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Nordduell gegen die Towers: Sichere dir dein Ticket!

Spielbericht

Fitness First Würzburg Baskets - EWE Baskets Oldenburg 68:77

Mit Resilienz und Teamgeist: EWE Baskets siegen auch in Würzburg

25.09.2026

 Bild: Viktor Meshko

Boxscore

NR Spieler ESZ PKT 2PM 2PA 3PM 3PA FTM FTA DR OR AS ST TO BS PF

Die EWE Baskets Oldenburg haben auch das zweite Spiel der neuen Saison in der easyCredit BBL für sich entschieden. Beim letztjährigen Playoffteam Fitness First Würzburg Baskets zeigte sich die Mannschaft von Headcoach Milenko Bogićević in Schwächephasen als resiliente Einheit und sicherte sich mit starker Defensive den 77:68-Auswärtserfolg. Bereits am Sonntag (16.30 Uhr) empfangen die Oldenburger die Veolia Towers Hamburg zum Nordduell in der Großen EWE Arena. Karten sind unter ewe-baskets.de/tickets erhältlich. Alle Spiele der easyCredit BBL gibt es live nur bei Dyn.

Die EWE Baskets brachten erneut die Mischung aus Resilienz, Defensive und hoher Energie auf das Parkett, die das Team bereits in den ersten Pflichtspielen ausgezeichnet hat. Damit trotzten die Oldenburger auch einem 2:18-Start in die zweite Halbzeit und neun Punkten Rückstand Mitte des dritten Viertels, der die Arena in Würzburg in einen Hexenkessel verwandelte. Mit einem starken letzten Abschnitt verdienten sie sich schließlich den Sieg.

Beeindruckend dabei das Teamspiel, das die Oldenburger etablierten: 24 Assists spielten die Gäste, erlaubten sich in einem physischen Spiel zudem nur sechs Ballverluste. Nur 40 Prozent Wurfquote konnten die EWE Baskets kompensieren, weil sie sich zudem 17 Offensivrebounds sicherten.

Es war ein Teamsieg, der gleichzeitig starke Einzelleistungen beinhaltete. So erlaubte sich das Spielmacher-Duo Jeremy Roach (13 Punkte, 8 Assists) und Zach Ensminger (7 Punkte, 7 Assists, 3 Rebounds) bei 15 Assists nur einen Turnover. Nicholas Tischler wurde nach einer von Foulproblemen geprägten ersten Halbzeit mit 14 Punkten noch zum Topscorer. Marcel Keßen punktete ebenfalls zweistellig (10 Punkte, 6 Rebounds) und war in der zweiten Halbzeit ein wichtiger Stabilitätsfaktor unter dem Korb für die EWE Baskets, die neben Darthard auch auf Stefan Momirov verzichten mussten, der weiterhin auf sein Visum wartet.

Auf einen tiefen Dreier von Johnson zum Start folgte ein weiterer Treffer aus der Distanz von Pope (6:2). Die EWE Baskets begannen mit intensiver Defensive, erzwangen früh sechs Ballverluste der Gastgeber und setzten sich nach einem dieser Steals von Roach auf 13:7 ab. Ärgern durften sich die Gäste über das frühe dritte Foul von Tischler und einige vergebene Chancen. Dank bereits sieben Assists und 50 Prozent Dreierquote stand es 21:12 nach zehn Minuten.

Oldenburg erspielte sich klare Vorteile und hatte die Antworten. Auf einen Dreier von Pjanic antworteten die Gäste mit Punkten von Gilbreath und Roach. Einem weiteren Distanztreffer von Griffin folgten Dreier von Johnson und Roach. Die EWE Baskets jedoch ließen die Chance verstreichen, sich entscheidender abzusetzen, Coach Bogićević bat zur Auszeit. Einen späten Run der Würzburger konterten die Oldenburger dank eines starken Passes von Roach und dem Korbleger von Wiggins zum 40:33.

Zum Start ins dritte Viertel schien sich zu rächen, dass die Gäste sich nicht mit der möglichen deutlichen Pausenführung belohnt hatten. Bei den EWE Baskets wollten die Würfe nicht mehr fallen, Würzburg hatte plötzlich mehr Energie und Zugriff. Nach einem 2:18-Lauf lagen die Oldenburger 42:51 zurück. Es war Nicho Tischler, der nach Foulproblemen in der ersten Halbzeit nun zur Stelle war. Der Forward verwandelte drei Distanzwürfe und die EWE Baskets waren wieder dran (51:52).

Im letzten Viertel setzte das Duo Zach Ensminger und Marcel Keßen wichtige Akzente. Zweimal fand der Spielmacher seinen Center unter dem Korb (56:53). Dann bediente Tischler Johnson und traf im Anschluss selbst bei ablaufender Shotclock (66:56). Auch defensiv waren die Oldenburger längst wieder zurück. Pope räumte per Monsterblock ab. Würzburg mühte sich, noch einmal in die Partie zu finden, die EWE Baskets hatten jedoch die Antworten und die nötige Ruhe, um den Sieg souverän ins Ziel zu bringen.

Sonntag Nordduell gegen Hamburg: EWE Baskets brauchen Energie der Fans

Bereits am Sonntag kommt es zum Nordduell gegen die Veolia Towers Hamburg. Angesichts des intensiven Duells gegen Würzburg und mit mehreren angeschlagenen Spielern sind dabei besonders die Fans gefordert, den EWE Baskets über 40 Minuten mit viel Energie als sechster Mann zur Seite zu stehen.

Anreise zum Nordduell

Alle Fans werden dabei gebeten, möglichst mit dem Rad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Die Eintrittskarten berechtigen vier Stunden vor und nach der Partie die Busse der VWG kostenlos zu nutzen. Angesichts des bereits laufenden Aufbaus des Kramermarktes ist die Parkplatzsituation rund um die Große EWE Arena enorm eingeschränkt.



Tabelle

PL TEAM PKT
1ratiopharm ulm100.0
2EWE Baskets Oldenburg100.0
3ALBA BERLIN100.0
4FC Bayern München Basketball100.0
5Basketball Löwen Braunschweig100.0

Nächstes Spiel

So, 27.09.2026, 16:30 Uhr
EWE Baskets Oldenburg vs. Veolia Towers Hamburg

Stimmen zum Spiel

Milenko Bogićević: „Ich möchte als Erstes meinen Spielern gratulieren. Das ist ihr Sieg, ein Sieg des Charakters und unseres Systems. Während des Spiels hatten zwei meiner Spieler Probleme mit Verletzungen, sie haben aber mit viel Herz bis zum Ende weitergespielt. Deswegen bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft. Wie schon gesagt, das war ein Sieg des Charakters und unserer Einheit, nachdem wir im dritten Viertel mit neun Punkten in Rückstand lagen. Es war ein emotionales Spiel für mich. Ich war Assistant Coach von Saša Filipovski, er ist ein großartiger Coach und ein großartiger Mensch. Ich habe viel von ihm gelernt, er hat meiner Karriere sehr geholfen. Auch Kreso Loncar ist ein guter Freund von mir. Deswegen wünsche ich Würzburg eine gute Saison. Ich bin mir sicher, dass sie hart arbeiten und ihren Weg finden werden.“

Saša Filipovski: „Glückwunsch an Oldenburg, sie waren heute die bessere Mannschaft. Sie haben viel physischer und mehr Selbstvertrauen gespielt als wir. Der Beginn einer neuen Saison ist immer schwierig, bis man mit dem ersten Sieg das Eis gebrochen hat. Das hatte Oldenburg am ersten Spieltag zuhause bereits geschafft. Mein Team ist dagegen sehr ängstlich und ohne Selbstvertrauen gestartet. Das konnten wir in der Pause ändern, sind dann sehr gut ins dritte Viertel gestartet und haben uns die Führung geholt. Im vierten Viertel hatten wir dann nicht genug Stabilität. Ein Schlüssel waren heute die Rebounds, Oldenburg hatte 17 Offensivrebounds und 19 Würfe mehr als wir. Damit ist es schwer, ein Spiel zu gewinnen. Glückwunsch an Milenko, ich freue mich für ihn persönlich. Wir müssen mit unserer neuen Mannschaft Geduld haben, mit mehr Selbstvertrauen spielen und so schnell wie möglich den ersten Sieg holen.“