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Vorbericht

Hamburg Towers - EWE Baskets Oldenburg

Nordderby verspricht Tempo und Intensität

04.03.2022

 Bild: Ulf Duda

Auf die EWE Baskets Oldenburg wartet in der ersten Begegnung nach dem Nationalmannschaftsfenster eine emotionale Rückkehr auf das Parkett in der easyCredit BBL. Das Nordderby bei den Hamburg Towers am Samstag (18 Uhr) dürfte nicht nur intensiven und temporeichen Basketball bieten, sondern auch große Unterstützung für beide Teams. In der Hansestadt ist eine Auslastung von 60 Prozent der Zuschauerkapazität erlaubt, mit den EWE Baskets werden sich gemeinsam mit Thunderstorm Oldenburg über 100 Fans auf den Weg machen.

Nach intensiven ersten zwei Wochen unter dem neuen Head Coach Ingo Freyer, in denen drei Siege aus fünf Partien gelangen, bot sich die Gelegenheit, neue Energie zu tanken, aber auch individuell und als Team an Feinheiten des neuen Systems zu arbeiten. Mit Max Heidegger, Michal Michalak und Sebastian Herrera waren allerdings auch drei Oldenburger Spieler mit ihren Nationalmannschaften aktiv. Während Heidegger mit Israel beide Partien gegen Deutschland knapp verlor, feierten Michalak und Herrera jeweils einen Erfolg aus zwei Spielen. Besonders der chilenische Nationalspieler nutzte die Chance nach seiner Verletzungspause Spielpraxis zu sammeln, wurde beim Sieg über Kolumbien mit 20 Punkten zum Topscorer.

Angesichts der engen Tabelle im Kampf um den Klassenerhalt, die Teams von Platz 13 bis 18 trennen nur drei Siege, wollen die EWE Baskets auch in den anstehenden vier Partien gegen Playoff-Anwärter überraschende Erfolge mitnehmen. Den Anfang macht dabei das Duell mit den Towers, die sich im Kampf um die Playoffs kaum weitere Ausrutscher leisten können. Seit Mitte Januar sind die Hamburger etwas aus dem Tritt geraten, verloren von Personalsorgen geplagt vier der letzten fünf Partien und haben auf dem zehnten Platz bereits zwei Niederlagen mehr auf dem Konto als Göttingen auf dem achten Rang.

Insgesamt müssen die Gastgeber, die im Eurocup auf dem Weg in die nächste Runde sind, allerdings weiterhin als Kandidat für den Einzug in das Halbfinale der Playoffs gelten, schließlich ist der Kader mit hoher individueller Qualität besetzt. Dabei ragt ein Trio besonders heraus. Caleb Homesley zählt zu den besten Offensivspielern der BBL, erzielt 17,4 Punkte, 3,9 Rebounds und 5,0 Assists im Schnitt. Starke Werte, die der athletische und große Guard seit Jahresbeginn mit 21,1 Punkten und 6,9 Assists noch gesteigert hat. Jaylon Brown überzeugt auf den Guard-Positionen  mit 15,1 Punkten im Schnitt, erhöhte diesen Wert im Jahr 2022 gar auf 20,3 Zähler pro Partie. Dazu beweist sich Maik Kotsar (13,4 Punkte, 7,1 Rebounds) auch im zweiten BBL-Jahr als ein Top-Center.

Um dieses Trio gruppieren sich Akteure, die klar definierte Stärken einbringen. Justus Hollatz kombiniert seine für einen Spielmacher außergewöhnliche Größe mit einem guten Auge (4,5 Assists) für die Mitspieler. Max DiLeo ist weiterhin einer der besten Verteidiger auf den kleinen Positionen, während zwei Forwards vor allem als Distanzschützen glänzen. Robin Christen (44,8 Prozent) und Lukas Meisner (41,1 Prozent) bestrafen Freiraum an der Dreierlinie und machen das Feld so breit. Mit Trevon Bluiett (6,5 Punkte, 4,5 Rebounds) verpflichteten die Hamburger zuletzt einen athletischen und defensivstarken Flügelspieler, auf den die EWE Baskets im Duell mit Besiktas Istanbul in dieser Saison bereits getroffen sind.

Spielerisch dürfen die Fans sich auf eine Begegnung mit hohem Tempo und großer Aggressivität freuen, schließlich sind sich beide Teams in ihrer Spielidee nicht unähnlich. Die Hamburger wollen mit defensivem Druck das System des Gegners stören und daraus einfache Punkte erzielen. Nur Ludwigsburg sammelte im Saisonverlauf mehr Steals als die Gastgeber (8,3 im Schnitt). In den fünf Partien unter Ingo Freyer erreichten die EWE Baskets allerdings gar 9,6 Steals im Schnitt.

Beide Mannschaften generieren mit ihrem Stil viele Abschlüsse, liegen mit 66,6 Feldwürfen auf dem dritten Rang der BBL und nutzen den Dreier als wichtiges Element des Spiels. Kein Team nimmt mehr Distanzwürfe als die Hamburger (32,4), allerdings haben auch die Oldenburger unter Ingo Freyer die Zahl der Dreier erhöht, nehmen in den letzten fünf Partien 29,8 Versuche im Schnitt.



Tabelle

PL TEAM PKT
9HAKRO Merlins Crailsheim34:34
10BG Göttingen32:36
11EWE Baskets Oldenburg28:40
12s.Oliver Würzburg28:40
13Basketball Löwen Braunschweig24:42
14medi bayreuth22:46

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Stimmen zum Spiel

Martin Breunig (Center, EWE Baskets Oldenburg): „Hamburg spielt schnell, mit vielen Dreiern, reboundet gut. Wir müssen ihre Intensität matchen oder dort vielleicht besser sein. Offensiv müssen wir geduldig sein, den Ball bewegen und offene Würfe finden. Maik Kotsar müssen wir nicht alleine im Post oder im Pick&Roll verteidigen, sondern als Team gemeinsam.

Phil Pressey (Guard, EWE Baskets Oldenburg): „Wir müssen in Hamburg unseren Stil spielen. Über die letzten fünf Partien hatten wir die meisten Steals der Liga. Das zeigt mit welcher Energie und Aggressivität wir gespielt haben und darauf müssen wir aufbauen.“


Players to watch

Der chilenische Nationalspieler überzeugte beim Sieg über Kolumbien, wurde mit 20 Punkten zum Topscorer und wird auch im Oldenburger Spiel weiter zu einem wichtigen Faktor werden.
Der Center überzeugte in den vergangenen fünf Partien mit viel Einsatz, 11 Punkten und 4,6 Rebounds im Schnitt.
Fast 20 Punkte erzielt Michal Michalak zuletzt im Schnitt, wird auch in Hamburg ein entscheidender Faktor für einen Erfolg sein müssen.