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Spielbericht

EWE Baskets Oldenburg - BMA365 Bamberg Baskets 70:80

Letztes Viertel kostet Heimsieg gegen Bamberg

30.10.2026

Foto: Ulf Duda

Die EWE Baskets Oldenburg haben sich für eine kämpferische Vorstellung nicht mit einem Heimsieg belohnen können. Vor 6.500 Fans in der Großen EWE Arena gaben die Oldenburger den Sieg im letzten Viertel aus der Hand und unterlagen den BMA365 Bamberg Baskets mit 70:80. Alle Spiele der easyCredit BBL gibt es live nur bei Dyn.

Mit dem letzten Aufgebot stemmten die EWE Baskets sich mit vollem Einsatz gegen die Niederlage. Neben Le’Tre Darthard, Nate Johnson und Ja’Qualyn Gilbreath fehlte auch Nicholas Tischler, der sich im Training einen Finger gebrochen hat und drei bis vier Wochen ausfallen wird. Es blieben sieben Profispieler, die sich knapp über 30 Minuten als die knapp bessere Mannschaft erwiesen, bevor die Luft ausging. Allein neun Ballverluste leisteten sich die Gastgeber im letzten Abschnitt und konnten auch das Verteidigungsniveau nicht mehr halten.

Tylan Pope wurde mit 17 Punkten zum Topscorer und sammelte dazu vier Rebounds. Jeremy Roach erzielte 16 Punkte. Dazu kam Demajeo Wiggins auf 13 Punkte und neun Rebounds. Vor allem in der Zone überzeugten die Gastgeber, verwandelten 64 Prozent der Versuche aus Nah- und Mitteldistanz und erzielten insgesamt 48 Punkte in der Zone.

Mit dem richtigen Mindset begannen die EWE Baskets, bei denen ProB-Leistungsträger Kyle Gruhler in der Starting Five stand, und sicherten sich mit dem Dreipunktspiel von Wiggins und dem Distanztreffer von Roach die 6:0-Führung. Bamberg jedoch antwortete mit einem 11:0-Lauf. Mit Intensität in der Defensive, die in Ballgewinnen mündete, und Offensivrebounds stabilisierten sich die Oldenburger. Pope ging mit viel Energie zum Korb und sorgte einem Dreipunktspiel für die Führung. Im Anschluss war es Jeremy Roach, der immer wieder zum Korb kam und die Gastgeber nach zehn Minuten in Schlagdistanz hielt.

Den besseren Start in das zweite Viertel hatten die Gäste. Auf das 26:31 fand Roach wieder die Antwort: Mit einem spektakulären Behind-the-back-Dribbling, das er durch die Beine auflöste, splittete er das Pick-and-Roll und fand Hinrichs für den Dreier in der Ecke. Ungewöhnliche Aufstellungen, beispielsweise Tylan Pope größtenteils als Small Forward und Improvisation waren nötig, aber das Team von Milenko Bogicevic biss. So sicherte Pope einen bereits verlorenen Ball zurück, ging hart zum Korb und vollendete trotz eines Fouls. Ensminger sorgte für die Führung, die die EWE Baskets, die vor allem am Korb immer wieder erfolgreich abschlossen, mit in die Kabine nahmen (39:37).

Der Start in das dritte Viertel misslang, dann verwandelte Momirov den wichtigen Dreier. Im Anschluss bedienten die Gastgeber immer wieder Wiggins unter dem Korb, der in dieser Phase nicht zu stoppen war. Bis auf 52:45 wuchs der Vorsprung. In der Folge hatten die Oldenburger immer wieder die Antworten und nahmen ein 64:60 mit in die dritte Viertelpause.

Richard Balint und Yovel Hochstadter setzten wichtige Akzente für die Bamberger, die sich die Führung eroberten (64:69). Über Roach und Wiggins kamen die Gastgeber noch einmal heran (68:69), doch Ballverluste auf Oldenburger Seite und zwei Dreier von Trevon Scott entschieden das Spiel gegen die EWE Baskets.



Tabelle

PL TEAM PKT
9ROSTOCK SEAWOLVES50.0
10Telekom Baskets Bonn50.0
11EWE Baskets Oldenburg50.0
12ALBA BERLIN50.0
13ratiopharm ulm33.3
14Science City Jena33.3

Nächstes Spiel

Sa, 31.10.2026, 18:30 Uhr
ratiopharm ulm vs. EWE Baskets Oldenburg

Stimmen zum Spiel

Milenko Bogicevic (Headcoach EWE Baskets Oldenburg): „Auch wenn wir über das Ergebnis enttäuscht sind, möchte ich meinen Spielern gratulieren, sie haben hervorragend gekämpft. Am Ende ist es das gleiche Szenario wie gegen Bonn: 32, 33 Minuten haben wir gegen ein gutes Team ein ordentliches Spiel gemacht. Die Müdigkeit hat dafür gesorgt, dass wir danach schlechte Entscheidungen getroffen haben. Wir sind gerade in keiner guten Situation, aber wir alle wissen um die Ausfälle. Spieler müssen auf Positionen und in Rollen spielen, an die sie nicht gewöhnt sind. Gegen ein BCL-Team haben wir auf Augenhöhe gespielt. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir unser wahres Gesicht zeigen, wenn wir wieder besser besetzt sind und auch bessere Resultate erzielen.“

Jesus Ramirez (Headcoach BMA365 Bamberg Baskets): „Das ist ein sehr wichtiger Sieg für uns, nachdem wir einige Niederlagen einstecken mussten. Wir sind auf dem Weg, unsere Identität zu finden und Bamberger Basketball zu spielen. In den letzten Wochen war das nur teilweise zu sehen. Wir sind das Spiel richtig angegangen, auch wenn Oldenburg einige Spieler gefehlt haben. Nach dem guten Start hat unser schlechtes Foulmanagement dafür gesorgt, dass wir unser Spiel nicht umgesetzt haben. In der zweiten Halbzeit haben wir das besser kontrolliert, und es war in Teilen des dritten und vierten Viertels der Druck über das ganze Feld zu sehen, den wir uns vorstellen. Damit haben wir das Spiel gedreht. Ich möchte Oldenburg ein Kompliment für die Atmosphäre machen. Es ist immer schwer, hier zu spielen.“