Die EWE Baskets Oldenburg haben auch das zweite Spiel der neuen Saison in der easyCredit BBL für sich entschieden. Beim letztjährigen Playoffteam Fitness First Würzburg Baskets zeigte sich die Mannschaft von Headcoach Milenko Bogićević in Schwächephasen als resiliente Einheit und sicherte sich mit starker Defensive den 77:68-Auswärtserfolg. Bereits am Sonntag (16.30 Uhr) empfangen die Oldenburger die Veolia Towers Hamburg zum Nordduell in der Großen EWE Arena. Karten sind unter ewe-baskets.de/tickets erhältlich. Alle Spiele der easyCredit BBL gibt es live nur bei Dyn.
Die EWE Baskets brachten erneut die Mischung aus Resilienz, Defensive und hoher Energie auf das Parkett, die das Team bereits in den ersten Pflichtspielen ausgezeichnet hat. Damit trotzten die Oldenburger auch einem 2:18-Start in die zweite Halbzeit und neun Punkten Rückstand Mitte des dritten Viertels, der die Arena in Würzburg in einen Hexenkessel verwandelte. Mit einem starken letzten Abschnitt verdienten sie sich schließlich den Sieg.
Beeindruckend dabei das Teamspiel, das die Oldenburger etablierten: 24 Assists spielten die Gäste, erlaubten sich in einem physischen Spiel zudem nur sechs Ballverluste. Nur 40 Prozent Wurfquote konnten die EWE Baskets kompensieren, weil sie sich zudem 17 Offensivrebounds sicherten.
Es war ein Teamsieg, der gleichzeitig starke Einzelleistungen beinhaltete. So erlaubte sich das Spielmacher-Duo Jeremy Roach (13 Punkte, 8 Assists) und Zach Ensminger (7 Punkte, 7 Assists, 3 Rebounds) bei 15 Assists nur einen Turnover. Nicholas Tischler wurde nach einer von Foulproblemen geprägten ersten Halbzeit mit 14 Punkten noch zum Topscorer. Marcel Keßen punktete ebenfalls zweistellig (10 Punkte, 6 Rebounds) und war in der zweiten Halbzeit ein wichtiger Stabilitätsfaktor unter dem Korb für die EWE Baskets, die neben Darthard auch auf Stefan Momirov verzichten mussten, der weiterhin auf sein Visum wartet.
Auf einen tiefen Dreier von Johnson zum Start folgte ein weiterer Treffer aus der Distanz von Pope (6:2). Die EWE Baskets begannen mit intensiver Defensive, erzwangen früh sechs Ballverluste der Gastgeber und setzten sich nach einem dieser Steals von Roach auf 13:7 ab. Ärgern durften sich die Gäste über das frühe dritte Foul von Tischler und einige vergebene Chancen. Dank bereits sieben Assists und 50 Prozent Dreierquote stand es 21:12 nach zehn Minuten.
Oldenburg erspielte sich klare Vorteile und hatte die Antworten. Auf einen Dreier von Pjanic antworteten die Gäste mit Punkten von Gilbreath und Roach. Einem weiteren Distanztreffer von Griffin folgten Dreier von Johnson und Roach. Die EWE Baskets jedoch ließen die Chance verstreichen, sich entscheidender abzusetzen, Coach Bogićević bat zur Auszeit. Einen späten Run der Würzburger konterten die Oldenburger dank eines starken Passes von Roach und dem Korbleger von Wiggins zum 40:33.
Zum Start ins dritte Viertel schien sich zu rächen, dass die Gäste sich nicht mit der möglichen deutlichen Pausenführung belohnt hatten. Bei den EWE Baskets wollten die Würfe nicht mehr fallen, Würzburg hatte plötzlich mehr Energie und Zugriff. Nach einem 2:18-Lauf lagen die Oldenburger 42:51 zurück. Es war Nicho Tischler, der nach Foulproblemen in der ersten Halbzeit nun zur Stelle war. Der Forward verwandelte drei Distanzwürfe und die EWE Baskets waren wieder dran (51:52).
Im letzten Viertel setzte das Duo Zach Ensminger und Marcel Keßen wichtige Akzente. Zweimal fand der Spielmacher seinen Center unter dem Korb (56:53). Dann bediente Tischler Johnson und traf im Anschluss selbst bei ablaufender Shotclock (66:56). Auch defensiv waren die Oldenburger längst wieder zurück. Pope räumte per Monsterblock ab. Würzburg mühte sich, noch einmal in die Partie zu finden, die EWE Baskets hatten jedoch die Antworten und die nötige Ruhe, um den Sieg souverän ins Ziel zu bringen.
Sonntag Nordduell gegen Hamburg: EWE Baskets brauchen Energie der Fans
Bereits am Sonntag kommt es zum Nordduell gegen die Veolia Towers Hamburg. Angesichts des intensiven Duells gegen Würzburg und mit mehreren angeschlagenen Spielern sind dabei besonders die Fans gefordert, den EWE Baskets über 40 Minuten mit viel Energie als sechster Mann zur Seite zu stehen.
Anreise zum Nordduell
Alle Fans werden dabei gebeten, möglichst mit dem Rad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die Eintrittskarten berechtigen vier Stunden vor und nach der Partie die Busse der VWG kostenlos zu nutzen. Angesichts des bereits laufenden Aufbaus des Kramermarktes ist die Parkplatzsituation rund um die Große EWE Arena enorm eingeschränkt.