Am Samstag (20 Uhr) wollen die EWE Baskets Oldenburg ihren guten Saisonstart fortsetzen und vor den eigenen Fans in der easyCredit BBL ungeschlagen bleiben. Zu Gast in der Großen EWE Arena ist mit Phoenix Hagen ein Aufsteiger mit großer Tradition. Unter ewe-baskets.de/tickets sind Restkarten verfügbar. Alle Spiele der easyCredit BBL seht ihr live bei Dyn.
Auf den herausragenden Saisonstart mit vier Siegen in vier Pflichtspielen folgte in München am vergangenen Sonntag die Erinnerung, dass noch viel Arbeit vor den EWE Baskets liegt, um das große Potenzial zu heben, das die Oldenburger in den ersten Saisonwochen andeuteten.
Der FC Bayern zeigte sich als ein Gegner, der in dieser Phase der Saison deutlich über dem Level der Gäste agierte. Coach Bogićević störte sich im Statement nach der Begegnung so auch nicht hauptsächlich an der Niederlage, sondern vor allem an der Leistung bei hohem Rückstand. Die Oldenburger werden am Samstag mit hoher Energie auf das Parkett kommen wollen, um direkt eine Reaktion zu zeigen.
Die Tabellensituation bietet nach vier Spieltagen, an denen die EWE Baskets den vierten Tabellenplatz belegen, die Gelegenheit, sich nachhaltig im oberen Drittel festzusetzen und den Start vor den eigenen Fans auszubauen. Auf das Heimspiel gegen Hagen folgen der Klassiker gegen die Telekom Baskets Bonn am 16. Oktober (20 Uhr) im Kampf um das Viertelfinale im Netto BBL Pokal und das Duell mit den BMA365 Bamberg Baskets am 23. Oktober (20 Uhr). Mit den Fans im Rücken und der Heimstärke bieten sich Chancen, weitere Highlights zu setzen.
Personalsituation: Die Fans werden auch deshalb besonders wichtig sein, weil die EWE Baskets noch immer nicht auf den gesamten Kader zurückgreifen können. Bereits gegen München zeigte sich, wie schwer es ist, diese Schwächung dauerhaft zu kompensieren. Während Le’Tre Darthard auch gegen Hagen fehlen wird, bleibt ein möglicher Einsatz von Nate Johnson eine kurzfristige Entscheidung.
Die besonderen Geschichten: Für einen Oldenburger Akteur ist die Begegnung gegen Hagen eine besondere: Marcel Keßen durchlief das Nachwuchsprogramm der Feuervögel, bevor er im Anschluss nach Oldenburg wechselte und kehrte auch in der ProA noch einmal nach Hagen zurück.
Nate Johnson und Adam Kunkel wiederum kennen sich bereits aus gemeinsamen Auftritten für die Xavier University, sodass Coach Milenko Bogićević im Scouting auch auf die Expertise seines Guards setzen kann.
Parkplatzsituation: Durch das letzte Wochenende des Kramermarkts stehen an der Großen EWE Arena keine Parkplätze zur Verfügung. Gleichzeitig ist mit einem hohen Verkehrsaufkommen zu rechnen. Zur Verbesserung des Verkehrsflusses wird es während des Kramermarktes erneut ein Zuwegungsverbot von der Straßburger Straße in die Maastrichter Straße geben. Daher bitten die EWE Baskets ihre Fans, frühzeitig anzureisen, das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Die Eintrittskarte berechtigt vier Stunden vor und nach dem Spiel zur kostenlosen Nutzung der Busse der VWG.
Der Gegner: Vier Niederlagen aus vier Partien in der BBL: Der Einstieg in die Saison liest sich auf dem Papier ernüchternd. Dabei wirkten die Gäste aus Hagen allerdings deutlich stärker, als es der 17. Tabellenplatz zeigt. In Chemnitz (93:94) folgte die Niederlage erst nach Verlängerung, gegen die Skyliners (88:93) war ein Sieg bis in die letzte Minute hinein greifbar, obwohl mit Marcus Graves ein Leistungsträger verletzungsbedingt erst einmal auflaufen durfte.
Unterstützt werden die Hagener dabei von rund 100 mitreisenden Fans. Sportlich prägen vor allem zwei Figuren das bisherige Auftreten der Gäste. Der aus Polen gekommene Guard Trenton Gibson legt 17,5 Punkte, 4,0 Rebounds und 3,5 Assists auf und zählt zu den zehn besten Scorern der BBL.
Noch etwas stärker rückte in Cameron Krutwig ein Center, der in Statur und Spielweise Erinnerungen an Rasid Mahalbasic weckt, in den Fokus. Krutwig, der Erfahrung aus der spanischen Liga mitbringt, erreicht bisher herausragende 14,5 Punkte, 6,8 Assists und 5,3 Rebounds im Schnitt und verwandelt dazu 68 Prozent der Wurfversuche aus dem Feld. Mit Forward Tyler Polley (50 Prozent) und Adam Kunkel (40,6 Prozent) stehen zudem zwei weitere starke Distanzschützen im Kader.
Mit 87,8 Punkten im Schnitt und fast 60 Prozent Zweierquote gehören die Gäste zu den besseren Offensivteams der BBL. Die Defensive (95,5 erlaubte Punkte), 15,8 Ballverluste und das Rebounding markieren die Hagener Problemfelder.