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Spielbericht

EWE Baskets Oldenburg - ALBA BERLIN 93:88

93:88! Statement-Sieg in Playoff-Atmosphäre

02.02.2020

Ulf Duda/fotoduda.de

date: 2020-02-02 20:09:12
readDate: 02.02.2020
season: 2020
getactsaison: 2019

Boxscore

NR Spieler ESZ PKT 2PM 2PA 3PM 3PA FTM FTA DR OR AS ST TO BS PF

Die EWE Baskets Oldenburg haben in einer Playoff-Atmosphäre vor 6.200 Zuschauern in der Großen EWE Arena ein Ausrufezeichen im Kampf um das Heimrecht in den Playoffs gesetzt. Im Spitzenspiel des 18. Spieltags der easyCredit BBL besiegten die Oldenburger ALBA BERLIN hochverdient mit 93:88.

Dabei agierten die Oldenburger über 40 Minuten mit enormer Energie und bestimmten über weite Phasen das Tempo der Begegnung. Die Gastgeber suchten den schnellen Weg zum Korb, fanden aber auch im Halbfeld gute Optionen. So verwandelten die EWE Baskets 67 Prozent ihrer Versuche aus Nah- und Mitteldistanz, einer der entscheidenden Faktoren zum Sieg.

Letztlich konnte die Mannschaft von Head Coach Mladen Drijencic so auch einen deutlichen Reboundnachteil ausgleichen. ALBA BERLIN sicherte sich 16 Offensivrebounds, kam zu 26 Punkten aus zweiten Chancen. Auf der Gegenseite spielten die Oldenburger 23 Assists bei nur 9 Ballverlusten und kompensierten den Ausfall von gleich drei Akteuren. Neben den bereits länger verletzten Gerry Blakes und Nathan Boothe fehlte kurzfristig auch Justin Sears (Hüftprobleme). Rickey Paulding, der vor der Begegnung unter Standing Ovations der Fans für sein 500. BBL-Spiel gegen Bayreuth und als MVP des Halbfinales im Pokal ausgezeichnet wurde, spielte durch und wurde mit 28 Punkten zum Matchwinner. Rasid Mahalbasic (15 Punkte, 10 Assists, 9 Rebounds) schrammte nur knapp am Triple-Double vorbei. Zudem setzten Tyler Larson (19 Punkte) als Scorer und Armani Moore (11 Punkte, 6 Rebounds) wichtige Akzente.

Die ersten Minuten wurden von zwei Akteuren bestimmt: Während Peyton Siva schnell sechs Punkte auflegte, traf Mahalbasic aus der Distanz, am Brett  und bediente Kevin McClain. Dann fand auch Kapitän Rickey Paulding in die Begegnung, erzielte fünf Punkte in Serie zum 12:8. Oldenburg wirkte präsenter und profitierte von der hohen Energie in der Großen EWE Arena. Ein 9:0-Lauf, der von Marcel Keßen abgeschlossen wurde, sorgte für die erste zweistellige Führung (23:12). Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Gastgeber am Brett (70 Prozent Wurfquote, 10:7 Rebounds) dominiert.

Berlin fand mit Beginn des zweiten Viertels besser in die Begegnung, kam durch Siva auf 27:22 heran, die EWE Baskets fanden aber die Antwort und rissen ihre Fans von den Sitzen. Paulding traf aus der Distanz, Hobbs legte direkt nach einem Steal von der Dreierlinie  nach und Schwethelm traf zum 36:25. ALBA hatte nun allerdings die Reboundkontrolle, die EWE Baskets verloren mit einigen unglücklichen Entscheidungen den Rhythmus, als die Gäste auf drei Zähler verkürzt hatten (40:37), bewiesen die Oldenburger Stabilität. Tyler Larson setzte wichtige Akzente, Mahalbasic bediente Paulding mit einem tollen Pass und Marcel Keßen verwandelte trotz eines unsportlichen Fouls (48:40). Larson erhöhte mit dem nächsten Dreier gar wieder auf 51:40. Zur Halbzeit hätten die EWE Baskets höher als 51:45 führen können.

Der dritte Abschnitt begann mit Vorteilen für die Gäste, die nun ihre Schützen fanden, durch Eriksson auf 58:55 verkürzten. Als Giedraitis nach einem Offensivrebound zum 58:57 traf, schien sich eine Wende anzubahnen, erneut hatten die Oldenburger gemeinsam mit den Fans die Antwort. Die Gastgeber schraubten die Intensität höher, erzwangen Ballgewinne, hatten in Mahalbasic den Fels unter dem Korb und schraubten den Vorsprung durch ein Dreipunktspiel von McClain wieder auf 70:59. Als eben dieser McClain den nächsten Ballgewinn erzwang, konnten die Gäste den Angriff nur mit einem unsportlichen Foul an Moore stoppen. Rickey Paulding legte 5 Punkte in Serie nach und verwandelte die Große EWE Arena beim Stand von 77:59 in ein Tollhaus.

Als sich nun ein Debakel für die Gäste anzubahnen schien, zeigten die Berliner die in der Euroleague geschliffenen Qualitäten und bestimmten kurzzeitig das Tempo. Bis auf sieben Punkte schrumpfte der Vorsprung (79:72), bevor die EWE Baskets wieder zu ihrem Spiel fanden. Besonders Armani Moore erkämpfte nun wichtige Offensivrebounds, kam gleich drei Mal am Brett zum erfolgreichen Abschluss und hielt ALBA auf Distanz (90:81). Auch als die Berliner durch fünf Punkte von Hermannsson noch einmal auf vier Zähler verkürzten, hatte Moore die Antwort und entschied die Begegnung.

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Tabelle

PL TEAM PKT
3HAKRO Merlins Crailsheim30:12
4ALBA BERLIN28:10
5EWE Baskets Oldenburg26:14
6RASTA Vechta24:18
7Brose Bamberg24:18

Nächstes Heimspiel

14.04.2020, 20:30 Uhr
EWE Baskets Oldenburg vs. JobStairs GIESSEN 46ers

Stimmen zum Spiel

Mladen Drijencic (Head Coach, EWE Baskets Oldenburg): „Die Zuschauer haben uns sehr viel Energie gegeben. Es war eine großartige, fantastische Atmosphäre heute in der EWE Arena. Ich habe manchmal gedacht, ob nicht die Playoffs schon begonnen haben. Unsere Marschroute war heute das höchste Maß an Einsatzbereitschaft, das höchste Maß an Fokus aufzubieten. Wir wollten ALBA zwingen, schwierige Würfe nehmen zu müssen. Ich muss unbedingt Rickey Paulding erwähnen: 40 Minuten durchgespielt, 28 Punkte. Es war unglaublich, was er defensiv und offensiv geleistet hat. Rasid Mahalbasic hat ein Rebound gefehlt zum Triple Double. ALBA ist ein Euroleague Team, deshalb ein großes Lob an diese beiden Spieler für diese Performance!“

Alejandro Garcia Reneses (Head Coach ALBA BERLIN): „Oldenburg hat ein sehr gutes Spiel gemacht mit sehr viel Einsatz und Energie. Sie haben hochprozentig getroffen. Fünf Punkte Unterschied klingt nach nicht viel, doch am Ende konnten wir keine entscheidenden Treffer setzen. Deshalb Glückwunsch an Oldenburg!“