, können dabei noch Hoffnungen auf eine Play-In-Teilnahme hegen und dürfen gleichwohl den Blick nach unten nicht gänzlich außer Acht lassen. Die EWE Baskets rangieren vor dem Spieltag auf dem 13. Platz (22:30 Punkte), die Veolia Towers sind 15. (20:30).
Hamburg erlebte in der Saison 2025/26 zunächst einen rabenschwarzen Start. Wettbewerbsübergreifend gingen 19 Spiele in Serie verloren (saisonübergreifend waren es sogar 25 Niederlagen in Folge), sodass sich die Hanseaten in einem beispiellosen Tief wiederfanden. Das 99:80 gegen ALBA Mitte Dezember 2025 wirkte demzufolge wie ein Befreiungsschlag.
Deutliche Spuren hinterließ die sportliche Misere im Kader. In Carlos Stewart, Jean-Pierre Tokoto, Justin Edler Davis und Eric Reed mussten gleich vier Spieler im Verlauf der Saison gehen, vier Neue kamen derweil hinzu: Devon Daniels, Ross Williams, Martin Breunig und Karl Gamble wechselten an die Elbe. Während die Mehrheit der Clubs im unteren Tabellendrittel nach und nach auf einen Trainerwechsel setzte, blieben die Verantwortlichen um Geschäftsführer Marvin Willoughby ihrem Headcoach treu: Der ehemalige Oldenburger Benka Barloschky durfte trotz des Fehlstarts schließlich mit verändertem Kader die Wende einläuten.
Wenngleich der Abstand auf die MLP Academics Heidelberg (14:38) aus Hamburger Sicht noch nicht allzu beruhigend ist, deutet der Trend inzwischen darauf hin, dass die Towers auch 2026/27 zur easyCredit BBL gehören. Fünf Siege gelangen in den vergangenen zehn Spielen, darunter der Coup gegen den amtierenden Meister aus München am vergangenen Wochenende.
Gleich fünf Spieler im Kader der Hamburger kommen im Schnitt auf zweistellige Punktezahlen: Devon Daniels (15,9 PPG), Ross Williams (12,6), Leonard Thorpe (10,8), der Ex-Oldenburger Kenny Ogbe (10,6) und Zacharie Perrin (10,3). Auf die Dienste eines weiteren ehemaligen Spielers der EWE Baskets müssen die Towers derweil für einige Wochen verzichten: Center Martin Breunig fällt verletzt aus. Ein Wiedersehen gibt es am Mittwoch mit einem gebürtigen Huntestädter: Niklas Wimberg läuft bereits im zweiten Jahr für den Club aus Hamburg auf (5,1 PPG).
An das Hinspiel haben die EWE Baskets übrigens gute Erinnerungen: Das 94:69 kurz nach Weihnachten lag mitten in einer Siegesserie von fünf Erfolgen am Stück. Nicho Tischler avancierte dabei mit 20 Punkten zum Oldenburger Topscorer.