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Spielbericht

EWE Baskets Oldenburg - Veolia Towers Hamburg 75:74

Episches Comeback! EWE Baskets drehen im Nordduell 26 Punkte Rückstand

27.09.2026

 Bild: Christian Becker

Boxscore

NR Spieler ESZ PKT 2PM 2PA 3PM 3PA FTM FTA DR OR AS ST TO BS PF

Die Oldenburger Basketballgeschichte hat ein weiteres Highlight-Spiel. Nach einer schwachen ersten Halbzeit und zwischenzeitlich 26 Punkten Rückstand drehten die EWE Baskets Oldenburg das Nordduell gegen die Veolia Towers Hamburg. Mit dem 75:74-Erfolg vor 6.500 Zuschauern in der Großen EWE Arena, die das Team zum Comeback trugen, übernehmen die Gastgeber vorübergehend die Tabellenführung.

Es war ein Sonntag, der einmal mehr zeigte, warum Basketball so ein faszinierender Sport ist. Knapp über 20 Minuten wirkten die EWE Baskets müde und ohne Rhythmus, lagen zwischenzeitlich 26 Punkte zurück. Es waren nur kleine Funken, die Team und Fans wieder in das Spiel brachten. Im Anschluss rollten die Oldenburger phasenweise über die Towers hinweg und erkämpften sich die enge Crunchtime. Angetrieben von überragenden Fans trafen Zach Ensminger und Jeremy Roach am Ende die Big Shots zum Erfolg.

Die EWE Baskets drückten schließlich die Wurfquote der Gäste auf 38 Prozent, entschieden das Reboundduell mit 40:32 für sich. Nicholas Tischler wurde mit 21 Punkten zum Topscorer. Zach Ensminger (15 Punkte, 6 Assists, 5 Rebounds) zeigte eine überragende Partie. Jeremy Roach (10 Punkte) und Tylan Pope (10 Punkte, 4 Rebounds) punkteten zweistellig. Demajeo Wiggins (6 Punkte) sammelte erneut elf Rebounds. 

Die Oldenburger, die neben Darthard und Momirov auch auf Nate Johnson, dessen Verletzung in den nächsten Tagen evaluiert wird, verzichten mussten, wirkten ab der ersten Sekunde nicht im Spiel, erlaubten sich schnell drei Ballverluste. Nur dank der guten Transition-Defensive waren die EWE Baskets nicht deutlich zurück, obwohl gleich sechs Minuten bis zu den ersten Punkten vergingen. Tischler und Ensminger brachen aus der Distanz den Bann (6:8). Weiterhin fanden die Gastgeber jedoch nicht zu ihrer Struktur, Hamburg setzte sich zweistellig ab und führte 19:8 nach zehn Minuten, weil Oldenburg sich acht Ballverluste erlaubte und nur 3 von 16 Versuchen aus dem Feld verwandelte.

Gleichzeitig gelang es den EWE Baskets Anfang des zweiten Viertels zunächst, den Rückstand zu begrenzen. Ensminger verwandelte aus der Distanz zum 15:24. Während in dieser Phase noch die Hoffnung herrschte, langsam ins Spiel zu finden, zerstörten die Hamburger den Gedanken mit jeder Minuten. Konsequent und physisch spielten die Gäste, trafen gute Entscheidungen und setzten sich zur Halbzeit auf 23 Punkte (46:23) ab.

Bis auf 26 Punkte wuchs der Rückstand, ein Statement-Dunk von Breunig schien zu zeigen, dass dieses Spiel verloren war. Intensivere Defensive und Dreier von Tischler, Keßen und Roach verkürzten jedoch auf 14 Punkte Rückstand. Jeder in der Großen EWE Arena spürte nun, dass in diesem Spiel etwas möglich war und es herrschte Playoff-Atmosphäre. Auch am offensiven Brett arbeiteten die Gastgeber stark und waren nach 30 Minuten auf sieben Punkte heran.

Die EWE Baskets machten es den Towers, die vom Spielverlauf beeindruckt wirkten, nun in jedem Angriff schwer.  Nach einem Ballgewinn von Roach vollendete Tischler zum ersten Ausgleich (66:66). Den Hamburger antworteten und gingen mit einer Führung in die letzte Minute. Ein Dreier von Ensminger brachte mit 36 Sekunden Restspielzeit die Arena zum Kochen (73:71). Hamburg antwortete eiskalt mit Breunig aus der Distanz. Jeremy Roach hatte jedoch das letzte Wort und traf sechs Sekunden vor dem Ende zum Sieg.



Tabelle

PL TEAM PKT
1EWE Baskets Oldenburg100.0
2FC Bayern München Basketball100.0
3Basketball Löwen Braunschweig100.0
4VET-CONCEPT Gladiators Trier66.7

Nächstes Spiel

So, 04.10.2026, 15:00 Uhr
FC Bayern München Basketball vs. EWE Baskets Oldenburg

Stimmen zum Spiel

Milenko Bogićević: „Das war ein verrücktes Spiel und ich habe auch noch viele Emotionen in mir. Mein Sohn wird heute 18 Jahre alt und ist wahrscheinlich mein größter Fan. Dieser Sieg ist ein Geschenk für uns, denn er schaut jedes Spiel. Ich muss mich bei unseren Fans bedanken. Ich habe keine negative Stimmung gespürt, als wir 26 Punkte zurück lagen, und danach haben die Fans aus der Arena einen Hexenkessel gemacht. Das wollen wir aufbauen: Diese Jungs werden immer fighten! Wir sind nicht gut gestartet, aber Glückwunsch an die Spieler, dass sie mit dieser kurzen Rotation einen Weg zum Sieg gefunden haben, auch wenn wir vor dem Spiel keine Ausreden suchen wollten. Das war ein Sieg des Charakters. Wir werden die ganze Saison so spielen, vielleicht nicht immer schön, aber immer mit Charakter und Siegermentalität!“

Benka Barloschky: „Glückwunsch an Oldenburg. Das ist für uns sehr bitter und tut weh. Ich war in meiner Karriere schon auf beiden Seiten von solchen Geschichten. Man sagt immer so schön, dass sowas nicht passieren darf. Aber es kann eben passieren und dann darf es auch passieren. Wir werden daraus lernen, die richtigen Schlüsse daraus ziehen und wir werden besser werden!“