Spielplan
Fanshop
Tabelle
Kader
>>> Fan Day: Jetzt DK-Option nutzen und Tickets sichern <<<

Spielbericht

ratiopharm ulm - EWE Baskets Oldenburg 70:66

Verteidigung dominiert: EWE Baskets verpassen 15-Punkte Comeback knapp

24.05.2021

 Bild: Harry Langer

Die EWE Baskets Oldenburg sind im Playoff-Viertelfinale der easyCredit BBL erneut in Rückstand geraten. Bei ratiopharm ulm unterlagen die Oldenburger in einem dramatischen und von herausragender Defensive geprägten Spiel mit 66:70. Am Mittwoch braucht es nun unbedingt einen Sieg in Ulm, um ein fünftes Spiel zu erzwingen.

Anders als in den vorangegangenen beiden Spielen geriet die Mannschaft von Head Coach Mladen Drijencic am Montagabend deutlich in Rückstand. In der zweiten Halbzeit kämpften die Oldenburger sich vor allem mit ihrer Zonenverteidigung von 15 Punkten Rückstand zurück. Den möglichen Erfolg verpassten die Gäste vor allem, weil erneut das Reboundduell (35:44) abgegeben wurde. Über die gesamte Partie boten beide Mannschaften Defensive auf hohem Niveau, hielten ihren Gegner jeweils bei nur 37 Prozent Wurfquote, besonders unter dem Korb ließen beide Teams wenig zu. Den EWE Baskets gelang es zudem, das Duo Troy Caupain und Dylan Osetkowski (zusammen neun Punkte) aus dem Spiel zu nehmen.

Doch auch die Ulmer schränkten die Kreise der Oldenburger Topscorer ein. Rickey Paulding kam zwar auf acht Punkte, benötigte dafür aber 13 Wurfversuche. Rasid Mahalbasic (10 Rebounds) und Keith Hornsby erzielten zusammen nur sieben Punkte. Nathan Boothe wurde mit 12 Punkten zum Topscorer, dahinter sorgten Martin Breunig (11) und Philipp Schwethelm (10) für wichtige Entlastung.

Die Begegnung hatte auf beiden Seiten zerfahren begonnen, beiden Mannschaften brachten Energie, wirkten aber auch nervös. So starteten die Oldenburger nur mit einem erfolgreichen Wurf bei acht Versuchen, die Ulmer sammelten schnell vier Ballverluste. Für die EWE Baskets setzte Martin Breunig mit einem Tip-Dunk und zwei weiteren Punkten die ersten Akzente, die Gastgeber erspielten sich trotzdem eine 17:7-Führung. Ein Vierpunktspiel von Schwethelm brachte Oldenburg auf 11:19 heran.

Auf der Gegenseite trafen die Ulmer zunächst ihre Dreier und führten 23:11. Braydon Hobbs brachte erstmals das Gefühl, die Gäste könnten ihren Rhythmus finden, bediente zunächst Mahalbasic, verwandelte dann selbst aus der Distanz (19:26). Während die Oldenburger mit der erstmals eingestreuten 3-2 Zone durchaus Probleme in der Ulmer Offensive verursachten, belohnte sich das Team allerdings nicht. Abgegebene Offensivrebounds und Treffer der Gastgeber mit ablaufender Wurfuhr hielten den Rückstand zweistellig. Bei einer Trefferquote von unter 33 Prozent mussten die EWE Baskets mit dem Pausenrückstand fast noch zufrieden sein (25:38).  

Nach Wiederbeginn traf Andreas Obst einen Dreier im Fastbreak (29:43), die Oldenburger Zone zeigte nun allerdings immer mehr Wirkung, die Gäste bekamen so zudem deutlich mehr Tempo in die Offensive und waren nach einem Dreier von Boothe auf 37:43 heran. Auch von Fehlern ließen die EWE Baskets sich in dieser Phase nicht stoppen, sondern drückten auf das Tempo und verkürzten so nach einem klug im Fastbreak erspielten Dreier von Hobbs auf 42:45. Zudem hatte die Mannschaft von Head Coach Mladen Drijencic jetzt die passenden Antworten. Einen Distanztreffer von Petrucelli konterte Schwethelm mit gleich zwei Dreiern zum 50:50 nach 30 Minuten.

Es war nun eine komplett ausgeglichene Begegnung, in der Breunig von der Freiwurflinie für die Führung sorgte, Obst antwortete mit einem Vierpunktspiel und das Momentum wechselte wieder auf die Ulmer Seite. Caupain und Conger per Brett trafen ebenfalls aus der Distanz (53:60). Doch auch, wenn die Müdigkeit beiden Teams anzumerken war, starteten die EWE Baskets einen erneuten Anlauf. Paulding sicherte sich den wichtigen Offensivrebound, Hornsby traf den Dreier, Presse legte aus der Distanz nach. Der Spielgestalter war zudem in der Defensive mit einem Monsterblock gegen Holman zur Stelle und fand Boothe in der Ecke für den freien Dreier (62:63) knapp drei Minuten vor dem Ende.

Die Partie kippte dann an einer umstrittenen Szene wieder auf die Ulmer Seite. Rickey Paulding zog zum Korb, wurde nach Ansicht der Oldenburger gefoult und blieb zunächst liegen. Die Gastgeber nutzten die Überzahl auf der Gegenseite zum freien Dreier, die EWE Baskets kassierten zudem ein technisches Foul, die Ulmer waren wieder fünf Zähler vorne (62:67). Es fehlten nun auch die Kraft und die Ideen, um sich klare Chancen zu erspielen. Paulding wurde allerdings 46 Sekunden vor dem Ende beim Dreier gefoult, die Ulmer Bank erhielt zusätzlich ein technisches Foul und der Kapitän verwandelte alle vier Freiwürfe (66:67). Es waren ein abgegebener Offensivrebound, den sich Osetkowski nach einem harten Einsatz gegen Tadda sicherte, um dann an der Freiwurflinie doppelt zu verwandeln und ein zu schnell genommener Oldenburger Dreier, die das Spiel endgültig entschieden.



Tabelle

PL TEAM PKT
1MHP RIESEN Ludwigsburg60:8
2ALBA BERLIN56:12
3EWE Baskets Oldenburg50:18
4FC Bayern München48:20
5HAKRO Merlins Crailsheim48:20
6ratiopharm ulm46:22

Nächstes Spiel


Stimmen zum Spiel

Mladen Drijencic (Head Coach EWE Baskets Oldenburg): „Zunächst Glückwunsch an Ulm zum zweiten Sieg in der Serie. Wenn man sich die Zahlen anschaut, waren wir heute nur in zwei Kategorien schwächer - bei der Freiwurfquote und den Rebounds. Das müssen wir auch auf unsere Kappe nehmen, weil wir wussten, dass jede zweite Wurfchance extrem wichtig sein wird. Leider waren wir heute von Anfang an nicht auf dem Level auf dem wir sein wollten und haben Ulm die Kontrolle und das Selbstvertrauen gegeben. Trotzdem möchte ich mein Team für das dritte Viertel loben, in dem wir den Lauf dann unterbrechen konnten und das Spiel ausgeglichen haben. Am Ende hatten beide Teams die Chance auf den Sieg. Wir müssen schauen, dass wir am Mittwoch von Anfang an besser ins Spiel kommen.

Jaka Lakovic (Head Coach ratiopharm ulm): „Wir waren heute von Beginn an voll da und haben trotz der bitteren Niederlage in Spiel 2 mentale Stärke bewiesen. Bis zum dritten Viertel haben wir die Partie kontrolliert. Dann hat Oldenburg auf Zonen-Defense umgestellt, womit wir Probleme hatten und ein Stück weit unser Selbstvertrauen in unsere Würfe verloren haben. Am Ende ist es uns dank unserer Defensiv-Leistung und dem Rebound-Verhalten gelungen, das Spiel zu gewinnen. Wir haben nur 66 Punkte zugelassen, was gegen eine offensivstarke Mannschaft wie Oldenburg sehr gut ist. In Spiel vier gilt es jetzt, die Intensität und mentale Stärke erneut abrufen zu können.“