Das Kalenderjahr 2026 begann für die EWE Baskets Oldenburg in der easyCredit Basketball Bundesliga mit einem Spektakel: In einer spannenden Partie setzten sie sich vor heimischer Kulisse mit 76:73 gegen ALBA BERLIN durch. Diesen Erfolg möchten die Schützlinge von Trainer Lazar Spasic jetzt gern wiederholen: Am Samstag, 21. Februar, sind sie ab 19 Uhr erneut gegen den Club aus der Hauptstadt gefordert. Im Halbfinale beim BMW TOP FOUR um den BBL Pokal geht es um nicht weniger als den Finaleinzug – und damit um die Chance, am Sonntag möglicherweise die Trophäe nach 2015 zum zweiten Mal zu gewinnen.
Dyn überträgt alle Spiele beim TOP FOUR live, außerdem ist das Halbfinale im Online-Livestream beim RBB und auf sportschau.de zu sehen. Für Kurzentschlossene stehen im Vorverkauf sowohl noch Tagestickets als auch Karten für das komplette Pokalwochenende zur Verfügung. Am Samstag trifft zunächst Gastgeber FC Bayern Basketball auf die BMA365 Bamberg Baskets (16 Uhr). Die Verantwortlichen in München haben ein umfangreiches Rahmenprogramm mit vielen Höhepunkten gestrickt, Informationen gibt es hier.
Im Mittelpunkt steht im eindrucksvollen SAP Garden aber natürlich das sportliche Geschehen. Die Auslosung hat den EWE Baskets einen Dauerrivalen beschert, die Wege der Clubs aus Oldenburg und Berlin kreuzten sich in der Vergangenheit regelmäßig; nicht nur in der Liga, sondern auch im Pokal und in mehreren Playoffserien. Unvergessen das Pokalfinale 2020, als rund 1.500 Fans der EWE Baskets mit in die Hauptstadt reisten und ihrem Team dort imposant den Rücken stärkten.
Aktuell befinden sich beide Mannschaften in der easyCredit BBL in einer positiven Situation, an der auch die jeweiligen Niederlagen unter der Woche nicht viel verändert haben. ALBA hat sich unter Regie des ehemaligen Oldenburger Trainers Pedro Calles als erster Verfolger des FC Bayern Basketball etabliert, nach dem 87:93 am Dienstag gegen die Veolia Towers Hamburg sind die Albatrosse mit 30:12 Punkten weiterhin Zweiter. Die Donnervögel aus Oldenburg mussten sich personell arg geschwächt bei ratiopharm ulm mit 72:101 geschlagen geben, sind mit nun 18:22 Punkten dank ihrer acht Siege aus den vergangenen zehn Spielen als Elfter in Schlagdistanz zu den Postseason-Plätzen.
Eine personelle Schwächung erlebten zuletzt auch die Berliner, im vorletzten Spiel in Bamberg fehlten ihnen in Martin Hermannsson, Jack Kayil, dem Ex-Oldenburger Bennet Hundt, Moses Wood und Malte Delow gleich fünf Spieler aus der Rotation. Gegen Hamburg meldeten sich Wood und Delow zurück, zum Halbfinale gegen die EWE Baskets hoffen die Hauptstädter auch auf ein Comeback von Kayil und Hundt. Einzig der Isländer Hermannsson fällt mit einer Daumenverletzung sicher aus.
Headcoach Calles setzt auf eine breite Minutenverteilung, sodass dank großer Rotation die Kräfte stets frisch gehalten werden. Vor allem die Ausfälle von Hermannsson (13,1 PPG, 4,9 ASS) und Kayil (13,0 PPG, 3,8 ASS) im Spielaufbau schmerzen trotz des tiefen Kaders sehr, schließlich ist der Anteil des Duos am Erfolgskonstrukt allein schon an den Statistiken ablesbar. Im Kader steckt aber auch über diese beiden erhebliche individuelle Qualität, die sich im Saisonverlauf zu einem funktionierenden Gefüge entwickelt hat: beispielsweise der vielseitige Justin Bean, Malte Delow, Moses Wood, Center Norris Agbakoko, der im Sommer von Oldenburg nach Berlin gewechselt ist, Alex O’Connell, Sam Griesel, der überaus defensivstarke Jonas Mattisseck, J’wan Roberts oder der nach langer Verletzung inzwischen genesene Martynas Echodas.
Personelle Fragezeichen haben vor dem Pokalduell aber nicht nur die Berliner vor Augen, sondern auch die Oldenburger. Am Mittwoch in Ulm verzichtete Headcoach Spasic auf Filip Stanic, Dakarai Tucker und Michale Kyser, die sich alle mit Blessuren herumschlagen. Wer zum Halbfinale wieder auflaufen kann, wird sich noch zeigen. Nachreisen wird derweil James Woodard, dessen Abwesenheit am Mittwoch einen erfreulichen Grund hatte: Der US-Amerikaner wurde Vater und blieb zur Geburt seines Kindes zu Hause.