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Spielbericht

EWE Baskets Oldenburg - ALBA BERLIN 63:92

EWE Baskets nach kraftlosem Auftritt fast ohne Finalchance

22.06.2020

date: 2020-06-22 21:30:47
readDate: 22.06.2020
season: 2020
getactsaison: 2019

Boxscore

NR Spieler ESZ PKT 2PM 2PA 3PM 3PA FTM FTA DR OR AS ST TO BS PF

Die EWE Baskets Oldenburg haben bereits vor dem Rückspiel (Mittwoch, 20.30 Uhr) im Halbfinale des easyCredit BBL Final-Turniers 2020 nahezu keine Chance auf den Einzug in das Endspiel. Gegen ALBA BERLIN konnten die Oldenburger zu keiner Zeit an die starken Leistungen des Turnierverlaufs anknüpfen und unterlagen dem Titelfavoriten verdient mit 63:92. 

Gegen ALBA BERLIN würden die EWE Baskets in beiden Begegnungen an die Leistungsgrenze kommen müssen, um eine Chance auf das Finale zu haben. Dies war allen Beteiligten vor dem Halbfinale klar, die Oldenburger allerdings erlebten einen Abend, an dem die Mannschaft ihre Energie, ihr Spielkonzept und ihre Spielfreude nicht auf das Parkett brachte. Besonders in der zweiten Halbzeit wirkten das Selbstvertrauen und die Selbstverständlichkeit im Spiel wie abgeschnitten. ALBA BERLIN nutzte diese Schwäche im Stile eines Champions aus und sorgte bereits für mehr als eine Vorentscheidung. Am Mittwoch gilt es für die Mannschaft von Head Coach Mladen Drijencic vor allem, eine Reaktion zu zeigen.

Eindrücke vom Spiel, die sich auch in den Statistiken ablesen lassen: Nur neun Prozent ihrer Würfe von der Dreierlinie (2 von 22) trafen die Oldenburger, erlaubten sich insgesamt 15 Ballverluste und kamen dem Berliner Konzept, immer ein hohes Tempo im Spiel zu haben, entgegen. Zudem verloren die EWE Baskets das Reboundduell deutlich (32:44). Einzig Rasid Mahalbasic (23 Punkte, 9 Rebounds) und Nathan Boothe (17 Punkte) fanden zu ihrem Spiel und erzielten 40 von 63 Punkten ihres Teams bei zudem herausragenden Quoten. Von den kleinen Positionen entwickelten die Oldenburger aber erneut deutlich zu wenig Gefahr.

Die Oldenburger mussten erneut ohne Philipp Schwethelm antreten, begannen allerdings in den ersten Minuten sehr konsequent in der Defensive, sicherten sich schnell drei Ballgewinne und hielten die Berliner einige Minuten ohne Punkt. Gleichzeitig nutzten die EWE Baskets ihre Chancen in der Offensive nicht, führten so nur 4:0. In der Folge kamen die Berliner besser in die Begegnung und trafen vor allem ihre Distanzwürfe. Die Mannschaft von Head Coach Mladen Drijencic hielt zunächst dank einiger Offensivrebounds dagegen und führte 15:13. In den letzten Minuten erhöhte sich die Zahl der Fehler, Markus Eriksson nutzte dies mit gleich drei Treffern aus der Distanz zur Berliner Führung (22:17).

Das zweite Viertel begann zunächst wieder ausgeglichen, Hobbs fand Boothe aus dem Pick&Roll (25:29). Die Oldenburger aber verpassten es ihr eigenes Spiel zu spielen, ließen sich das Berliner Tempo diktieren und produzierten unnötige Ballverluste. Profiteur war vor allem Peyton Siva, der gleich drei Mal in Serie einfach zum Korb kam (27:38). Nur kurz erholten sich die EWE Baskets, suchten Rasid Mahalbasic, der auf 32:40 verkürzte. Peyton Siva hatte per Dreier im Fastbreak die Antwort für die Berliner, die schon zur Halbzeit für eine klare Ausgangslage sorgten (33:49).

Bereits jetzt war klar, dass die Oldenburger nach Wiederbeginn eine deutliche Steigerung benötigen würden, die EWE Baskets waren dazu an diesem Tag allerdings nicht in der Lage. Die Mannschaft fand keine Energie in der Defensive, kam kaum in die Systeme in der  Offensive und wurde dafür von ALBA BERLIN bitter bestraft. Die Berliner bekamen immer wieder einen guten Wurf, Sikma und Eriksson nutzten dies aus der Distanz (37:63). Nach einem Ballgewinn von Hermannsson wuchs der Rückstand zum Viertelende auf 45:72.

Bei den auch deutlich belasteter und müder wirkenden Oldenburgern ging Head Coach Mladen Drijencic im letzten Viertel tiefer in der Rotation, am Bild auf dem Parkett änderte sich wenig. Vereinzelt hatten die EWE Baskets mit Rasid Mahalbasic gute Momente, Braydon Hobbs verwandelte zudem den erst zweiten Oldenburger Dreier der Begegnung (56:82), den Verlauf des Spiels konnte die Mannschaft von Head Coach Mladen Drijencic aber nicht mehr verändern.



Tabelle

PL TEAM PKT
1ratiopharm ulm8:0
2EWE Baskets Oldenburg6:2
3FC Bayern München4:4
4BG Göttingen2:6
5HAKRO Merlins Crailsheim0:8

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Stimmen zum Spiel

Mladen Drijencic (Head Coach): „Ich gratuliere ALBA zum verdienten Sieg. Wir haben uns gewünscht, dass wir mehr Energie hätten und physischer spielen würden. Berlin hatte ab dem 2. Viertel mehr Physis, wir sind nicht mehr in unsere Plays gekommen. In der Offensive haben wir unsere Cleverness nicht auf das Parkett gebracht, wir sind mit Berlin gerannt und haben schnelle Abschlüsse gesucht. Wir hätten allerdings deutlich mehr im Halbfeld spielen müssen. Bei einigen Spielern habe ich in  der zweiten Halbzeit gesehen, dass keine Energie mehr im Körper ist, deshalb wollte ich vor Verletzungen schützen und gleichzeitig die Energie der jungen Spieler nutzen. Sie haben ihren Job gut gemacht.“

Braydon Hobbs (Guard): „Schwere 40 Minuten für uns, ALBA hat uns in jeder Kategorie geschlagen. Es war das siebte Spiel in 14 Tagen für beide Mannschaften, aber sie hatten noch deutlich mehr Energie im Tank. Wir waren in jeder Situation einen Schritt zu spät, Berlin ist das beste Team im Fastbreak und hat es genutzt, während wir unserem Gameplan nicht gefolgt sind.“

Srdjan Klaric (Sportlicher Leiter): „ALBA war die deutlich bessere Mannschaft. Wir hatten die Spiele gegen Bamberg in den Beinen. Der Start war gut, solange wir Rhythmus hatten, hat es funktioniert. Gegen Berlin muss man wenig Fehler machen, um das Spiel zu gewinnen. Heute hatten nicht viele einen guten Tag, dazu hatten wir als Team physisch nicht die Antwort.“