Die EWE Baskets Oldenburg haben in der easyCredit BBL nicht den Weg zurück in die Erfolgsspur gefunden und drohen, den Anschluss an die Play-In-Plätze zu verpassen. Im Duell mit den Fitness First Würzburg Baskets unterlagen die Oldenburger nach einer hektischen Schlussphase mit 79:85. Am kommenden Samstag (20 Uhr) steht die Mannschaft von Headcoach Lazar Spasic bei den Niners Chemnitz unter großem Erfolgsdruck. Alle Spiele der easyCredit BBL seht ihr live bei Dyn.
Es war eine Begegnung, deren Ausgang sich an zwei Schwächen im Oldenburger Spiel festmachen ließ. Erneut verloren die EWE Baskets das Reboundduell (30:36), erlaubten den Gästen vor allem 19 zweite Chancen. Zudem unterliefen den Gastgebern 22 Ballverluste. Dies führte am Ende zu elf Feldwürfen und elf Freiwürfen mehr für Würzburg. Ein Vorteil, den auch die starke Feldwurfquote (51 Prozent) nicht ausgleichen konnte.
Chris Clemons wurde mit 23 Punkten zum Topscorer, gab dazu drei Assists und sammelte drei Rebounds. Tomislav Zubcic erzielte 19 Punkte, verwandelte fünf von acht Distanzwürfen und griff sich vier Rebounds. Dazu punkteten Brian Fobbs (12 Punkte, 4 Rebounds) und Nicholas Tischler (11 Punkte, 3 Rebounds, 3 Assists) zweistellig.
Die EWE Baskets hatten erneut auf James Woodard und Filip Stanic verzichten müssen, begannen mit viel Einsatz und verdankten dem auch einen Dreier von Zubcic zum 7:7. Kyser hatte einen bereits verlorenen Ball zuvor zurückerobert und den Power Forward verdient. Gegen den starken Druck der Gäste waren die Oldenburger sichtlich bemüht den Ball zu bewegen, mussten sich aber auch auf starke Einzelaktionen wie einen Dreier von Lofton verlassen. Zudem attackierte Clemons immer wieder die größeren Gegenspieler.
Das zweite Viertel begann mit einer wilden Phase und vielen Ballverluste auf beiden Seiten. Bei den EWE Baskets waren es sechs Turnover in nur drei Minuten. Beide Teams durften in dieser Phase das Gefühl haben, es zu verpassen, sich einen größeren Vorteil zu erspielen. Tomislav Zubcic setzte mit zwei Dreiern wichtige Akzente (30:26) und legte einen dritten Distanztreffer nach, als die Oldenburger schnell aus dem Rebound spielten. Ein Dreier von Hinrichs stellte auf 42:36 und die EWE Baskets führten nach 20 Minuten trotz 14 Ballverlusten und acht abgegebenen Offensivrebounds.
Der Start in die zweite Halbzeit gelang ebenfalls: Clemons verwandelte einen Dreier nach starker Ballbewegung (48:39). Die EWE Baskets hielten zunächst den Vorsprung. Dauerhafte Probleme im Rebounding, nachlassende Wurfquoten und ein stärker werdender Ivey hinterließen jedoch den Eindruck, dass die Begegnung sich mehr in Richtung der Gäste zu neigen begann, die nach 30 Minuten nur noch 62:63 zurücklagen.
Auch im letzten Viertel blieb die Begegnung eng. Würzburg begann wichtige Würfe zu treffen, Nicholas Tischler hielt mit starken Offensivrebounds dagegen. Aus einer zweiten Chance schloss Tischler trotz eines Fouls ab und glich zum 77:77 aus. Carr und Ivey trafen für Würzburg, das sich auf 80:74 absetzte, nun gute Entscheidungen. Auf der Gegenseite zog Chris Clemons zum Korb, der folgende Zusammenprall wurde als Würzburger Foul bewertet. Das Dreipunktspiel schien auf 77:80 zu verkürzen, nach einer Coaches-Challenge allerdings drehten die Schiedsrichter die enge Entscheidung in ein Offensivfoul. Den EWE Baskets gelang es in der verbleibenden Spielzeit nicht mehr, der Partie eine Wende zu geben.