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Spielbericht

EWE Baskets Oldenburg - s.Oliver Würzburg 90:82

Mit Mahalbasic-Gala & Paulding-Crunchtime zum Auftakt-Sieg über Würzburg

26.09.2019

 Foto: Ulf Duda

Es war eine der Geschichten – wenn nicht sogar d i e Geschichte - in der letzten Saison. Und es ist d i e Geschichte dieses Spiels: Oldenburgs Mr. Triple Double hat wieder zugeschlagen, obwohl er kein Triple Double gemacht hat. Beim 90:82-Heimsieg über s.Oliver Wüzburg schrammte Rasid Mahalbasic um einen Assist an seinem fünften BBL Triple Double vorbei, war aber dennoch am Donnerstagabend im ersten Saisonspiel der Matchwinner für die EWE Baskets Oldenburg. Im Fahrwasser des großen Österreichers zeigte auch Rickey Paulding, dass er auch noch als fast 37-Jähriger zu den besten Crunchtime-Spielern in der easyCredit BBL zählt.

 

Rasanter Beginn vor 5.244 Zuschauer in der Großen EWE Arena: Mit schnellen Pass-Stafetten und hochprozentiger Trefferquote aus dem Feld überrumpelten die Oldenburger die Gäste aus Süddeutschland im 1. Viertel ein ums andere Mal. Insbesondere die beiden Neuzugänge Braydon Hobbs und Kevin McClain, die zusammen mit Rickey Paulding, Philipp Schwethelm und Rasid Mahalbasic die Starting Five bildeten, zeigten sich in bester Spiel- und Trefferlaune. Erst Mitte des ersten Durchgangs fingen sich die Würzburger und kamen beim Zwischenstand von 14:13 aus Oldenburger Sicht dicht heran. Nach dem Hurra-Basketball der Auftaktphase wurde es dann kämpferischer. So hechtete Justin Sears nach einem Loose Ball auf dem Parkett, erhielt verdienten Szenenapplaus, aber der Ball landete dennoch beim Gegner. So ging es mit 21:21 in die erste Pause.

 

Auch zu Beginn des 2. Viertels legten die EWE Baskets los wie die Feuerwehr. Zwei Korbleger innerhalb kurzer Zeit von Karsten Tadda und Robin Amaize – und Gäste-Coach Denis Wucherer sah sich zu einer Auszeit genötigt. Auffällig bis zu diesem Zeitpunkt im Oldenburger Spiel: Der Score verteilte sich gleichmäßig im gesamten Team, somit schwer auszurechnen für Würzburg. Und als dann endlich auch Rickey Paulding nach 15 Minuten per Dreier und kurz darauf per Korbleger seine ersten Punkte in der Saison 2019/2020 erzielte und für sein Team auf 39:29 erhöhte, riss es die Zuschauer begeistert von den Sitzen. Und noch ein „Nachzügler“: Schwethelms erster Dreier brauchte vier Hüpfer auf dem Ring, bevor sich der Ball schließlich dazu entschied, durch das Netz zu plumpsen, was Schwethelm mit Erleichterung und entsprechender Geste kommentierte. Mit einem kleinen Polster von 48:43 für Oldenburg ertönte die Sirene zur Halbzeitpause.


Aus den ersten beiden Viertel hatte Würzburg nun seine Lehren gezogen und ließ sich nicht erneut aushebeln. Die Gäste trafen beim Start ins 3. Viertel schwierige Distanzwürfe und hatten nun leichtes Oberwasser. Die Fans in der Großen EWE Arena bewiesen ein gutes Gespür für die Situation und merkten, dass das Team nun volle Unterstützung benötigt. Diese bekam sie lautstark und fast in Orkanstärke wurden der Korbleger von Amaize dreieinhalb Minuten vor Ende des Viertels zum 65:59 und die anschließende Würzburger Auszeit bejubelt. Aber die Gäste ließen sich nicht so leicht abschütteln und blieben nach 30 Spielminuten mit 63:68 auf Schlagdistanz zu den Hausherren.

 

Dann wurde es unerklärlich hektisch. In den ersten 11 Sekunden des 4. Viertels verloren die Oldenburger zwei Mal den Ball. Eine Minute später lagen die EWE Baskets nur noch mit 68:67 vorne. Doch in der nun anbrechenden Crunchtime war es der an diesem Tag überragende Mahalbasic, der mit viel Übersicht agierte und sein Team vorne hielt und fast das siebte Triple Double seiner BBL-Karriere einfuhr (16 Punkte, 13 Rebounds, 9 Assists). Als der große Österreicher vier Minuten vor Schluss eine Verschnaufpause brauchte, nutzte Würzburg das zum 77:79 dreieinhalb Minuten vor Schluss. Doch dann schlug die Stunde des Oldenburger Superstars! Mit einem Turnaround Jumpshot narrte Rickey Paulding (15 Punkte) seinen Gegenspieler an der Baseline und ließ die Arena dann wenig später mit einem schwierigen Layup zum 83:77 128 Sekunden vor Ende beben.

 

Die Erfahrung der Oldenburger Stars gab schließlich den Ausschlag. „Verteidigungsminister“ Karsten Tadda verleitete seinen Gegenspieler in der Zone geschickt zu einem Offensivfoul und Nathan Boothe, zusammen mit Paulding zweitbester Scorer, brachte sein Team mit einem Dreier mit noch 46 Sekunden auf der Uhr zum 88:80-Zwischenstand auf die Siegerstraße.



Tabelle

PL TEAM PKT
3HAKRO Merlins Crailsheim30:12
4ALBA BERLIN28:10
5EWE Baskets Oldenburg26:14
6RASTA Vechta24:18
7Brose Bamberg24:18
8s.Oliver Würzburg22:20

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Stimmen zum Spiel

Mladen Drijencic (Head Coach EWE Baskets): "Es ist wichtig, aus einem Spiel mit vielen Ups und Downs als Sieger hervor zu gehen, insbesondere zu Hause. Da wir schon übermorgen nach Crailsheim fahren und dann am Dienstag international zu Hause spielen, war es enorm wichtig, mit einem positiven Gefühl in die nächsten beiden Wettbewerbe zu gehen. Es war ein typisches erstes Saisonspiel, weil noch nicht alles ideal lief. Als Coach wünscht du dir ein wenig mehr Struktur und mehr Kontrolle. Als das Spiel zu kippen drohte, haben wir allerdings sehr gut reagiert."

 

 

Denis Wucherer (Head Coach Würzburg): "Bis drei Minuten vor Schluss war das ein sehr offenes Spiel. Es hätte da in beide Richtungen gehen können. Es war auf einem guten Niveau fürs erste Spiel. Beide Teams haben mit hoher Intensität gespielt. Die Cleverness von Oldenburg hat in den entscheidenden Situationen den Unterschied gemacht."