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Spielbericht

SYNTAINICS MBC - EWE Baskets Oldenburg 86:113

113:86! EWE Baskets mit Offensivfeuerwerk beim SYNTAINICS MBC

26.12.2019

 Bild: Hartmut Boesener

date: 2019-12-26 20:15:06
readDate: 26.12.2019
season: 2019
getactsaison: 2019

Boxscore

NR Spieler ESZ PKT 2PM 2PA 3PM 3PA FTM FTA DR OR AS ST TO BS PF

Die EWE Baskets Oldenburg haben ihre Fans zu Weihnachten mit dem höchsten Sieg der Saison beschenkt. Beim 113:86-Erfolg über den SYNTAINICS MBC zeigten die Oldenburger ein Offensivfeuerwerk und kletterten auf den fünften Platz.

Dabei waren die Gäste vor allem in der zweiten Halbzeit nicht zu stoppen, erzielten 68 Punkte. Über die gesamte Begegnung zeigte die Mannschaft von Head Coach Mladen Drijencic hervorragenden Teambasketball, spielte 25 Assists und verwandelte 64 Prozent der Distanzwürfe. Doch auch die Verteidigung zeigte sich präsent, zwang den MBC mehr Versuche von der Dreierlinie als Inside zu nehmen und sicherte sich herausragende 15 Steals. Einzig im Rebounding hatten die EWE Baskets im ersten Viertel große Probleme (1:13), stabilisierten sich aber im Spielverlauf und gestalteten das Duell um die Abpraller fortan ausgeglichen.

Dabei kompensierten die Gäste auch einen weiteren personellen Rückschlag: Gerry Blakes wird die nächsten vier Wochen mit einem minimalen Riss im Mittelhandknochen fehlen, auch Nathan Boothe muss weiterhin aussetzen. Dafür durfte Armani Moore zum ersten Mal nach seiner Rückkehr nach Oldenburg auf dem Parkett stehen. Oldenburger Topscorer wurde Philipp Schwethelm, der fünf seiner sechs Dreier verwandelte und mit 23 Punkten einen persönlichen BBL-Bestwert aufstellte. Rickey Paulding erreichte ebenfalls sehr effektive 22 Punkte (56 Prozent Wurfquote). Zudem punkteten Tyler Larson (18 Punkte, fünf Assists, vier Rebounds), Rasid Mahalbasic (15 Punkte, sieben Rebounds) und Braydon Hobbs (11 Punkte, fünf Assists) zweistellig. Zudem zeigten Robin Amaize (neun Punkte, sechs Assists, fünf Rebounds) und Kevin McClain (acht Punkte) starke Partien.

Nur in den ersten Spielminuten gelang es den Oldenburgern nicht, das Spiel zu kontrollieren. Nach dem bereits zweiten Dreier von Andrew Warren führte Weißenfels mit 11:4. Die EWE Baskets hatten in dieser Phase in der Offensive noch Probleme, kamen aber dank einiger Ballgewinne zu Punkten. Den größten Steigerungsbedarf offenbarten die Gäste aber im Rebounding, gaben im ersten Viertel schon sieben Offensivrebounds ab. Dank fünf Punkten in Serie durch Tyler Larson blieb der Spielstand allerdings knapp (21:25).

Die Gastgeber versuchten mit verschiedenen Verteidigungsvariationen den Oldenburger Rhythmus zu brechen, zwei Dreier von McClain gegen die Zonenverteidigung sorgten aber für den Ausgleich (27:27). Die Gäste, besonders Philipp Schwethelm, fingen nun Feuer und führten nach  zwei Distanztreffern des Schafschützen mit 35:27. Rasid Mahalbasic wiederum bediente Amaize gegen drei Gegenspieler mit einem Pass hinter dem Rücken und fand per Backdoor-Pass dann Paulding zum 43:34.

 

Noch einmal kam der MBC zu Beginn des dritten Viertels näher, als Kerusch gleich mehrfach erfolgreich abschloss (49:45). Nun aber waren die EWE Baskets nicht mehr zu stoppen, bewegten den Ball herausragend und hatten längst enormes Vertrauen in den Wurf. Zwei Mal Hobbs und ein Mal Schwethelm schraubten den Vorsprung auf neun Punkte. Zudem ging es aus Ballgewinnen immer wieder schnell nach vorne. Rickey Paulding stellte per Korbleger plus Bonusfreiwurf auf 73:57, wurde dann nach einem Ballgewinn von Sears mustergültig an der Dreierlinie bedient (76:57).

Nur kurzzeitig ließen die Oldenburger sich zu Beginn des letzten Viertels aus der Spur bringen, als die Wurfuhr für einige Minuten Verzögerung sorgte. Als der MBC durch Brembly auf zehn Punkte verkürzte (84:74), hatten die Gäste allerdings die Antwort. Zunächst fand Hobbs den freien Amaize unter dem Korb, traf dann aus Distanz und als Schwethelm ebenfalls von der Dreierlinie netzte (92:74), war die Begegnung früh entschieden. Die EWE Baskets allerdings verwöhnten ihre mitgereisten Fans weiterhin mit schönem Offensivbasketball: Mahalbasic knackte die Marke von 100 Punkten, Larson bediente Sears spektakulär per Alley oop und auch Marcel Keßen kam trotz eines Fouls zum Korberfolg.



Tabelle

PL TEAM PKT
3ALBA BERLIN26:8
4HAKRO Merlins Crailsheim26:12
5EWE Baskets Oldenburg24:12
6RASTA Vechta22:16
7Brose Bamberg22:16

Nächstes Heimspiel

03.03.2020, 20:00 Uhr
EWE BASKETS OLDENBURG vs. PROMITHEAS PATRAS

Stimmen zum Spiel

Mladen Drijencic (EWE Baskets Oldenburg): „Es war ein sehr schweres Pflaster in Weißenfels. Wir haben das der Mannschaft vor dem Spiel gesagt, dass der MBC hier im Durchschnitt fast 90 Punkte macht. Ludwigsburg hat hier mit zwei Punkten Unterschied gewonnen, Bamberg hat mit drei Punkten gewonnen, München hat mit 10 Punkten gewonnen. Mit der variablen Aufstellung muss jede Mannschaft klar kommen; mit den freudigen Schützen, die die Mannschaft hat. Wir haben die meiste Zeit des Spiels kontrolliert. Wir haben in der ersten Halbzeit eine gute Pick-and-Roll-Defense gespielt. Was uns gefehlt hat, war das lange Close-up und die Rebound-Kontrolle. Wir haben in der ersten Halbzeit acht abgegeben. Dann haben wir gesagt, dass wir die beiden Sachen besser machen müssen. Wir müssen die Schützen von der Dreierlinie zwingen zu dribbeln und auch den Defensive-Rebound kontrollieren. Das haben wir geschafft. Deswegen haben wir auch die zweite Halbzeit deutlich gewonnen. Es freut mich, dass es eine sehr gute Teamleistung war. Was wir besser machen müssen ist, dass wir offensiv unsere Optionen besser ins Spiel bringen müssen.“

Aleksandar Scepanovic (SYNTAINICS MBC): „Ich gratuliere Oldenburg. Wir wussten, dass wir gegen eines der intelligentesten Teams der Liga spielen würden. Wir wussten, dass sie mit Präzision jeden Fehler bestrafen und ihre Vorteile ausspielen würden. Der Plan war mit temporeichen und energievollem Spiel aufzuwarten und mehr Punkte zu machen als Oldenburg. Aber so einfach war es nicht. Sie wissen, wie man das Spiel langsam macht und den Ball in den Low-Post bringt. Und das haben sie getan. Für uns war es sehr schwer ohne Strahinja Micovic, einem unserer wertvollsten Spieler. Als auch Joey Dorsey raus musste, waren wir sehr klein. Nach einem Lauf kamen wir mit einer kleinen Aufstellung auf 74:84 heran. Dann hat Mladen seine Starting Five wieder eingewechselt und wir hatten keine Chance.“