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Spielbericht

Veolia Towers Hamburg - EWE Baskets Oldenburg 80:91

Humba im Fanblock: EWE Baskets feiern emotionalen Derbysieg in Hamburg

20.01.2024

 Bild: Dennis Fischer

Boxscore

NR Spieler ESZ PKT 2PM 2PA 3PM 3PA FTM FTA DR OR AS ST TO BS PF

Die EWE Baskets Oldenburg haben mit einer aufopferungsvollen kämpferischen Leistung im Derby ein Ausrufezeichen gesetzt. Unterstützt von weit über 300 grandios unterstützenden Gästefans, die für ein gefühltes Heimspiel sorgten, siegte das Team von Head Coach Pedro Calles verdient mit 91:80 bei den Veolia Towers Hamburg.

Es war ein Abend, aus dem Team und Fans emotional viel neue Kraft ziehen können und an den man am Ende der Saison als eines der besonderen Spiele zurück denken wird. Die mitgereisten Gästefans sorgten schon weit vor Spielbeginn für großartigen Support und diese Energie nahmen die EWE Baskets über 40 Minuten mit auf das Parkett, kompensierten so auch alle personellen Handicaps. Mit großem Einsatz zogen die Gäste den Hamburgern den Zahn, erlaubten nur 41 Prozent Wurfquote und erzwangen 17 Ballverluste. Zudem entschieden die Oldenburger das Reboundduell mit 37:32 für sich, erzielten 25 Punkte aus zweiten Chancen.

Seine beste Partie im Trikot der EWE Baskets zeigte Chaundee Brown Jr., der 91 Prozent seiner Würfe aus dem Feld verwandelte, 25 Punkte erzielte und sechs Rebounds sammelte. Doch auch das Spielmacher-Duo überzeugte. DeWayne Russell stand am Ende bei 16 Punkten und sechs Assists, Geno Crandall legte 16 Punkte, acht Assists und vier Rebounds auf. Ebuka Izundu  und Lukas Wank standen bei 10 Punkten und sechs Rebounds. Doch auch Joel Harms, der 13 Minuten auf dem Parkett stand, lieferte mit vier Punkten und fünf Rebounds eine gute Partie.

Die Stimmungshoheit gehörte ab der ersten Minute den Gästefans und die EWE Baskets ließen sich von der Energie treiben. Russell stellte aus der Distanz auf 5:2, Izundu war nach einem Offensivrebound zur Stelle. Auf Oldenburger Seite kam Joel Harms früh zu Einsatzzeit und die Gäste bestimmten mit viel Herz das Spiel. Über einen weiteren Dreier von Russell und zwei hart erarbeitete Freiwürfe von Ogbe setzte sich das Team von Head Coach Pedro Calles erstmals ab. Dann blockte Russell einen Hamburger Dreier, Izundu erarbeitete sich auf der Gegenseite den Offensivrebound und Ogbe veredelte aus der Distanz zur zweistelligen Führung (19:9). Für das Highlight des Spiels sorgte Izundu per Alley oop-Dunk (21:14). Weil der Center dann aber foulbelastet das Parkett verlassen musste und Oldenburg sechs Ballverluste abgab, kam Hamburg nach zehn Minuten zurück (21:21). 

Im zweiten Viertel schienen sich dann die unglücklichen Situationen zu häufen, als zunächst Izundu sein drittes Foul kassierte und dann auch Harms in Foulprobleme geriet. Das Spiel war in dieser Phase zerfahren, aber die Gäste hielten sich im Spiel. Gleich doppelt erarbeitete sich Harms den Offensivrebound und sorgte für das 37:35. Es war so etwas wie ein Zeichen, denn über den starken Crandall erarbeiteten die Oldenburger sich ein kleines Polster nach 20 Minuten (43:35).

Mit Beginn des dritten Viertels war spürbar, dass die Hamburger das Spiel mit mehr Physis drehen wollten, die EWE Baskets aber setzten die richtigen Nadelstiche. Wank aus der Distanz oder Brown nach Offensivrebound sorgten dafür, dass die Führung stabil blieb. Und Oldenburg hatte die Momente, in denen sich neue Energie finden ließ. Erst bediente Crandall Izundu für den krachenden Alley oop-Dunk, dann erarbeitet sich Schoormann den Steal und vollendete mit einem krachenden Monsterdunk (56:47). Dann folgten die Minuten von Brown Jr., der zwei Mal nach Offensivrebound punktete und aus der Distanz traf (64:52). Nach 30 Minuten führten die Gäste mit 12 Zählern.

Ein Dreier von Wank und zwei Punkte von Brown Jr. im Fastbreak stellten auf 74:59. Es folgte das Highlight des Spiels: Erneut wurde Izundu über Ringnveau bedient und stopfte seinen Gegenspieler Dziewa buchstäblich mit in den Korb und auch defensiv war Izundu mit einem Monsterblock zur Stelle. Hamburg allerdings gab sich nicht geschlagen, drückte den Rückstand noch einmal in den einstelligen Bereich, während bei den EWE Baskets spürbar die Kräfte schwanden. Die Ruhe von DeWayne Russell und Geno Crandall allerdings ließ den Sieg nicht mehr in Gefahr geraten und das Team durfte sich die verdiente Humba im Fanblock abholen. 



Tabelle

PL TEAM PKT
7Telekom Baskets Bonn40:28
8MHP RIESEN Ludwigsburg36:32
9EWE Baskets Oldenburg36:32
10Veolia Towers Hamburg34:34
11Bamberg Baskets30:38
12Basketball Löwen Braunschweig30:38

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Stimmen zum Spiel

Pedro Calles (Head Coach, EWE Baskets Oldenburg): „Ein großes Kompliment an meine Spieler, die heute über 40 Minuten sehr hart gekämpft haben. Vor dem Spiel haben nicht viele daran geglaubt, dass wir in der derzeitigen Situation konkurrenzfähig sind. Aber wir haben es unseren Kritikern gezeigt und uns den Sieg geholt. Ich möchte einmal mehr den Charakter des Teams hervorheben. Sie stellen sich den Widerständen und machen etwas Positives daraus.“

Benka Barloschky (Veolia Towers Hamburg): „Wir haben es heute nicht geschafft, einen Run zu erzeugen, sind über die kompletten 40 Minuten in keinen richtigen Rhythmus gekommen. Vor allem offensiv nicht, da haben wir es zu kompliziert gemacht, was auch zu vielen Ballverlusten geführt hat. Immer dann, wenn für uns ein bisschen Hoffnung auf eine Wende da war, hat Oldenburg einen entscheidenden Wurf getroffen. Am Ende haben sie verdient gewonnen. Defensiv fand ich uns ok, auch wenn wir gegen das Pick&Roll in einigen Situationen nicht gut ausgesehen haben. Das ist aber auch die Qualität der Kreativspieler Crandall und Russell, die sich da gezeigt hat. Aber offensiv hat es heute nicht so richtig hingehauen.“