Die EWE Baskets Oldenburg haben die erste Heimniederlage der Saison in der easyCredit BBL hinnehmen müssen. Gegen Phoenix Hagen unterlagen die Oldenburger vor allem wegen einer schwachen ersten Halbzeit verdient mit 78:87. Alle Spiele der easyCredit BBL seht ihr live bei Dyn.
Die Mannschaft von Milenko Bogicević machte dabei erneut eine Erfahrung, die sie bereits gegen Hamburg gemacht hatte: In der ersten Halbzeit fehlten den Oldenburgern die nötige Toughness und Aggressivität in der Defensive. Hagen nutzte die Nachlässigkeiten konsequent und erspielte sich bis zur Pause einen Vorsprung von 14 Punkten (39:53). Trotz einer deutlichen Steigerung in der zweiten Halbzeit blieb das Comeback dieses Mal aus.
Ein Blick auf die Statistiken verdeutlicht die Gründe für die Niederlage. Phoenix Hagen traf 14 seiner 30 Dreipunktwürfe (47 Prozent) und leistete sich lediglich zwölf Ballverluste. Die EWE Baskets kamen zwar auf mehr Rebounds (35:27) und mehr Wurfversuche, trafen insgesamt jedoch nur 47 Prozent ihrer Würfe. Das reichte nicht, um die starke Distanzquote der Gäste auszugleichen.
Jeremy Roach war mit 19 Punkten Oldenburger Topscorer, 15 davon erzielte der Guard in der zweiten Halbzeit. Stefan Momirov kam im ersten Heimspiel auf 16 Punkte, 4 Rebounds und 4 Assists. Dazu punkteten Nicholas Tischler (14 Punkte, 9 Rebounds, 4 Assists) und Demajeo Wiggins (12 Punkte, 7 Rebounds) zweistellig.
Neben Le'Tre Darthard und Nate Johnson mussten die EWE Baskets auch auf Ja’Qualyn Gilbreath verzichten und ließen die letzte defensive Konsequenz vermissen. Zunächst kamen die Oldenburger offensiv leicht zum Korb und blieben so an den Gästen dran, die 75 Prozent der Dreier verwandelten. Die gewünschte DNA war jedoch noch nicht sichtbar. Hagen traf weiterhin aus der Distanz, die Oldenburger begannen, sich deutlich mehr Fehler zu erlauben, und der Rückstand wuchs auf 15:24.
Auch der Start ins zweite Viertel misslang. Schnell stand es 20:35, und erst jetzt setzten die Oldenburger über ein Dreipunktspiel von Wiggins, dem ein Offensivrebound und ein Dunk des Centers folgten, erste Akzente. Die Gastgeber kamen teilweise in die Fastbreaks, und Tischler verwandelte zwei wichtige Dreier (33:39). Hagen hatte jedoch die Antwort und ging mit einem 53:39 in die Halbzeit.
Das Zeichen, den Fight endgültig anzunehmen, setzte Seth Hinrichs. Der Kapitän vollendete mit viel Energie ein Dreipunktspiel, auch Momirov kam offensiv zu guten Aktionen. Es war nun spürbar, dass die Oldenburger das Spiel bestimmten: Tischler aus der Distanz, Momirov und Roach stellten auf 57:62, Hagen erhöhte bis zum Ende des Viertels jedoch erneut auf neun Punkte Vorsprung.
Der Start ins letzte Viertel gehörte Hagen, das sich über zwei eiskalte Dreier von Garino absetzte und mit 16 Punkten führte (61:77). Das Spiel schien vorentschieden, Jeremy Roach nahm sein Team offensiv jedoch auf die eigenen Schultern und erzielte 13 Punkte im letzten Viertel. Weil auch die Defensive zupackte und Momirov aus der Distanz traf, waren die Oldenburger plötzlich auf 78:82 heran. In der Folge hatten die Gastgeber die Chance, über Roach und Wiggins noch weiter zu verkürzen. Beide Gelegenheiten blieben ungenutzt, und Gibson verwandelte in der letzten Minute den Dreier zur Entscheidung.